Finanzierung – Interessante Aspekte einer Immobilienfinanzierung
Dienstag, 16. März 2010Das Thema Immobilienfinanzierung ist sehr umfassend. Es gibt dabei viele Details, die beachtet werden müssen. Oft sind es Kleinigkeiten, mit denen eine Immobilienfinanzierung viel leichter zu stemmen ist. Gerade unmittelbar nach dem Kauf einer Immobilie ist die finanzielle Situation häufig stark angespannt. Viele Anschaffungen, wie beispielsweise eine neue Küche, müssen noch getätigt werden, die Umzugskosten schlagen zu Buche – und für die alte Mietwohnung müssen womöglich noch Renovierungskosten bezahlt werden. Wenn in diesem Augenblick die Belastung mit den neuen Kreditraten aus der frisch abgeschlossenen Immobilienfinanzierung kommt, dann wird das laufende Girokonto sehr stark beansprucht. Die hohen Kreditzinsen bei Überziehungen kosten dann viel Geld.
Es gibt aber die Möglichkeit bereits am Anfang der Finanzierung eine Vereinbarung zu treffen, dass die erste Rate erst sechs Monate nach Darlehensauszahlung bezahlt werden soll. Zwar werden die Zinsen vierteljährlich abgerechnet, aber die Tilgung muss vorerst nicht bezahlt werden. Dies schont die Liquidität und eröffnet neue finanzielle Spielräume. Die meisten Banken verlangen ca. 6 Monate nach Abschluss einer Immobilienfinanzierung die so genannten Bereitstellungszinsen. Diese betragen im Regelfall ca. 3,00% pro Jahr und werden aus der Höhe der noch offenen Darlehenszusage (nicht ausbezahlte Darlehensteile) berechnet. Es gibt aber die Möglichkeit Abweichungen zu diesen Regelungen zu vereinbaren. Gerade Kunden mit guter Bonität können durchsetzen, dass Bereitstellungszinsen beispielsweise erst nach 9 bis 12 Monaten berechnet werden. Dadurch lässt sich jede Menge Geld sparen. Da der Markt für Immobilienfinanzierungen hart umkämpft ist, sind die Banken in diesem Punkt oft zu Zugeständnissen bereit, damit sie überhaupt Neugeschäft generieren können. Diese Situation im Bereich der Immobilienfinanzierung kann zum Vorteil der Kreditnehmer ausgenutzt werden.
Viele Menschen wohnen in Miete und träumen von einer eigenen Immobilie. Dies ist auch verständlich, denn die eigenen vier Wände bedeuten deutlich mehr Freiraum für eigene Wünsche und Vorstellungen. Außerdem ist die eigene Immobilie eine solide Basis für finanzielle Unabhängigkeit im Alter und bildet damit einen Grundbaustein beim Thema Altersvorsorge. Aber warum nur träumen? Gerade jetzt ist eine Immobilienfinanzierung so günstig wie schon lange nicht mehr. Derzeit befindet sich die Eurozone in eine Tiefzinsphase. Damit ist die Immobilienfinanzierung teilweise günstiger als Miete. Bereits heute bieten viele Immobilienfinanzierer Zinssätze deutlich unter 5,00% p.a. an – und dies sogar für Vollfinanzierungen. Bei einem entsprechenden Einsatz von Eigenmitteln reduziert sich der Nominalzinssatz noch mal deutlich. Dies führt im Ergebnis zu einer monatlichen Belastung, die unter dem Durchschnitt der ortsüblichen Miete liegt. Die Chance sollte daher genutzt werden, um sich langfristig günstige Konditionen für die Immobilienfinanzierung zu sichern. Damit bekommt man eine langfristige finanzielle Sicherheit im Hinblick auf die Wohnungskosten. Auch beim steigenden Preisniveau profitiert man dabei von günstigen Zinssätzen. Während die Mietpreise steigen und jeder Mieter mit einer Mieterhöhung rechnen muss, hat ein Baufinanzierer eine konstante monatliche Belastung und damit eine feste Kalkulationsgrundlage. In einer eigenen Immobilie kann man durch den Einsatz der energieeffizienten Einrichtungen, wie Solarzellen oder moderne Heizungen, die immer steigenden Nebenkosten in den Griff bekommen. Dies ist ein Punkt, der auf keinen Fall unterschätzt werden soll. Nebenkosten sind zwischenzeitlich fast so hoch wie die Miete selbst. In einem Mietobjekt ist eine ineffiziente Heizungsanlage fatal für den Mieter, wenn der Eigentümer vorerst keine Notwendigkeit für eine Erneuerung sieht. Die Heizkosten werden zu 100% auf den Mieter umgelegt. Dagegen kann sich der Mieter auch nicht wehren. Ein Immobilienbesitzer kann dagegen selbst über den Energiezustand seines Objektes bestimmen. Damit lohnt sich eine günstige Immobilienfinanzierung doppelt- es ist damit möglich die Miete und die Nebenkosten zu sparen.
