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Ratgeber
Grünes Dach: Individuelle Optik und mehrfach nützlich
Dachbegrünung ist eine Form der Bauwerksbegrünung und zählt zum ökologischen Bauen. Dachbegrünungen liegen im Trend. Was bei öffentlichen und Industriebauten bereits sehr häufig angewendet wird, setzt sich nun auch in Wohngebieten bei privaten Bauherrn und Hauseigentümern durch – das grüne Dach als Zweitgarten. Gründächer verleihen jedem Haus eine besondere, individuelle Note. Vor allem Garagen- und Carport-Dächer eignen sich dafür, aber auch die Dächer von Anbauten oder Schräg und Flachdächer können bepflanzt werden.
Für Neubauten sollte die Begründung von Teilen des Daches bereits in der Architekturphase berücksichtigt werden. So kann das entstehende Haus mit seinem künftigen Biotop von Anfang an auf eine geschlossene, harmonische Gesamtoptik hin konzipiert werden und die spätere Begrünung auch gegebenenfalls schon in die Auswahl der Baustoffe und die Berechnung der Statik aufgenommen werden. Aus einer eher zweckmäßig geplanten Garage kann so eine wunderschöne, lebendige Terrasse werden.
Creditweb belegt im Testfeld "Hausverkauf mit KfW Förderkredit" den ersten Platz
Der Baufinanzierungsvermittler Creditweb liegt bei Hauskäufen mit einem KfW Förderkredit mit deutlichem Abstand vorn. Das stellt FINANZtest in seiner Ausgabe 03/2008 fest. Creditweb bietet KfW-Darlehen günstiger als die KfW selbst an!
Dachbegrünungen sind nicht nur schön anzusehen, sie erfüllen auch zusätzliche Schutzfunktionen gegen Witterungs- und Temperatureinflüsse, verbessern das Klima am und im Objekt, sie sind im Winter Wärmedämmung und sorgen im Sommer für natürliche Kühlung. Bepflanzungen säubern die Luft von Staub, sind Wasserrückhalt und vermindern dadurch die Abflussspitzen. Deshalb können sie auch auf die Abwasserkosten günstig auswirken.
Eine der bauphysikalisch wichtigsten Voraussetzungen für eine Begrünung ist die Dachneigung. Ideal und problemlos sind Dchneigungen bis zu 15 Prozent, da besondere bauliche Vorkehrungen gegen das Abrutschen des Substrates nicht erforderlich sind und auch keine Dränageschicht zur Vermeidung von Staunässe benötigt wird.
Um die unter der Dachbegrünung liegenden Bauteile dauerhaft vor Witterungseinflüssen zu schützen, ist eine das Wasser ableitende Schicht sowie ein Durchwurzelungsschutz erforderlich. Bitumenschichten könnten von verschiedenen Pflanzenarten durchwurzelt werden. Deshalb müssen zum Beispiel zusätzliche Kunststofffolien angebracht werden. PVC sollte aus ökologischer Sicht nicht verwendet werden, da PVC generell immer Giftstoffe abgibt – auch im Haushalt. Als reine Pflanzenschutzschicht eignen sich zum Beispiel spezielle PE-Folien.
In der Ökologie gelten Dachbegrünungen als Siedlungsbiotope, die lokalklimatisch und im Zusammenhang mit der Regenwasser-Bewirtschaftung vorteilhaft sind. Nach der Art des Bewuchses wird in so genannte extensive Dachbegründungen – bei einem Dünnschichtaufbau mit Substrat und trockenheitsverträglicher Vegetation – sowie in intensive Dachbegründungen, bei vollwertigem Bodenaufbau bis hin zu Baumbepflanzungen - unterschieden.
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Dächer sind für Pflanzen Extremstandorte. Die Gewächse sind oft einer hohen Windbelastung und Trockenheit ausgesetzt. Wenn die bauphysikalischen und ökologischen Vorteile einer Dachbegrünung ausgenutzt werden sollen, ist ein möglichst dichtes Vegetationsposter erforderlich. Dafür eignen sich vor allem extensive Mischungen aus Wildgräsern und Wildkräutern. Die erforderliche Substratstärke liegt dafür bei nur 12-15 cm. Sind aus Gewichtsgründen nur geringe Substratstärken möglich, können verschiedene Sedumarten oder Moose eingesetzt werden – mit Substratstärken zwischen 3 und 8cm. Einige Sedumarten sind besonders resistent und überleben auch auf einem zwischenzeitlich völlig ausgetrockneten Substratboden.
Die Begrünung von kleineren Flächen – etwa von Garagen oder Carports – ist für ambitionierte Heimwerker relativ problemlos. Der Handel bietet dafür bereits optimierte Begrünungspakete an.
Für größere Dachflächen empfehlen sich die Konsultation von spezialisierten Experten und die Ausführung durch entsprechend qualifizierter Fachbetriebe.
In Deutschland können Dachbegrünungen öffentlich gefördert werden - durch Direktzuschüsse, Festsetzungen in Bebauungsplänen oder indirekt, durch Aufteilung der Abwassergebühren.