Einfluss der makroökonomischen Entwicklung auf die Baufinanzierungszinsen

Mittwoch, 04. Mai 2011

Nach Durchlaufen einer Niedrigzinsphase mit entsprechend günstigen Zinskonditionen für Baufinanzierungen steht die Frage im Raum, wann und in welcher Höhe Zinsanpassungen durch die Zentralbanken vorgenommen werden. Gibt es gar generelle Zyklen, die Zinsniedrig- und Zinshochphasen immer wieder absolvieren? Regelmäßigkeiten sind zwar nach langfristiger Betrachtung der vergangenen Entwicklungen nur sehr begrenzt auszumachen, doch wie in so vielen Bereichen gilt auch hier: Die Bäume wachsen nicht in den Himmel!

Grundsätzlich sind Zentralbanken auf Währungsstabilisierung aus, auf Rezessionsabwehr und das Erreichen einer mild-moderaten Teuerungsrate. Durch die meist verzögerte Auswirkung von Zinsanhebungen oder Zinssenkungen allein schon wird eine gewisse Schwankungsbreite erreicht – doch auch finanzmarktpolitische und globale wirtschaftliche Einflüsse prägen mit ihren unterschiedlichen Entwicklungsphasen eine Art „immer schwankende Fieberkurve“ für die Zinshöhen. Zeichnet sich auf ökonomischer Basis in den verschiedenen Sektoren (z.B. Rohstoffmärkte, Konsumentenstimmung) eine Beruhigung ab, steigen Gewinnaussichten und Investitionsfreudigkeit der Unternehmen. Gibt es globale Beeinträchtigungen (sei es z.B. durch Militärinterventionen, Katastrophen oder wirtschaftliche Panik) wirkt sich das oft direkt an den Finanzmärkten aus. Auf diese Entwicklungen reagieren Zentralbanken, wenn eine gewisse Regulierungsnotwendigkeit abzusehen ist. Der direkte Einfluss ist daher verzögert und begrenzt, da man sinnvollerweise mit „kreativer Vernunft“ zu Zinsschritten greifen sollte.

Nichtsdestotrotz ist der angehende Darlehensnehmer immer gut beraten, Phasen mit historisch durchschnittlich niedrigen Zinsphasen nach Möglichkeit zu einem Vertragsabschluss zu bevorzugen. Liegt die Maßnahme in einer Hochphase, sollte diesem Umstand durch einen hohen Flexibilisierungsanteil und mit entsprechenden Vertragsmodalitäten begegnet werden. Zukünftige Entwicklungen können natürlich nicht oder nur sehr begrenzt vorausgesehen werden, aber durch einen Blick auf historische Entwicklungen kann man von Wahrscheinlichkeiten für die weitere Entwicklung schließen.

Zinsen gehen nach oben

Donnerstag, 04. Juni 2009

(München, 4. Juni 2009) Die Zinsprognosen der Interhyp-Experten haben sich bestätigt: Trotz der Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) sind die Konditionen für Baugeld in den vergangenen Wochen kontinuierlich teurer geworden: “Seit dem diesjährigen Zinstief Mitte März sind die Best-Sätze für 10-jähriges Baugeld um 0,40 Prozentpunkte nach oben gegangen – Tendenz weiter steigend”, erklärt Robert Haselsteiner, Zinsexperte und Vorstand der Interhyp AG.

“Auch wenn die Konditionen für Baugeld im historischen Vergleich sehr günstig sind, ist Warten derzeit die falsche Einstellung. Allein der Zinsanstieg von 0,40 Prozentpunkten in den vergangenen Wochen hat ein 150.000 Euro-Darlehen auf Zehnjahressicht um 5.500 Euro verteuert”, rechnet Haselsteiner vor. Sein Tipp: “Wer einen Immobilienkauf erwägt oder gar bereits ein passendes Eigenheim gefunden hat, sollte jetzt Fahrt aufnehmen und sein Vorhaben schnell umsetzen. Denn selbst wenn die EZB heute eine weitere Leitzinssenkung beschließen sollte, wird dies den jetzigen Aufwärtstrend der Baugeld-Konditionen nicht stoppen.”

