Das Kombidarlehen: Elegant vereinte Kreditformen

Freitag, 16. März 2012

Das Kombidarlehen vereint das klassische Annuitätendarlehen mit festgeschriebenem Zinssatz und ein variables Darlehen mit flexibel gestalteten Zinsrahmen. Vor Darlehensaufnahme wird zu diesem Zweck die benötigte Darlehenssumme in zwei Teile gesplittet: Ein (längerfristiger) Darlehensteil mit festgeschriebenem Zinssatz über die vereinbarte Laufzeit (= annuitätischer Teil) und ein (kurzfristiger) Darlehensteil mit variablem Zinssatz (wird in regelmäßigem Turnus an die Marktgegebenheiten angepasst). Der Vorteil für den Kreditnehmer liegt in der Möglichkeit, durch die günstigeren Konditionen des variablen Teiles Zinskosten zu sparen und langfristig trotzdem eine hohe Planungssicherheit zu gewährleisten.

Steigen die variablen Zinsen, kann das variable Teildarlehen durch Sondertilgungen zurückgeführt werden, um erhöhten Zinsbelastungen zu entgehen. Es empfiehlt sich daher, vor Abschluss eines Kombidarlehens zu prüfen, ob im ungünstigsten Fall (= bei stark anziehenden Marktzinsen) den variablen Teil schnell tilgen zu können, um zu hohen Zinsbelastungen zu entgehen. Ratsam ist die Aufteilung der Darlehensteile zu ca. 2/3 als langfristiges Annuitätendarlehen mit festem Zins und ca. 1/3 als variabler Darlehensteil – dies kann natürlich je nach persönlicher Einkommens- und Vermögenslage modifiziert werden. Nicht ratsam ist der Abschluss eines Kombidarlehens für Darlehensnehmer, die ausschließlich die notwendigen Raten für eine Immobilienfinanzierung mit fixiertem Zins aufbringen können, da im Falle von Zinssteigerungen dann die Zusatzbelastung aus dem variablen Darlehensteil zu Rückzahlungsproblemen führen würde.

Aktuelle Tagesgeldangebote im Vergleich

Freitag, 23. April 2010

Die Auswahl an Tagegeldkonten ist groß. Für Verbraucher ist es oftmals nur schwer, aus der Fülle der Angebote das passende Tagesgeldkonto herauszufiltern – ein Tagesgeldvergleich ist dann eine empfehlenswerte Unterstützung. Wo es im April die besten Konditionen gibt, erfahren Sie hier.

Die DAB Bank hat die Nase vorn

So kann insbesondere die DAB Bank derzeit auf ihr Tagesgeldangebot aufmerksam machen. Die Direktbank bietet aktuell 2,30 % Zinsen – und führt mit diesen Konditionen den Tagesgeldvergleich an. Der Zinssatz gilt für Anlagebeträge bis zu 15.000 Euro, und zwar garantiert bis zum 30.09.2010. Wer mehr anlegt, muss allerdings eine Minimalverzinsung von 0,5 % in Kauf nehmen.

Bank of Scotland: Gute Verzinsung und Neukundenbonus

Dem Spitzenanbieter folgt die Bank of Scotland, die derzeit mit einem Zinssatz von 2,10 % Kunden anlocken kann. Der große Vorteil: Hier gilt der Zinssatz für Anlagebeträge in unbegrenzter Höhe. Hinzu kommt außerdem ein Neukundenbonus in Höhe von 20 Euro, der bei Kontoeröffnungen bis zum 31.05.2010 in Anspruch genommen werden kann.

Mit comdirect zum kundenfreundlichen Anbieter mit starken Zinsen

Auch die comdirect Bank kann Kunden derzeit ein attraktives Tagesgeldkonto offerieren. So bietet die Tochter der Commerzbank ebenfalls 2,10 % Zinsen an – die zwar nur für Anlagebeträge bis zu 5.000 Euro gelten, dafür jedoch vierteljährlich gutgeschrieben werden. Die comdirect-Bank ist außerdem für ihren kompetenten Kundenservice bekannt, und stellt Kontoinhabern zudem eine kostenlose Kreditkarte und ein gebührenfreies Online-Depot zur Verfügung.

ING DiBa Extrakonto mit Zinsgarantie

Bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als „Deutschlands beliebteste Bank 2009“ (Finanzmagazin €URO), bietet auch die ING DiBa ein renditestarkes Tagesgeldkonto an. Dieses überzeugt durch 2,0 % Zinsen und einen Nekundenbonus in Höhe von 25 Euro. Hier ist der attraktive Zinssatz bis 31.08.2010 garantiert.

Es lohnt sich, die Tagesgeldkonten regelmäßig zu vergleichen, um die beste Rendite zu erzielen. Trotz des allgemein niedrigen Zinsniveaus lassen sich durchaus Angebote ausmachen, die mit überdurchschnittlichen Zinsen einhergehen.

