Umschuldung von Hypothekenfinanzierungen
Baufinanzierung Umschuldung
In Zeiten niedriger Zinsen liebäugeln viele Baufinanzierer mit einer Umschuldung der bestehenden Immobilienkredite. Auf den ersten Blick ist dies auch durchaus sinnvoll. Bei einer Darlehenssumme von ca. 100.000 Euro und einer Zinsersparnis von 1,50% gegenüber der alten Finanzierung können bei einer Umschuldung sofort ca. 1.500 Euro gespart werden. Wenn man die Zinsersparnis in die neue Finanzierung in Form von laufender Tilgung (oder Sondertilgung) einsetzt, erhöht sich der Einspareffekt über die gesamte Laufzeit. Eine schnellere und vor allem höhere Tilgung sorgt für eine geringere Zinsbelastung auf Dauer.
Doch die Umschuldung von Hypothekenkrediten ist oft gar nicht so einfach. Die meisten Darlehen haben eine lange Festzinsbindung. Während dieser Zeit ist die Darlehensablösung nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung (» Vorfälligkeitsentschädigungsrechner) an die Bank möglich. Eine Bank kann diese verlangen – muss aber nicht. Wie hoch die Entschädigung ausfallen würde, kann man problemlos bei der darlehensführenden Bank erfahren.
Dann sollte genau verglichen werden, ob sich eine Ablösung tatsächlich lohnt. Dabei sollte die mögliche Zinsersparnis der Vorfälligkeitsentschädigung gegenübergestellt werden. Hinsichtlich der Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung lässt sich sagen, dass hier oft ein geringer Spielraum besteht. Aus Kulanzgründen verzichten manche Banken auf einen geringen Teil der Vorfälligkeitsentschädigung. Bei variabel verzinsten Darlehen ist dagegen eine Ablösung grundsätzlich jederzeit und in voller Höhe möglich.
Eine Ablösung von Darlehen mit Festzinsbindung ist kostenfrei zum Ablauf der Zinsfestschreibung möglich. Dies sollte bei Anschlussfinanzierungen berücksichtigt werden. Hier sollte die Möglichkeit einer Umschuldung auf jeden Fall geprüft werden. Es besteht kein Zwang, den Konditionsvorschlag der bisherigen Bank anzunehmen. Vielmehr kann durch eine Umschuldung zu Gunsten eines zinsgünstigeren Darlehens bares Geld eingespart werden.
Nicht immer ist eine Umschuldung sinnvoll - Eine Umschuldung kann auf Nachteile mit sich bringen!
Drum pruefe, wer sich ewig bindet!
Nicht immer ist eine Umschuldung zu empfehlen, auch wenn diese so scheinbar einfach und erfolgsversprechend angepriesen wird. Der Bankberater sucht das Neugeschäft, das mit Umsatz und entsprechender Provision verbunden ist und daher werden leider oft alle Möglichkeiten in betracht gezogen, um dieses neue Geschäft auf Teufel komm raus zu generieren. Darunter kann beispielsweise ein Abschluss eines Neuvertrags mit einer längeren Laufzeit fallen, bei dem alle vorhandenen Kredite zusammengefasst werden. Auf den ersten Blick ist die monatliche Rate zwar niedriger, jedoch nimmt die Schuldenhöhe zu, da der Neuvertrag auf eine höhere Gesamtsumme hinausläuft und eventuelle Bearbeitungsgebühren zusätzlich zutragen kommen können. Das verteuert das Darlehen erheblich und verlängert die Rückführung der Immobilienfinanzierung. Und nicht alle Altverträge können einfach mal abgelöst werden. Außerdem besteht die Gefahr der Überschuldung durch eventuelle weitere Neuverträge!
Immokredit24 Tipp!
Nehmen Sie sich die Zeit und versuchen Sie alle Zahlen selbst gegenüber zustellen und holen Sie sich ggf. eine zweite Meinung einer anderen Bank oder eines unserer Top-Baufinanzierungsexperten ein! Bei einer Beratung in der Bank muss der Berater lt. Gesetz klar und deutlich auf die möglichen Nachteile hinweisen, da die Bank sonst schadensersatzpflichtig wird. Nutzen Sie das Service-Angebot unserer unabhängigen Baufinanzierungspartner, die auf Immokredit24.com genannt werden.
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