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Ratgeber
Erdwärme – effiziente Energie aus der Tiefe
Die von Menschen genutzte Erdwärme, auch Geothermie genannt, ist die im für technische Systeme zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie zählt zu den regenerativen, zu den erneuerbaren Energien und kann sowohl direkt zum Heizen und Kühlen als auch indirekt zum Erzeugen von elektrischem Strom in einem Kraft-Wärme-Kopplungssystem genutzt
Erdwärmesysteme gehören zu den modernsten, effizientesten und nachhaltigsten Heiz- und Warmwassersystemen der Gegenwart. Das Prinzip beruht auf der physikalischen Umwandlung von Erdwärme in Heizwärme. Die Energieressourcen für diese Form der Wärmegewinnung sind hundertprozentig natürlichen Ursprungs und praktisch unerschöpflich: Sonnenlicht und Erdmasse. Der Energiebedarf im Eigenheimbereich beschränkt sich lediglich auf den Antriebsstrom der Wärmepumpen, die in ihren modernen Bausweisen wiederum so konzipiert sind, dass sie mit einem Minimum an Energie auskommen. Die Geothermie ist eine langfristig nutzbare Energiequelle. Mit den Vorräten, die in den oberen drei Kilometern der Erdkruste gespeichert sind, könnte im Prinzip, rechnerisch und theoretisch, der derzeitige weltweite Energiebedarf für über 100.000 Jahre gedeckt werden.
Creditweb belegt im Testfeld "Hausverkauf mit KfW Förderkredit" den ersten Platz
Der Baufinanzierungsvermittler Creditweb liegt bei Hauskäufen mit einem KfW Förderkredit mit deutlichem Abstand vorn. Das stellt FINANZtest in seiner Ausgabe 03/2008 fest. Creditweb bietet KfW-Darlehen günstiger als die KfW selbst an!
Die Nutzung von Geothermie wird in direkte Nutzung der Wärme zum Heizen und in die indirekte Nutzung der Wärme zu Umwandlung und Erzeugung von Strom in einem Geothermie-Kraftwerk unterschieden.
Für die Gewinnung von Heizwärme für Wohnobjekte – das Prinzip kommt auch bei Mehrfamilienhäusern zum Einsatz - wird die in der Erdkruste gespeicherte oberflächennahe Wärme „angezapft“, die überwiegend das Ergebnis der Sonneneinstrahlung ist. In den tieferen Schichten der Erde resultiert die Wärme auch aus dem Erdinneren. Allgemein gilt, dass die Wärme in der Erde mit zunehmender Tiefe steigt.
Weltweit werden aber auch verschiedene Möglichkeiten erforscht und erprobt, die tiefe Geothermie neben der Heizwärmegewinnung auch zur Stromerzeugung im größeren Maßstab – zum Beispiel durch spezielle Wärme-Kraft-Kopplungs-Kraftwerke oder andere Systeme für eine Fernwärmeversorgung von Energieversorgungsunternehmen - zu nutzen. Hierzu wird bis zu Tiefen von 4000 bis 6000 Metern vorgedrungen.
Das erste geothermische Kraftwerk in Deutschland wurde 2004 in Neustadt-Glewe, Mecklenburg-Vorpommern, als Erweiterung eines bisher geothermischen Heizwerks in Betrieb genommen. Die elektrische Leistung dieses Geothermie-Kraftwerks beträgt bis zu 230 kW. Dafür wird aus einer Tiefe von 2250 Metern etwa 97°C heißes Wasser gefördert und zur Strom- und Wärmeversorgung genutzt.
Erdwärmeförderung wird gefördert
Neben den Vorteilen für Umwelt und die künftige Heizkosten- und Warmwasserbilanz des Haushaltes, ist ein Erdwärmesystem auch als Investition äußerst attraktiv. Mit gezielten Förderprogrammen unterstützt der Staat die Integration fortschrittlicher und nachhaltiger Heizsysteme – zum Beispiel durch das Förderprogramm „Ökologisch Bauen“ der KfW-Förderbank, einer öffentlich rechtlichen Kreditanstalt, die bereits seit 1948 im Auftrag der Gesellschaft als Finanzierer privater und öffentlicher Bauvorhaben und anderer Projekte fungiert. Die KfW-Förderbank arbeitet bei privaten Bauvorhaben mit der Bank für die Baufinanzierung des Bauherrn zusammen. Weitere Informationen und Einzelheiten über die Voraussetzungen, Kriterien und Möglichkeiten des Förderprogramms „Ökologisch Bauen“ finden Sie auf dieser Website.
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Erdwärmesysteme sind nahezu überall einsetzbar
Bei einer Erdwärme-Heizung für Eigenheime werden der oder die Wärmekollektoren oder eine oder mehrere Erdsonden je nach Lage des Objektes und der Grundstückssituation vertikal oder horizontal in das Erdreich eingebracht.
Bei der horizontalen Variante wird die oberflächennahe Wärme der Erde in einigen Metern Tiefe genutzt. Für eine horizontale Verlegung eignet sich zum Beispiel der am Haus befindliche Garten.
Bei der vertikalen Variante müssen mitunter relativ tiefe Bohrungen erfolgen, um in das Erdreich vorzudringen – generell handelt es sich aber auch hierbei noch um oberflächennahe Wärmegewinnung.