30. August 2014
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B Baufinanzierung

Baufinanzierung

Für den Bau (auch Anbau oder Umbau, unter landläufig-sprachlichem Gebrauch auch für den Kauf) einer Immobilie wird in den meisten Fällen eine Baufinanzierung benötigt, da die Bauherrschaft (bzw. der Erwerber) nicht über das ausreichende Eigenkapital verfügt. Das fehlende Kapital wird von einem Darlehensgeber zur Verfügung gestellt, wofür dem Darlehensnehmer Zinsen berechnet werden. Im weitesten Sinne umfasst der Begriff Baufinanzierung auch schon die Ansparphase für das Eigenkapital und weitere Kapitalquellen (z.B. Förderungen, Zinsen auf Bausparguthaben etc.), da auch diese Mittel ja für das Immobilienprojekt verwendet werden.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird jedoch die Aufnahme eines Kredites (meist eines Annuitätendarlehens) darunter verstanden. Wenn die Entscheidung für eine Baufinanzierung generell feststeht, müssen die individuell passenden Angebote bei verschiedenen Kreditinstituten angefragt werden. Darlehensgeber bei privaten Baufinanzierungen sind insbesondere Banken, Sparkassen und Versicherungsgesellschaften. Bei gewerblichen Finanzierungen treten je nach Verwendungszweck auch Investmentgesellschaften, die öffentliche Hand oder private Kreditgeber auf. Eine Baufinanzierung bedeutet gerade bei privaten Projekten meist eine der größten wirtschaftlichen Herausforderungen im Leben des Kreditnehmers, weshalb eine gute Planung erfolgen sollte.

Die Konditionen für den notwendigen Vertrag richten sich neben den herrschenden Marktbedingungen nach der Darlehenshöhe (in Abhängigkeit von der Beleihungsgrenze des Objektes), der Laufzeit bzw. der Zinsbindungsfrist, dem Tilgungssatz und weiteren Merkmalen. Als Sicherheitsleistung muss eine erstrangige Grundschuld notariell im Grundbuch zu Gunsten des Kreditinstitutes eingetragen werden. Die vollständige Planung einer passenden Baufinanzierung ist verbunden mit der Erstellung einer genauen Analyse der Einkommens- und Vermögenssituation sowie möglichst allen zu erwartenden Kosten (inklusive Nebenkosten!). Um eine gute Rückzahlungsfähigkeit zu erreichen, empfehlen Experten einen Eigenkapitalanteil von mindestens 15 – 20 Prozent.