Auslandsimmobilie in Norwegen Immobilienkauf und Finanzierung

Finanzierung Ferienhaus bzw. Ferienwohnung

Norwegen ist der westlichste Staat der Halbinsel Skandinavien und hat eine gemeinsame Grenze mit Russland, Schweden und Finnland. An der Nordseeseite liegen angrenzend die Wirtschaftsräume von Schottland und Dänemark. Fast 150.000 Inseln liegen um das Land herum und gehören zum Staatsgebiet. Die norwegische Landschaft mit ihren ausgedehnten Waldgebieten, beeindruckenden Fjorden, rauschenden Wasserfällen und vielen Gletschern raubt so manchem Touristen den Atem ob ihres Anblicks. Die sehr geringe Bevölkerungsdichte (ca. 15 Einwohner je km²) und die teils schroffe, karge Landschaft lassen oft ein Gefühl von landschaftlicher Weite ohne Grenzen aufkommen. Amtssprache ist Norwegisch, zusätzlich gibt es noch regionale Abwandlungen und weitere regionale Amtssprachen (z.B. Samisch oder Finnisch). Die Hauptstadt Oslo mit fast 600.000 Einwohnern auf nur 454 km² ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Norwegens. Sie ist Sitz zahlreicher Hochschulen und Landesverwaltungen und bietet zahlreiche bekannte Sehenswürdigkeiten, so beispielsweise auch die Skisprunganlage "Holmenkollen" oberhalb der Kernstadt.

Regierungsform und geographische Lage

Norwegen gilt als konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischem Regierungssystem. Das Staatsoberhaupt ist der König mit vor allem repräsentativen Aufgaben. Die politische Macht im Lande obliegt dem Parlament, dessen 169 Abgeordnete alle 4 Jahre vom Volke gewählt werden. Praktisch handelt es sich um ein Einkammerparlament, dem die kommunalen Selbstverwaltungsbehörden untergeordnet sind. Lokale Machtstrukturen haben in Norwegen große Tradition und werden deshalb zumindest theoretisch am Leben gehalten, faktisch jedoch ist Norwegen zentralstaatlich organisiert. Die Verfassung Norwegens von 1814 beinhaltet viele grundlegende Elemente der französischen Verfassung von 1791.

Die geographisch besondere Lage Norwegens bedingt eine extrem lange Küstenlinie zur Nordsee mit über 20.000 km. Fast die gesamte Fläche des Festlandes wird von den Skanden - einem riesigen Gebirgszug mit der höchsten Erhebung von ca. 2470 Metern über NN) - eingenommen. In Norwegen befindet sich der größte Festlandsgletscher Europas, der Jostedalsbreen. Die Küstenlinien sind geprägt von Fjorden. Naturnaher Urlaub ist in Norwegen ein lohnendes Erlebnis, ggf. kann dies kombiniert werden mit der Beobachtung nördlicher Naturerscheinungen wie der Mitternachtssonne und dem Nordlicht. Hinzu kommen 21 Nationalparks, die dem besonderen Schutz unberührter Gebiete dienen - so sind z.B. fast 18000 km² in Norwegen Süßwassergebiete.

Wirtschaft und Verkehrswege

Norwegen zählt zu den Ländern mit den höchsten Lebensstandards weltweit - nicht zuletzt aufgrund der massiven Erdölvorkommen (3% der Welterdölförderung). Zusätzlich werden insbesondere Fischprodukte aus Meeresfang und Aquakulturen exportiert - der wichtigste Handelspartner ist traditionell Deutschland. Zur Sicherung dauerhaften zukünftigen Wohlstands wurden und werden strategische Konzepte entwickelt, hier u.a. der sog. "Ölfonds", in welchem schon heute die Erträge aus dem Ölexport angelegt werden. Weitere bedeutende Industrien sind Schiffbau und Seeschifffahrt, Tourismus, Software sowie Medien und Telekommunikation. Die meisten großen Unternehmen Norwegens haben ihren Sitz in Oslo, so z.B. Orkla, Yara Intl. Oder auch DnB NOR. Importiert werden hauptsächlich Fahrzeuge und Maschinen, wobei 70% aller Importe aus Ländern der Europäischen Union kommen.

Am weitesten verbreitet schon allein aufgrund der geographischen Gegebenheiten ist der Schifffahrtsverkehr: Gut ausgebaut warten zahlreiche Häfen und kleinere Anleger auf Fracht- und Personenschiffe und -fähren. Besonders bekannt sind die Linienschiffe der Hurtig Ruten, die aus dem ehemaligen traditionellen Postschiffverkehr hervorgingen. Zu heutiger Zeit werden die alten Fahrwege entlang der norwegischen Westküste für Transporte und Touristenschiffe erneut befahren. Straßen- und Schienenwege sind aufgrund der schwierigen und bergigen Landfläche nicht ganz so dicht wie in den europäischen Nachbarländern. Norwegen hat gar den längsten Straßentunnel der Welt (24,5 km lang!) bauen müssen, um eine Verbindungsstraße zwischen den abgelegenen Regionen Aurland und Laerdal herzustellen. Flugverkehr gibt es in Norwegen ebenfalls rege. Neben dem großen internationalen Flughafen in Oslo gibt es weitere Flughäfen für Linien- und Privatverkehr, wobei besonders viele kleinere Orte mit kleinen ein- oder zweimotorigen Maschinen angeflogen werden können.

Besonderheiten

Norwegen ist bekannt für sein äußerst restriktiv kontrolliertes staatliches Alkoholmonopol. Die "magische" Grenze für den freien Verkauf liegt bei 4,8 Volumen-%. Alles, was mehr Alkoholgehalt besitzt, darf nur noch in den staatlichen "Vinmonopolet"-Geschäften zu vergleichsweise hohen Preisen verkauft werden. Bei Getränken mit weniger Alkoholgehalt entscheiden die jeweiligen Gemeinden über den Verkaufsort. Der Genuss von Alkohol in der Öffentlichkeit ist bei Strafe verboten. Diese Regelung ist durchaus - gerade in den skandinavischen Ländern - nicht außergewöhnlich, jedoch sind die Preise z.B. in Schweden für Alkoholika deutlich geringer, weshalb sich eine Art "Alkoholtourismus" entwickelt hat.

Immobilienkauf und Finanzierung in Norwegen

Der Kauf von Immobilien in Norwegen unterliegt einigen Besonderheiten hinsichtlich Mängelfeststellung und Ablauf. So ist es üblich, dass der Interessent ein schriftliches Kaufangebot abgibt, welches unter Angabe einer Gebotsfrist quasi den Status eines vorläufigen Kaufvertrages besitzt. Willigt der Verkäufer innerhalb dieser Frist ein, gilt das Geschäft als besiegelt und es wird eine Anzahlung (z.B. 10% fällig). Bevor ein solches Kaufangebot abgegeben wird, sollte sich der Interessent allerdings ausführlich über die Beschaffenheit der Immobilie informieren, am besten bei einem Besichtigungstermin zusammen mit einem Fachmann. Spätere Reklamationen, Rückabwicklungen oder Preisnachlässe sind nur sehr schwierig und unter strikten Voraussetzungen anbringbar. Üblicherweise werden Immobiliengeschäfte über einen Makler (eiendomsmegler) abgewickelt. Die Maklercourtage beträgt in der Regel zwischen 1,5 und 2,5 % der vertraglich vereinbarten Kaufsumme, oft gibt es Mindestcourtagebeträge.

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