Auslandsimmobilie in Italien - Immobilienkauf und Finanzierung

Finanzierung Ferienhaus bzw. Ferienwohnung

Italien mit seiner Hauptstadt Rom ist eines der Haupturlaubsziele der Deutschen. Bekannt sowohl für wunderschöne Strände und sonnige Flaniermeilen an der Riviera, aber auch für antike Kultur und reichhaltige Landschaften verzaubert Italien ebenso die Wintersportler: Die Alpenausläufer Italiens beheimaten die höchsten Erhebungen in ganz Europa. Der Mont Blanc beispielsweise mit einer Höhe von 4.810 m über NN oder auch der Gran Paradiso mit 4.061 m gehören dazu. So bekannte und beliebte Wintersportgebiete wie das Trentino oder die Lombardei ziehen jährlich tausende Touristen an. Zu Italien gehören auch die Mittelmeerinseln Sardinien und Sizilien sowie einige weitere kleinere Inseln. Sehr bekannt sind ebenfalls die Vulkane Ätna, Vesuv und Stromboli. In Italien leben etwas mehr als 60 Millionen Menschen, allein in Rom davon ca. 4 Millionen. Neben der offiziellen Amtssprache Italienisch wird (regional unterschiedlich) auch Französisch, Deutsch, Ladinisch sowie Slowenisch gesprochen.

Regierungsform und geographische Lage

Italien ist eine parlamentarische Republik mit dem Präsidenten der Republik als Oberhaupt, dessen eigentliche Aufgaben in Repräsentation, Beteiligung an der Regierungsbildung (und dessen Auflösung) sowie in der Führungsperson als Oberbefehlshaber der Streitkräfte liegen. Das Zwei-Kammer-Parlament (Senat und Abgeordnetenkammer als gleichberechtigte Kammern) wird alle 5 Jahre gewählt und bildet die Legislative. Die Exekutive stellt der Ministerrat dar, mit dessen Vorsitzendem, dem Präsident des Ministerrates. Der Präsident der Republik (Staatspräsident) hat die Befugnis, verdiente Persönlichkeiten als Senatoren auf Lebenszeit in den Senat zu bestellen.Die berühmte "Stiefelform" der italienischen Halbinsel ist markant auf allen geographischen Darstellungen Europas. Durch die trotz Halbinselstatus sehr zentrale Lage in Südeuropa mit den Nachbarländern Schweiz, Österreich, Frankreich, Slowenien und den Enklaven San Marino und Vatikanstadt (welcher der kleinste anerkannte Staat der Welt ist und innerhalb des Stadtgebietes von Rom situiert ist) ist Italien sowohl Durchgangs- als auch leicht zu erreichendes Urlaub- und Arbeitsland. Die Mittelmeerküsten, der Gardasee sowie die zugehörigen Inseln Sardinien und Sizilien haben mediterranes Klima, in den norditalienischen Berglandschaften hingegen herrscht ein raues eher unwirtliches Klima. In starken Wintern sind diese Gebiete oft unpassierbar. Als geologische Besonderheiten gelten die immer noch vorherrschenden vulkanischen und tektonischen Aktivitäten, die oft zu Erdbeben führen.

Wirtschaft und Verkehrswege

Große Industriebetriebe befinden sich vorwiegend in Nord- und Mittelitalien, hier insbesondere Eisen- und Stahlwerke, chemische Industrie sowie Papier-, Textil- und Automobilindustrie. Bodenschätze finden sich recht vielfältig: Schwefel, Kohle, Eisen, Zink, Blei, Erdgas u.a. Als wichtigste Exportpartner gelten Deutschland und Frankreich vor den USA. Neben diesen bedeutenden Industriezweigen sind der Tourismus und die Landwirtschaft die einflussreichsten Faktoren im Land. Besonders der Anbau von Weizen, Reis, Oliven, Mais und Südfrüchten sind neben Viehzucht und Fischerei die Hauptertragsquellen in der italienischen Wirtschaft. Über 50% der Landfläche Italiens werden für die Agrarwirtschaft genutzt. Viele berühmte Produkte sind auch in Deutschland nahezu jedem bekannt: Gorgonzola-Käse, Parmesan oder italienische Rotweine zum Beispiel. Der Straßenverkehr ist größtenteils privatisiert und daher mautpflichtig aber auch gut ausgebaut. Der Schienenverkehr hingegen befindet sich bis auf wenige Ausnahmen noch in staatlicher Hand und ist im Vergleich zu Rest-Europa sehr preisgünstig. Bedingt durch die Lage am Mittelmeer spielen auch Schifffahrt und Flugverkehr eine große Rolle. Die beiden größten Flughäfen mit internationaler Bedeutung befinden sich in Rom (Fiumicino) und Mailand (Malpensa).

Besonderheiten

Ein großes Problem in Italien ist das sog. "Nord-Süd-Gefälle". Im Süden gibt es eine fast 3mal so hohe Arbeitslosenquote, was zu einer entsprechenden Ausprägung von Kriminalität (Stichwort: Mafia) führt. Die hohe Staatsverschuldung erstickt immer wieder die Hoffnung auf eine schnelle und nachhaltige wirtschaftliche Belebung. Viele große ehemalige Staats-Unternehmen (beispielsweise aus den Bereichen Telekommunikation oder Elektronik) wurden erst vor relativ kurzer Zeit privatisiert und konnten so noch nicht den erhofften wirtschaftlichen Beitrag leisten. Der starke Einfluss der kriminellen Vereinigungen in Italien rührt von deren geschäftlichen Verbindungen (auch international) her, der den Zugang zu öffentlichen Geldern ermöglicht und so einen Kreislauf von Machtressourcen anstößt.

Immobilienkauf und Finanzierung in Italien

Die Beratung durch einen fach- und ortskundigen Rechtsanwalt kann jedem Interessierten nur dringend angeraten werden. Es gibt in der Gestaltung und in den rechtlichen Voraussetzungen für Immobiliengeschäfte in Italien prägnante regionale Unterschiede. Problematisch (insbesondere für Nicht-Fachkundige) kann auch die Beurteilung des örtlichen Preisniveaus sowie der Qualität der Bausubstanz im Einzelfall sein. Eine Immobilie zu Wohnzecken muss eine dementsprechende Zulassung besitzen und es dürfen keine Formfehler bei der Eigentumsübertragung unterlaufen, da dies zur Annullierung führen kann. Ein verbindlicher Vertrag in Italien ist bereits der "Compromesso" oder Vorvertrag, weshalb hierin auch alle wichtigen Punkte detailgetreu widergegeben sein sollten. Werden später nicht alle Verpflichtungen eingehalten oder der Kauf doch nicht vollzogen, ist meist die Anzahlung verloren. Die Eigentumsübertragung selbst vollzieht sich durch Eintragung ins italienische Kataster, welche von einem Notar vorgenommen werden muss. Per Gesetz müssen bei Immobilienkäufen von Ausländern zwei Zeugen bei der notariellen Unterzeichnung des Vertrages anwesend sein. Der Kaufpreis muss bereits beim Notar entrichtet werden, eine Auflassung wie in Deutschland ist in Italien unbekannt. Die Grundsteuer (ca. 8 bis 10%) in Italien ist abhängig vom Nutzungszweck und dem notariell ermittelten Steuerwert des Objektes.

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