Leitfaden und Checkliste für den für den Vergleich und die Bewertung von Angeboten
Kompakt: Das wichtigste Wissen
Zinsen und Zinsbindung
Der Effektivzins informiert über die tatsächlichen Kosten die das Darlehen für den Kreditnehmer verursachen. Er ist im übertragenen Sinne der Preis des Kredites. Neben dem Nominalzins berücksichtigt er alle Bearbeitungsgebühren, den Disagio, Zins- und Tilgungsverrechnung sowie unter Umständen anfallende Vermittlungsprovisionen. Der Da der Effektivzins alle Faktoren berücksichtigt und einrechnet, gilt er als bester Indikator und Maßstab, um Kreditangebote mit gleicher Zinsbindung sinnvoll und effektiv zu vergleichen.
Der Nominalzins ist der Zinssatz, mit dem die Nominalbetrag, also die gesamtschuld, verzinst wird – im Gegensatz zum Effektivzins, der auch die Nebenkosten berücksichtigt und deshalb immer höher als der Nominalzins ausfällt.
Die Zinsbindung benennt die Zeitspanne, in der der vereinbarte Zinssatz gültig ist. Nach Ablauf dieses Zeitraumes, wird der Zinssatz in der Regel neu verhandelt und festgeschrieben.
Die Bereitstellungszinsen werden von der Bank erhoben, wenn der bereits bereitgestellte Kreditbetrag vom Kunden noch nicht abgerufen wurde. Gewöhnlich werden Bereitstellungszinsen ab dem dritten Monat nach Bereitstellung erhoben. Sie btragen üblicherweise 0,25 Prozent pro Monat, drei Prozent jährlich, auf den noch nicht ausgezahlten Anteil der gesamten Kreditsumme.