Baufinanzierung Varianten - Fremdwährungsdarlehen

Baudarlehen in Japanischen Yen oder Schweizer Franken

Ein Fremdwährungsdarlehen ist eine gewöhnliche Baufinanzierung, nur mit dem Unterschied, dass die Auszahlung in einer fremden Währung und meistens auch durch eine ausländische Bank erfolgt. Wie auch bei jeder anderen Finanzierung hat das Fremdwährungsdarlehen seine Vor- und Nachteile.

Der Hintergrund beim Fremdwährungsdarlehen liegt darin, dass man sich durch die Inanspruchnahme eventueller Kurs- und Währungschancen finanzielle Vorteile verschaffen kann, indem der zurückzuzahlende Betrag geringer ist als der, den man im Inland aufbringen müßte. Dieser Vorteil entsteht aber nur dann, wenn die eigene Währung (EUR) stärker ist, als die Fremdwährung.

Bei einem Fremdwährungsdarlehen wird der Zins in der Regel zwischen 3 und 12 Monaten fest vereinbart. Danach erfolgt eine neue Zinsvereinbarung! Sollte sich zum Zinsverlängerungstermin die Währung negativ verändert haben, haben Sie die Möglichkeit das Darlehen in eine andere Währung umzutauschen und die Währungsgewinne mitzunehmen.

Welche Währungen sind z. Z. interessant und warum?

Baudarlehen in Japanischen Yen oder Schweizer Franken.

Yen Darlehen

Ein Baudarlehen in Japanischen Yen ist deshalb interessant, da die Darlehenszinsen derzeit bei 1,29% nom. Zins liegen und daher im Vergleich zu Inlandsangeboten unschlagbar sind. Außerdem befindet sich der Kurs des Yen in einem historischen Tief und wird im Vergleich zum EURO relativ niedrig bewertet. Sollte aber der Kurs des Yen wieder steigen, was in der Regel nach jedem Tief irgendwann wieder passiert, wäre eine erhöhte Schuld die Folge.

Schweizer Franken Darlehen

Bei einem Schweizer Franken Darlehen liegt der nom. Zins bei 3,29% und damit noch weit unter den innländischen Konditionen. Schweizer Franken liegen momentan im Wert verglichen mit dem Euro sehr gering und es gibt natürlich Chancen, das der Wert gleich bleibt oder sogar noch weiter fällt.

Yen oder Franken?

Verglichen mit dem Japanischen Yen, ist der Schweizer Franken doch eher eine stabile Währung und nicht der extremen unsicheren währungspolitischen Lage sowie starker Schwankungen der Währungskurse, wie der Yen, ausgesetzt. Dennoch bleibt immer ein Restrisiko, egal für welche Variante man sich auch entscheidet, das einzuschätzen gilt!

Vorteile

Ist die eigene Währung (EUR) stärker und fällt vielleicht noch der Wert der ausländischen Währung gegenüber der eigenen während der Kreditlaufzeit, zahlt man um einiges weniger zurück.

Oft liegt der Darlehenszins in anderen Ländern, wie z. B. Japan oder der Schweiz niedriger als in Deutschland.

Nachteile

Ein bißchen Mut zum Risiko gehört natürlich dazu, denn wenn die Fremdwährung im Vergleich zum EURO steigt, vergrößert sich automatisch die Darlehensschuld und man muß mehr zurückzahlen.

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