Immobilie als Kapitalanlage / Geldanlage - Optimal und sicher in Immobilien investieren 2
Wie bei jeder Kapitalanlage müssen allerdings auch bei Immobilienanlagen einige Dinge beachtet werden. Die beginnt bereits bei der Selektion des Objekts: Wo liegt die Immobilie? Ist ggf. eine zukünftige Verkehrswertminderung möglich z.B. bei infrastrukturellen Maßnahmen der Gemeinde? Sind besondere Bestimmungen zu beachten (z.B. bei Auslandsimmobilien, denkmalgeschützten Immobilien oder aufgrund regionaler Vorgaben)?
Soll die zu erwerbende oder neu zu erstellende Immobilie selbst genutzt werden oder ist diese nur zur Vermietung gedacht? Gibt es ggf. ortsabhängige Förderungen? Da das Thema sehr komplex ist, sollte man neben der Bildung eines eigenen Grundwissens unbedingt auch die Hilfe von unabhängigen Immobilienexperten in Anspruch nehmen. Der große Vorteil liegt dabei in der Vermeidung von Fehlern, die aufgrund nicht ausreichenden Wissens passieren können. Diese können zu unnötigen Kosten oder einem übermäßigen Verfall des Immobilienwertes führen und damit zum Verlust von Vermögen.
Hat man das richtige Objekt gefunden, gilt es hierfür die optimale Finanzierung zu suchen. Auch hier gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten, von der eigenkapitallosen Finanzierung über individuelle Sondertilgungsmöglichkeiten bis zu anpassbaren Tilgungssätzen. Für den Vergleich verschiedener Finanzierungsangebote sollte man stets die identischen Eckdaten bei der Anfrage verwenden, also Darlehenssumme, Zinsbindungsfrist, Tilgungssatz und ggf. gewünschte Sondertilgungen sollten immer identisch sein. Unter verschiedenen Voraussetzungen können Fördermittel bei der Darlehensbeantragung berücksichtigt werden z.B. wenn das Haus die Bedingungen für ein Energiesparhaus erfüllt oder wenn es unter Denkmalschutz steht. Förderbanken wie beispielsweise die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) stellen vergünstigte Darlehen bis zu bestimmten Höhen zur Verfügung, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Unter Umständen können Förder- und Bankdarlehen auch kombiniert werden.
Die Schuldzinsen, Erhaltungs- und Verwaltungskosten und die Abschreibungen auf eine vermietete Immobilie können als Werbungskosten auf die Mieteinnahmen angerechnet werden. Entstehen dabei Verluste aus Vermietung und Verpachtung, können diese steuermindernd auf das übrige Einkommen angerechnet werden. Ist die Immobilie später einmal vollständig abgezahlt, entstehen natürlich zusätzliche Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Im Idealfall sollten diese auf die Ruhestandszeit fallen, da dann weniger Steuern anfallen und der Lebensstandard im Alter zusätzlich gesichert werden kann. Als Kapitalanleger hat man die Wahl, ob man ein Objekt kauft (und ggf. saniert), neu erbaut oder sich gar über Immobilienfonds an größeren Objekten beteiligt. Im letzteren Fall muss man sich nicht selbst mit Bauträgern oder Handwerkerfirmen auseinandersetzen und kann auch kleinere Beträge investieren. Allerdings fallen dann für die Verwaltung und Instandhaltung Kosten für das Fondsmanagement an. Oft werden „Renditeobjekte“ auch bereits mit fertigem Finanzierungs- und Ertragsplan von Banken und Immobilienmaklern angeboten. Diese Angebote sollten niemals blind, sondern nur nach eigener oder zusätzlicher (unabhängiger) Prüfung angenommen werden.
Immobilien als Kapitalanlage sind also weiterhin ein sehr aktuelles Thema und können sich gerade für die langfristige, sichere Anlage (z.B. für die Altersvorsorge) sehr lohnen. Es gibt aber auch Themenbereiche in diesem Zusammenhang, die erst in den letzten Jahren aktuell geworden sind und neue Anlagechancen eröffnen, beispielsweise Pflegeimmobilien oder kommunale Fonds.
Die demographische Entwicklung macht eindrucksvoll deutlich, dass schon in relativ naher Zukunft der Bedarf an Pflegeplätzen enorm steigen wird. Eine Beteiligung an stationären Pflegezentren ist zudem durch staatliche Beteiligung an der Refinanzierung abgesichert. Die Gemeinden in Deutschland sind zum größten Teil hochverschuldet und die Situation scheint aktuell eher schlimmer als besser zu werden. Anleger können daher durch langfristige Beteiligungen an öffentlichen Gebäuden sichere Renditen erzielen.
Aber auch hier gilt – wie bei allen anderen Themen rund um das Thema Kapitalanlage in Immobilien: Eigenes Wissen erwerben und zusätzlich einen Fachmann – z.B. einen unabhängigen Finanzmakler – hinzuziehen! Nicht alle Punkte können durch eigenes Wissen optimal abgedeckt werden. Ein Fachmann, der die individuelle Situation des Anlegers kennt, kann aus einem sehr umfangreichen Pool aus Angeboten und Preisen die passendsten Offerten herausfiltern und den persönlichen Erfordernissen optimal anpassen. Nicht zuletzt erfordern die Schritte bis zur optimalen Immobilienanlage eine Menge Zeit – Zeit die nicht jeder neben Beruf und / oder Familie erübrigen kann.
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