Konstantdarlehen – Zinssicherheit für mehrere Jahre

Freitag, 16. April 2010

Der Begriff Konstantdarlehen resultiert aus der Tatsache, dass der Zinssatz und die damit verbundene monatliche Belastung über die gesamte Laufzeit konstant sind. Dies sorgt für ein hohes Maß an Sicherheit für Kreditnehmer, die damit eine feste Kalkulationsgrundlage haben. Bei einem Konstantdarlehen wird ein Bausparvertrag vorgeschaltet. In den ersten Jahren wird der Bausparvertrag angespart und gleichzeitig werden die Darlehenszinsen bezahlt. Aus diesen zwei Komponenten setzt sich auch die Darlehensrate zusammen. Das eigentliche Darlehenskapital wird dabei nicht getilgt. Der Bausparvertrag wird solange angespart bis dieser zuteilungsreif wird. Dies ist, je nach Bausparkasse, bei zwischen 40%-50% der Bausparsumme der Fall. Mit Zuteilungsreife wird die komplette Bausparsumme ausgezahlt. Die Bausparsumme setzt sich dabei aus dem ausgesparten Guthaben und dem Bauspardarlehen zusammen. Mit der Auszahlung der Bausparsumme wird das bestehende Bankdarlehen im Regelfall weitgehend abgelöst. Mit der künftigen Darlehensrate wird das Darlehen der Bausparkasse zurückgeführt. Dabei sind die Rate und der Zinssatz des Bauspardarlehens so auf einander abgestimmt, dass diese der Belastung aus dem alten abgelösten Darlehen entsprechen. Damit bleibt die monatliche Belastung über die gesamte Laufzeit dieses Modells konstant. Dabei handelt es sich um eine klassische Form des Konstantdarlehens. Als Konstantdarlehen werden zwischenzeitlich auch solche Darlehen bezeichnet, die einen Festzinssatz für die komplette Laufzeit haben. Dabei ist der Abschluss eines Bausparvertrages nicht erforderlich. Das Darlehen wird direkt von der Bank vergeben. Für die hohe Länge der Zinsfestschreibung verlangt die Bank einen entsprechenden Aufschlag. Konstantdarlehen sind ein gelungenes Instrument, um Zinsänderungsrisiken auszuschalten. Dabei ist der Abschluss eines Konstantdarlehens in Zeiten der Tiefzinsphasen äußerst attraktiv und rentabel. So besteht die Möglichkeit sehr günstige Zinsen für einen Zeitraum von über 30 Jahren abzusichern.

» siehe auch Konstantdarlehen – Vorteile und Nachteile

Volltilgerdarlehen – der schnelle Weg zur Entschuldung

Mittwoch, 15. April 2009

Ein Volltilgerdarlehen ist für Menschen konzipiert, die sich schnell entschulden möchten und dabei viel Wert auf kalkulatorische Sicherheit setzen. Dabei wird die Zinsbindungsdauer für die gesamte Darlehenslaufzeit festgeschrieben. Das Darlehen läuft dabei zwischen zehn und zwanzig Jahren. Mit Ablauf der Zinsfestbindung muss das Darlehen vollständig zurückgeführt worden sein. Damit ist die Möglichkeit gegeben, dass der Kreditnehmer den Zeitpunkt seiner Entschuldung selbst bestimmen kann, wobei der Zeitpunkt genau eingehalten werden muss. Verkürzungen oder Verlängerungen der Darlehenslaufzeit sind gemäß Vertragsbedingungen ausgeschlossen. Dies bedeutet, dass weder Tilgungsaussetzungen noch Sondertilgungen erlaubt sind. Dies auf die besondere Kalkulation hinsichtlich der Refinanzierung solcher Darlehen seitens der Banken zurückzuführen. Trotzdem haben Volltilgerdarlehen auch deutliche Vorteile gegenüber normalen Annuitätendarlehen. Da die Banken die Volltilgerdarlehen leichter kalkulieren können, werden diese mit deutlichen Zinsvorteilen angeboten. Gerade in Zeiten der Tiefzinsphasen reduziert dies den ohnehin schon niedrigen Zinssatz zusätzlich. Ein normales Annuitätendarlehen hat eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren. Während dieser Zeit besteht ein erhöhtes Zinsänderungsrisiko, da die Zinsen immer wieder den Marktgegebenheiten angepasst und neu verhandelt werden. Bei einem Volltilgerdarlehen bleibt der Zinssatz über die gesamte Laufzeit konstant. Der relativ hohe Tilgungsanteil beim Volltilgerdarlehen ist vertretbar, wenn man bedenkt, dass bei steigenden Zinsen der Zinsanteil bei einen Annuitiätendarlehen unter Umständen um 3% bis 5% nach oben angepasst werden kann. Es ist nicht lange her, als für Wohnbaufinanzierungen Zinsen in Höhe von bis zur 6% bezahlt wurden. Trotzdem sollte der tägliche Lebensstandard nicht unter einer all zu hohen Kreditbelastung leiden. Womöglich macht die finanzierte Immobilie keine Freude mehr, wenn man auf seine Hobbys oder den Urlaub verzichten muss. Die Entscheidung für ein Volltilgerdarlehen sollte daher gut überlegt sein!

Weitere Informationen zum Volltilgerdarlehen

Steuersparmodell – Vermietete Immobilie – wie rechnen die Banken?

