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Aktuelle Empfehlung: Forward-Darlehen und Cap-Darlehen
Bauzinsen Prognose - Entwicklung der Bauzinsen für das 2. Quartal 2013
Im 2. Quartal vermutlich gleichbleibend niedriges Zinsniveau
Momentan befindet sich der Zinsmarkt noch immer auf sehr niedrigem Niveau. Die Krise in Zypern und der Ausgang der Wahlen in Italien haben Anleger weiter verunsichert. Der Einfluss der Entwicklung in Zypern wird von den meisten Experten zwar eher als gering erachtet, da die Gesamtwirtschaftsleistung und der Finanzmarkt im Vergleich zu europäischen Größenordnungen zu wenig einflussreich sind – doch ein gewisser psychologischer Faktor trat auf: Plötzlich scheint Anlagekapital doch nicht so sicher zu sein, wie deutsche Politiker immer versichern. Anleger fürchten, dass im Krisenfalle – wie in Zypern – das hart erarbeitete Bankguthaben vom Staat enteignet werden könnte. Realistisch betrachtet erscheint dies jedoch eher einem Wildwestfilm entnommen, da Zypern in keiner Weise mit den Verhältnissen in einem so stabilen und wirtschaftlich bedeutenden Staat wie Deutschland vergleichbar ist.
Dazu kommt der Ausgang der Wahlen in Italien: Dieser führte etwas zu Unruhe, da mitten in Europa ein Art Instabilität aufzukeimen scheint. Doch sollte die Pattsituation irgendwann eine Auflösung hin zu einer handlungsfähigen, wirtschaftlich wieder erstarkenden Wirtschaft führen. Die Gemüter hatten sich ob der Eurokrise schon merklich beruhigt, doch nun – nach diesen beiden neuen Krisenmeldungen - sind einige Marktteilnehmer wieder mehr verunsichert. Niemand weiß, ob die Turbulenzen an den europäischen Märkten bzw. in den Gemeinschaftsländern zu weiteren Erschütterungen führen werden. So lange keine absolute Beruhigung einsetzt und damit das Kapital wieder vermehrt in Firmen und Aktienanlagen fließt, werden die Zinsen auf einem niedrigen Niveau verbleiben.
Langfristig wird ein Anstieg der Bauzinsen erwartet
Das allgemeine Zinsniveau steht in direktem Zusammenhang mit den Zinsen langfristiger Anleihen und den Entscheidungen der EZB (Europäischen Zentralbank). Im 2. Quartal 2013 ist aus genannten Gründen voraussichtlich keine größere Änderung zu erwarten - damit besteht eine gewisse Stabilität des derzeitigen Zinsniveaus, was für eventuelle Finanzierungsabsichten genutzt werden sollte. Die EZB wird derzeit ihre Politik der wirtschaftlichen Ankurbelung fortsetzten, zumal viele Risikoindikatoren – wie beispielsweise die Teuerungsrate – keine Alarmsignale senden. Langfristig sollte das Zinsniveau allerdings wieder steigen, denn das Ziel aller Bestrebungen von Finanz- und Wirtschaftspolitik lautet Beruhigung und Stabilisierung der Märkte – tritt dies ein, werden die Zinsen entsprechend anziehen. Dies geschieht deshalb, weil die Anleger dann wieder in die Aktienmärkte investieren und die Wirtschafts- und Investitionstätigkeit in einem günstigen und stabilen Marktumfeld anzieht. Erhöhende Zinsschritte der EZB werden folgen.
Wie soll sich der Finanzierungsinteressent nun verhalten?
Grundsätzlich sollten einige allgemein wichtige Punkte hinsichtlich einer vernünftigen Finanzierungsplanung beachtet werden. So sollte grundsätzlich ein gewisser Teil Eigenkapital vorhanden sein, um mögliche Risiken durch unvorhergesehene Kosten und mögliche Kapitalengpässe abfedern zu können – Experten empfehlen einen Eigenkapitalanteil von etwa 20 bis 30 Prozent der Kauf- bzw. Bausumme. Darüber hinaus sollte vor einer Anfrage eine Selbstanalyse durchgeführt werden – wie hoch ist das „frei verfügbare“ Einkommen? Welche Raten können damit problemlos geschultert werden? Wie sicher ist dieses Einkommen? Ist die eigene Bonität ausreichend gut?
