Auslandsimmobilie in Frankreich - Immobilienkauf und Finanzierung
Finanzierung Ferienhaus bzw. Ferienwohnung
Frankreich ist bekannt für seine Lebensart, sowie guten Wein und gutes Essen. Auch als Urlaubsland mit so bekannten Regionen wie der Côte d'Azur, Paris, dem Elsass, der Provence oder Korsika hat es viele ausländische Liebhaber gefunden.
Prägend für die Landschaft sind Ebenen und Hügelszenarien mit Ausnahme der Pyrenäen im Grenzgebiet zu Spanien, dem Massif Central in Süd-/Ostfrankreich sowie den Alpen und Vogesen im Osten. Hier liegt auch die höchste Erhebung, der Mont Blanc mit ca. 4800 Meter. Die Hauptstadt Paris zählt mit ihren ca. 12 Millionen Einwohnern zu den wichtigsten europäischen Großstädten, neben Marseille, Lyon und Toulouse.
Regierungsform und geographische Lage
Die vorwiegend katholische Bevölkerung der Französischen Republik wählt alle fünf Jahre einen Präsident als Staatsoberhaupt. Dieser ernennt den Premierminister, welcher die Führung des Regierungskabinetts übernimmt, was in dieser Form zu einer Exekutivbeteiligung von Regierung und Präsident führt. Die Legislative bildet das Parlament, bestehend aus Nationalversammlung und Senat. Die Nationalversammlung wiederum wird durch die Wahlbeteiligung des Volkes und der Senat über Département-Räte sowie verschiedene andere gewählte Ratspersonen ernannt bzw. entsendet.
Geographisch hat Frankreich viele Nachbarn: U.a. Belgien, Luxemburg, Deutschland, Italien, Spanien und Andorra. Auch die Nordsee, der Atlantische Ozean und der Ärmelkanal grenzen direkt an Frankreich an. Weiterhin gehören auch Überseeterritorien wie z.B. das karibische Saint-Martin, Französisch-Guayana in Südamerika, sowie weitere Territorien in der Antarktis, im Indischen und Pazifischen Ozean (Ozeanien). Die Amtssprache Französisch wird nicht nur als alleinige Sprache zur Verständigung in Frankreich, sondern auch als Träger der französischen Kultur verstanden und dementsprechend auch per Gesetz gefördert. So müssen beispielsweise Rundfunk- und Fernsehsender einen bestimmten Anteil Ihrer Sendungen mit französischsprachiger Kunst (Musik etc.) ausstrahlen. Es gibt viele Regionalsprachen (sehr bekannt sind davon z.B. Katalanisch, Bretonisch oder Baskisch), die jedoch aufgrund der sogar verfassungsmäßig vorgeschriebenen "Alleinherrschaft" des Hochfranzösisch unterzugehen drohen.
Wirtschaft und Verkehrswege
Hauptsächliche Wirtschaftsträger sind die hochentwickelten Industriezweige Fahrzeug- und Flugzeugbau, Textil und Maschinenbau, die pharmazeutische Industrie sowie die Kernkraftwerke und die Tourismusbranche. Daneben sind Anbau von Getreide und Wein, Viehzucht sowie der Abbau von Bodenschätzen wie Erdöl, Bauxit, Eisenerz und Erdgas von größerer Bedeutung. Es gibt seit 1970 den SMIC, der (jährlich angepasst) den Angestellten einen Mindestlohn sichert. Straßen- und Luftverkehr sind modern und gut ausgebaut und besitzen eine starke Zentralisierung in Richtung der Hauptstadt Paris. Der Schienenverkehr wurde im Jahre 2003 privatisiert, jedoch bildet die staatliche Linie SNCF noch immer die meisten und schnellsten Verbindungen ab. Insbesondere bekannt sind der Thalys bzw. der TGV als international agierende Hochgeschwindigkeitszüge. Auch der Schiffsverkehr spielt in Frankreich eine große Rolle: Traditionell wurden zu Handels- und Kriegszwecken schon immer Binnenschifffahrt und Wasserstrassen ausgebaut und modernisiert, heute wird diese existierende Infrastruktur hauptsächlich zu Zwecken des Gütertransports und der touristischen Personenschifffahrt genutzt.
Besonderheiten
Die Wirtschaftsentwicklung in Frankreich hat eine lange Tradition und entstammt ursprünglich dem sog. Merkantilismus. Prägend hierfür sind starke staatliche Eingriffe, so dass man in Frankreich von einer gelenkten Volkswirtschaft sprechen kann. Trotz zunehmender Tendenz zur Deregulierung ist Frankreich innerhalb des EU-Staatenverbundes noch immer ein Kandidat mit relativ hoher staatlicher Kontrolle mit dem wichtigsten Handelspartner Deutschland als wirtschaftlich unterstützende Kraft. Auch die Mentalität der Franzosen bedarf einer besonderen Erwähnung: Franzosen werden hierzulande oft als langsam und "Anti-Deutsch" vorverurteilt. Franzosen lieben die Gemeinsamkeit, sind grundsätzlich von einer offenherzigen Verständlichkeit und zu Recht stolz auf Ihre Kultur. Eigentum an sich hat in Frankreich weniger Stellenwert im Allgemeinverständnis als in Deutschland. In ländlichen Gebieten ist teilweise üblich, sein Auto und sein Haus unverschlossen zu lassen. Das Essen dient nicht nur zur reinen Nahrungsaufnahme sondern vor Allem zur Kommunikation und als gesellschaftlich-sozialer Aspekt. Schon im Schulalter werden die Kinder hierauf eingestellt: In französischen Schulen ist es üblich, das Mittagessen im Gemeinschaftsverbund einzunehmen.
Immobilienkauf und Finanzierung in Frankreich
Besonders beliebt (aber auch besonders teuer) sind verständlicherweise Immobilien in den Küsten- und Ferienregionen, z.B. an der Côte d'Azur oder der Champagne. Immobilienangebote gibt es reichlich, am Einfachsten können diese im Internet oder auch in französischen Zeitungen ersehen werden. Über einen ortsansässigen Makler können auch Begehungen vereinbart werden. Allerdings sind die üblichen Maklerkosten meist höher als in Deutschland, normalerweise liegen diese bei etwa 7 bis 8 %. Vorsicht ist ebenfalls geboten, wenn man selbst kein Fachmann ist: Die oft älteren, majestätischen Bauten mit vergleichsweise günstigen Preisen bedürfen meist umfangreicher Sanierungen, die es natürlich einzukalkulieren gilt. Vorverträge bedürfen üblicherweise einer 10%-igen Anzahlung, der Kauf selbst unterliegt der Erwerbssteuer (ca. 5%) nebst Notarkosten (ca. 3%). Ähnlich wie in Deutschland der Kauf von Gebrauchtfahrzeugen von Privat, unterliegt der Immobilienkauf in Frankreich der Klausel "Gekauft wie gesehen". Spätere Reklamationen etwaiger übersehener Mängel bedeuten nicht, dass der Käufer vom Vertrag zurücktreten darf. Ein Art Gewinnsteuer ("Plus Value") für Immobilienspekulationen muss beachtet werden, wenn die Immobilie innerhalb von 20 Jahren ge- und wieder verkauft wird. Besondere Bestimmungen gelten in Frankreich bzgl. des Erbrechts, weshalb im Regelfall ein Testament mit entsprechender Verteilung des Immobilienwertes im Todesfall aufgesetzt werden muss. Auskünfte hierüber erteilen die Notare in Frankreich.














