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Zinskommentar vom 11.12.2009: Griechenland macht Sorgen

Diese Woche hielten sich die guten und die schlechten Nachrichten für die Zinsmärkte die Waage. Zwar haben die überraschend guten Arbeitsmarktzahlen in den USA letzte Woche den Konjunkturoptimisten neue Argumente für den Verkauf von Anleihen gegeben, die Zweifel an der mittelfristigen Zahlungsfähigkeit Griechenlands haben aber risikoscheue Anleger im Gegenzug schon wieder zum Kauf von sicheren Bundesanleihen bewegt. In diesem Sinne war die vergangene Woche exemplarisch für die hohe Verunsicherung der Investoren. Ja, die Wirtschaft hat sich vom großen Schock wieder etwas erholt, aber die Nachwehen werden überall sichtbar. Gerade bei schwachen Ländern führen die hohen Budgetdefizite – durch wegbrechende Steuereinnahmen und gleichzeitig drastisch steigende Ausgaben – zu einer beschleunigten Zuspitzung der Lage bei den Staatsfinanzen. Griechenland gibt z.B. schon jetzt fast ein Drittel seiner jährlichen Steuereinnahmen nur für Zinszahlungen aus. Dazu kommen angekündigte große Defizite in den nächsten zwei Jahren – und das alles vor dem Hintergrund historisch tiefer Zinsen. Kein Wunder also, dass Investoren Staatstitel aus Deutschland oder Frankreich bevorzugen. Die unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Euro-Mitgliedsländer wird die EZB und die Euro-Finanzminister jedenfalls in den nächsten Monaten zunehmend beschäftigen. Es spricht viel dafür, dass die langfristigen Kapitalmarktzinsen daher schwankungsanfällig bleiben und jederzeit größere kurzfristige Ausschläge auftreten können. Wir sehen diese Schwankungen aber viel stärker nach oben als nach unten.

Für Baugeldkunden hat diese Verunsicherung an den Märkten eine gute Seite: Derzeit sind die Konditionen am Zinsmarkt noch günstig und ermöglichen daher eine Absicherung der Zinsen auf lange Frist. Die meisten Finanzierungen laufen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Deshalb ist es natürlich mit Risiken verbunden, zu kurze Laufzeiten zu wählen. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen für die nächsten fünf oder gar zehn Jahre zu machen. Daher ist auch das tatsächliche Prolongationsrisiko bei einer Baufinanzierung nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen: Die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten gehören zu den tiefsten der letzten 50 Jahre. Die Wahrscheinlichkeit, dass in fünf oder zehn Jahren neue Zinssätze deutlich höher liegen, ist somit sehr groß. Dieses Risiko sollten daher gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen und mit langen Zinsbindungen heute schon die monatlichen Belastungen aus ihrem Darlehen festzurren. Und mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten und mit dem optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen. Das Ziel sollte immer eine möglichst rasche Entschuldung sein. Dafür sollten Bauherren und Käufer bei der Erarbeitung des richtigen Finanzierungskonzeptes Sorge tragen. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 100 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz 
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

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* Robert Haselsteiner ist Gründer und Vorstand der INTERHYP AG. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Investment Banking - unter anderem im Fixed Income Bereich - bei Salomon Brothers und Goldman Sachs.

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