Montag, 06. April 2009

Der Kauf einer Immobilie und die gleichzeitige Vermietung von dieser kann sich als ein echtes Zugpferd unter Renditeaspekten erweisen. Bei solchen Renditeobjekten ist es im Regelfall nicht sinnvoll das Eigenkapital einzusetzen. Der Grund hierfür ist die Abzugsfähigkeit der Finanzierungskosten (Darlehenszinsen) von den erzielten Einkünften (Mieteinnahmen). Oft werden daher Finanzierungsmodelle angeboten, bei denen beispielsweise keine laufende Tilgung stattfindet. Diese Modelle werden oft als Steuersparmodelle bezeichnet. Diese sind meistens für diejenigen interessant, die viel Einkommensteuer bezahlen. Sollte man trotzdem Wert auf eine geringe Verzinsung des Darlehens legen, so hilft hier ein Baufinanzierungsvergleich. Das Problem bei solchen Modellen stellt im Normalfall die Besicherung der Finanzierung dar. Das finanzierte Objekt wird seitens der Bank mit einer Grundschuld belastet. Die Werthaltigkeit dieser Grundschuld wird dabei aus dem Wert der Immobilie abgeleitet. Diese wird von der Bank oft nach dem Ertragswertverfahren ermittelt. Beim Ertragswertverfahren werden die Mieteinnahmen kapitalisiert. Als Mieteinnahmen wird dabei die Miete unterstellt, die auch dauerhaft erzielbar und ortsüblich ist. Diese kalkulatorische Miete kann von der tatsächlichen erheblich abweichen. Der errechnete Wert ist oft niedriger als der Wert, der nach einem Sachwertverfahren zustande käme. Beim Sachwertverfahren wird die Wohn- und Nutzfläche mit Marktpreisen bewertet. Aus diesem Grund entstehen bei der Baufinanzierung von vermieteten Objekten für die Banken erhebliche Risiken im Hinblick auf die mögliche rechnerische Ausfallhöhe. Aus diesem Grund werden für solche Finanzierungen deutlich höhere Zinsen verlangt. Einen Vergleich hierfür liefert auch der Baufinanzierung Vergleich, der zum vorliegenden Angebot eventuell einen günstigeren Zinssatz finden kann.  Falls die höheren Zinsen aus steuerlichen Gesichtspunkten akzeptabel sind und zu einer höheren Steuerersparnis führen, kann man diese Zinssätze ohne weiteres akzeptieren. Falls aber der Zinssatz als zu hoch und unangemessen erscheint, können zusätzliche Sicherheiten für die Finanzierung gestellt werden, die den Darlehenszinssatz aufgrund des geringeren Ausfallrisikos reduzieren. Als Sicherheit kommen zum Beispiel Bausparverträge und Guthaben in Frage. Nicht empfohlen ist die Abtretung von Lebensversicherungen wegen einer eventuellen Steuerschädlichkeit.

Cap-Darlehen – Flexibilität, die sich auszahlt

Mittwoch, 05. November 2008

Das Cap-Darlehen ist die ideale Finanzierungvariante für Personen, denen Flexibilität wichtig ist. Diejenigen, die z. B. in kürze eine größere Geldsumme erwarten, können den Kredit jederzeit schnell ablösen oder Personen, die mit einem erheblichen Zinsrutsch rechnen, den sie gerne ausnutzen würden. Ein Cap-Darlehen ist ein variables Darlehen, dessen Zinsobergrenze (Cap) bei Vertragsabschluss festgelegt wird, wodurch sich das Risiko beschränkt. Der Unterschied zu einem klassischen Hypothekendarlehen mit Zinsbindung liegt wie schon gesagt zum einen im variablen Zinssatz und zum anderen in der Zinsfestschreibung. Bei einem normalen Darlehen wird die Zinsbindung für eine lange Laufzeit von 10 oder 20 Jahren festgeschrieben, wobei der Zinssatz eines Cap-Darlehens alle 6 Monate erneut an das Zinsniveau angepasst wird. Die Zinsanpassung orientiert sich am sog. EURIBOR (EURo InterBank Offered Rate). Dieser wird täglich in allen Wirtschaftsteilen der Tageszeiten veröffentlicht. Natürlich hat auch diese Art der Baufinanzierung ihre Vor- und Nachteile, daher muss man genau prüfen, ob dies die richtige Finanzierungsvariante für das Vorhaben ist. Ein großer Nachteil ist z. B. die Cap-Gebühr (Bearbeitungsgebühr), die durch die Bank erhoben wird, durch diese Gebühr erhöht sich der gesamte Finanzierungsbedarf, was bei schneller Tilgung die Gesamtfinanzierung verteuern kann. Ein großer Vorteil ist das geringe Risiko bei Zinserhöhungen, da man maximal die Zinsobergrenze trägt oder die Möglichkeit hat, dass Darlehen jederzeit in ein langfristiges Darlehen mit einer zu der Zeit sehr geringen Zinsfestschreibung umwandeln kann.

Weitere Informationen zum Cap-Darlehen:

>> Cap-Darlehen – Grundlagen und Beispiel
>> Cap-Darlehen – Vorteiel und Nachteile