Dies ist von entscheidender Bedeutung für die zu erwartenden Angebotskonditionen – jeder Bürger hat das Recht auf eine Eigenauskunft bei der Schufa – dies ist hier besonders zu empfehlen. Bei Problemen bzw. nicht idealer Bonität: Gibt es Möglichkeiten, diese zu verbessern? Dies kann beispielsweise durch Klärung des bei der Schufa geführten Kontos erfolgen oder auch durch Hinzunahme eines Bürgen, um das Risiko für das Kreditinstitut zu verringern. Natürlich müssen auch mögliche Förderansprüche geprüft werden – hier kann auch ein unabhängiger Finanzierungsberater helfen. Diese Vorab-Analyse hilft dabei, bei einem späteren Angebot möglichst günstige Konditionen herauszuholen. Sind diese Anforderungen erfüllt und ein Wunschobjekt gefunden, kann der Interessent über eine Realisation nachdenken.
Ebenfalls zu beachten: Konjunkturprognose für 2013
Die Entwicklung der Konjunktur ist ein entscheidendes Barometer, um zu beurteilen, wie sich die Zins- und Kapitalmärkte in den kommenden Monaten entwickeln werden – auch hiervon sollte sich der Finanzierungsinteressent daher ein Bild machen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat erst kürzlich die Konjunkturprognose für 2013 zurückgenommen. Wurde vorher von einem Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt von 0,9 % ausgegangen, so geht man jetzt nur noch von einem Wachstum zwischen 0,5 % und 0,8 % für das Gesamtjahr aus. Zu dieser Prognoseänderung führte auch die Tatsache, dass das letzte Quartal in 2012 merklich schwächer ausfiel als erwartet und auch wieder vermehrt Unsicherheiten einsetzen – nicht dramatisch, aber doch ausreichend für eine Revidierung der Prognose. Trotzdem wird an der Aufwärtstendenz in Deutschland festgehalten, was wiederum die These nach langfristig anziehenden Zinsen stützt. Erst 2014 soll die Konjunktur wieder richtig anziehen – so gehen DIW und Bundesregierung in etwa konform mit einer Schätzung um die 2 %.
Fazit: Niedriges Zinsniveau noch kurzfristig stabil – Finanzierungsrealisation prüfen
Bei Interesse an einer Finanzierung und erfolgreicher Prüfung der wichtigsten Voraussetzungen (Einkommens- und Vermögenssituation, tragbare Finanzierungsplanung) sollten Erwerber oder Bauherren von Immobilien nicht mehr zu lange warten. Die Nachfrage nach Finanzierungen befindet sich derzeit auf einem hohen Niveau, so dass die Angebote der Kreditinstitute neben entsprechenden Bearbeitungszeiten auch teils merklich unterschiedliche Konditionierungen aufweisen. Bei der Gestaltung des Vertrages sollten insbesondere längere Zinsbindungen vereinbart werden (z. B. 20, 25 oder 30 Jahre). Damit sichert sich der Interessent das momentan günstige Zinsniveau und bekommt darüber hinaus eine gut kalkulierbare Finanzierungsplanung.
Die Aufschläge, die für solch lange Zinsbindungen von den Darlehensgebern verlangt werden, sind in der Regel als angemessen zu betrachten – denn ohne Vereinbarung einer langen Zinsbindung trägt der Darlehensnehmer ein vergleichsweise hohes Risiko moderater Zinssteigerungen. Mit den Finanzierungsrechnern im Internet kann jeder Interessent vorab grob ausrechnen, welche Belastungen auf ihn in Zukunft zukommen. Scheint eine Realisation möglich, sollte zusätzlich ein unabhängiger Finanzierungsberater kontaktiert werden – dessen Erfahrung und Marktüberblick sind eine wertvolle Hilfe bei der Auffindung der individuell geeigneten und günstigen Immobilienfinanzierung.
Bester Anbieter für Immobilienkredite 04.2013 ( 5x Platz 1, 1x Platz 2)