Auslandsimmobilie in Österreich - Immobilienkauf und Finanzierung

Finanzierung Ferienhaus bzw. Ferienwohnung

Österreich mit seinen gut 8,3 Millionen Einwohnern eignet sich gerade für Deutsche schon wegen der Sprache ideal für einen Urlaub oder auch für die alternative Immobilien- und Arbeitssuche. Dabei ist Österreich nicht nur als klassisches Wintersportland interessant. Auch viele landschaftliche Reize für Naturliebhaber, Radfahrer und Wanderer werden geboten - genauso wie eine wunderschöne Gebirgswelt einfach nur für die Entspannung vom Alltag.

Österreich besteht aus insgesamt neun Bundesländern und dabei zu über 60% aus Berggebieten, weshalb es oft auch liebevoll die "Alpenrepublik" genannt wird. Durch die räumliche Nähe zu Deutschland und anderen zentraleuropäischen Staaten nimmt es eine Schlüsselposition für Reisende und Logistikdienstleister ein. Es wird prognostiziert, dass die Bevölkerungszahl insbesondere durch Zuwanderung bis zum Jahr 2050 auf bis zu 9,5 Millionen anwachsen dürfte.

Regierungsform und geographische Lage

Die Republik Österreich ist ein parlamentarisch-demokratischer Bundesstaat mit dem vom Volk gewählten Bundespräsidenten als Staatsoberhaupt. Dieser ernennt den Bundeskanzler, welcher die Regierung vorschlägt. Nach der offiziellen Ernennung dieser Regierung (wiederum durch den Bundespräsidenten) steht der Bundeskanzler der Regierung vor. Die Legislative bildet ein 2-Kammer-Parlament, bestehend aus dem Nationalrat (welcher direkt vom Volk gewählt wird) und Bundesrat (welcher durch die Landtage je nach Zahl der Einwohner besetzt wird). Die Rechtsgrundlage für das gesamte Regierungssystem ist die recht komplexe Bundesverfassung, die nur mit einer Mehrheit von mind. 2 Dritteln der Mitglieder des Nationalrats modifiziert werden kann.

Österreich ist nur etwa 84000 km² groß, dabei etwa doppelt so groß in der Breite (Ost-West-Ausdehnung) wie in der Höhe (Nord-Süd-Ausdehnung). Große Ebenen erstrecken sich rund um die Hauptstadt Wien, in der Steiermark und ganz generell im Osten im Alpenvorland. Durch die erklärte immerwährende Neutralität im Falle von kriegerischen Auseinandersetzungen soll die sehr zentrale Lage in Mitteleuropa vorwiegend touristischen und wirtschaftlichen Erwägungen dienlich sein. Die Attraktivität erhöht sich noch durch die moderne und schnelle Anbindung sämtlicher Verkehrswege an die europäischen Nachbarn Schweiz, Liechtenstein, Italien, Slowakei, Slowenien, Deutschland, Tschechien und Ungarn. Als Amtssprachen sind neben Deutsch generell auch (regional unterschiedlich) Ungarisch, Slowenisch und Kroatisch anerkannt.

Wirtschaft und Verkehrswege

Land- und Forstwirtschaft bilden eine große Säule in der Wirtschaft Österreichs. Ca. 80-90% der Staatsfläche werden entsprechend genutzt, wobei sich der österreichische Wein als der Exportschlager Nummer 1 entpuppt hat. Daneben wird insbesondere Holz für die Papierindustrie hauptsächlich nach Südeuropa exportiert. Auch als Finanzmarkt spielt Österreich in Europa eine tragende Rolle. Insbesondere finanzkräftige Engagements in Osteuropa kommen hier zum Tragen - ein damit einhergehendes erhöhtes Kreditausfallrisiko wird gerade in jüngster Zeit wieder sehr eingehend diskutiert. Neben diesen wirtschaftlichen Pfeilern spielen Industrie (insbesondere Metall- und technische Industrie), Handel (hier insbesondere die Konzerne REWE und SPAR, die allein über 50% Marktanteil besitzen), Tourismus und mit den o.a. Segmenten zusammenhängende Dienstleistungen eine große Rolle. Flug-, Straßen- und Schienenwege sind entsprechend der Alpenrandlage zur Befriedigung der vielen inländischen und ausländischen (im Sinne eines zentraleuropäischen Zubringers) Verkehrsnotwendigkeiten ausgelegt. Geprägt sind daher insbesondere Schienen- und Straßenwege von zahlreichen Brücken und Tunneln. Wien Schwechat ist ein Flughafen mit übergeordneter europäischer Bedeutung. Entlang der Donau besteht ebenfalls reger Schifffahrtsverkehr einerseits zu touristischen Zwecken andererseits aber auch für Schüttgüter.

Besonderheiten

Das Steuersystem in Österreich ist sehr attraktiv und verbilligt insbesondere für Deutsche mit Hauptwohnsitz in Österreich das Leben merklich. Wer dann nur noch für den Job ins benachbarte Deutschland (und dies insbesondere in nahegelegene Gebiete wie beispielsweise Bayern) pendelt, profitiert finanziell. Dies setzt jedoch die intensive und detaillierte Informationseinholung voraus, denn die Bestimmungen in den österreichischen Bundesländern sind alles andere als einheitlich. Grundsätzlich ist der Erwerb von großen Anlagegütern wie z.B. Häuser oder Fahrzeugen in Österreich teils deutlich billiger als in Deutschland - und dies nicht nur durch die niedrigere Steuer. Es lohnt also das nähere Hinschauen. Unter bestimmten Voraussetzungen können so finanzielle Vorteile mit dem angenehmen Leben in einem fantastischen Urlaubsland kombiniert werden.

Immobilienkauf und Finanzierung in Österreich

Ein Immobilienerwerb in Österreich ist grundsätzlich an die entsprechende Erlaubnis durch die Landesregierung des jeweiligen Bundeslandes geknüpft. Dies hat u.a. den Hintergrund, dass ein Ausverkauf für z.B. reine touristische Interessen vermieden werden soll. Wie in Deutschland ist das Eigentum rechtlich bindend übertragen, wenn die Eintragung im Grundbuchamt vorgenommen wurde. Die Grundsteuer für Eigentum an Grund und Boden in Österreich wird vom Einheitswert berechnet, der in Etwa bei 20% des jeweiligen Objekt-Verkehrswertes liegt. Es herrscht keine Maklerpflicht in Österreich - es ist aber zu empfehlen, die Dienste und das Know-How eines seriösen Maklers in Anspruch zu nehmen. Er kennt sich bestens mit den durchaus stark unterschiedlichen Preisgefügen und Vorbedingungen in den jeweiligen Bundesländern aus. Der Courtagesatz liegt bei etwa 7,2 % inkl. Steuer und wird zwischen Erwerber und Verkäufer aufgeteilt. Die Notarkosten liegen bei knapp unter 2% und weitere Nebenkosten sind in der Regel vergleichbar mit Nebenkosten, die auch in Deutschland anfallen würden. In Österreich bedarf es ebenso wie in Deutschland der Schriftform, um einen Immobilienkauf verbindlich abzuwickeln. In diesem Kaufvertrag sind (ebenfalls teilweise unterschiedlich je nach Bundesland) auch verschiedene Angaben (Mindestangaben) vorgeschrieben. Eine notarielle Beglaubigung ist ebenfalls notwendig.

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