Besonders Darlehensnehmer, die hohe Planungssicherheit bei ihrer Finanzierung wünschen, können bei schnellem Handeln profitieren: Im Bereich der langfristigen Zinsbindungen tendieren die Bestsätze von 15- und 20-jährigen Baudarlehen mit 4,63 und 4,80 Prozent effektiv auf immer noch sehr niedrigen Niveaus. “Wer absolute Kalkulationssicherheit wünscht, sollte zu so genannten Volltilger-Darlehen greifen. Hier bestimmt der Darlehensnehmer im Voraus den Zeitraum, nach dem er schuldenfrei sein will und bekommt für die gesamte Zeitspanne einen unveränderlichen Zins und eine feste Monatsrate. Weiterer Pluspunkt: Wegen der steilen Zinskurve und der höheren festgelegten Tilgung gewähren die Banken Konditionsvorteile”, fügt Haselsteiner hinzu.

>> Interhyp Baufinanzierung

Zinskommentar 07.04.2009

Dienstag, 07. April 2009

Die EZB senkt den Leitzins auf 1,25 Prozent

In der letzten Woche hat die EZB den Leitzins für die Eurozone um 0,25 Prozent-Punkte auf 1,25 Prozent gesenkt. Die Zentralbank wollte dabei wohl den Kompromissweg gehen! Die Zinssenkung sollte wohl nicht zu hoch ausfallen, um den Geldwertstabilitätsmahnern und Inflationssorgen entgegenkommen kann, aber auch nicht zu gering, um der konjunkturellen Verschlechterung sowie dem politischen Druck gerecht zu werden.

Jedoch zeigt sich schon nach kurzer Zeit, dass die Zinssenkung wiederum nicht bei den Verbrauchern ankommt. Es bestätigt sich das Gegenteil, denn die Konditionen wurden für Immobilien-Darlehen sogar um bis zu 0,3 Prozent erhöht. Selbst eine weitere Zinssenkung wird wahrscheinlich auch keine weiteren Auswirkungen auf die aktuellen Bauzinsen haben.

Die aktuellen Kapitalmärkte machen es einen nicht leicht genauere Voraussagen zu geben, jedoch ist eine Sicherung des aktuellen Zinsniveaus auf eine lange von z.B. 15 bis 20 Jahren empfehlenswert.

>> Weitere Informationen zu Bauzinsen

EZB-Leitzinssenkung: Mit dem Kombi-Darlehen auch bei der Baufinanzierung direkt profitieren

Montag, 09. März 2009



Interhyp – der führende Baufinanzierungsvermittler
(München, 5. März 2009) Mit dem soeben verkündeten Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) auf 1,50 Prozent erreicht der Leitzins im Euro-Raum ein historisch niedriges Niveau. Doch weitere Anpassungen sind denkbar: “Vor dem Hintergrund schwacher Konjunkturprognosen und einer niedrigen Inflationsrate halten wir bis in den Sommer weitere Zinssenkungen für wahrscheinlich“, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG. Während sinkende Leitzinsen jedoch nicht automatisch auf die Baufinanzierungskonditionen mit fester Zinsbindung durchschlagen, können sich private Bauherren und Immobilienkäufer diese Entwicklung mit dem Kombi-Darlehen von Interhyp zunutze machen: Neben einem klassischen Annuitätendarlehen mit fester Zinsbindung wird hier ein Teil der  Darlehenssumme über ein an den 3-Monats-Zins (EURIBOR) gekoppeltes variables Darlehen finanziert. Mit diesem profitiert man direkt von niedrigen Leitzinsen und weiteren EZB-Zinssenkungen. Falls der Leitzins wieder steigen sollte, kann der variable Darlehensteil jederzeit in eine langfristige Zinsbindung gewandelt werden.

Mit dem Kombi-Darlehen der Interhyp vereinbart der Immobilienkäufer für mindestens 33 Prozent des Darlehensbetrags ein klassisches Annuitätendarlehen mit einer langfristigen Zinsbindung. Für den Restbetrag (maximal 67 Prozent der Darlehenssumme) nimmt der Kunde ein an den EURIBOR gebundenes variables Darlehen auf, das zum Ende eines Kalendervierteljahres vollständig oder teilweise zurückgezahlt werden kann – und das damit höchst flexible Sondertilgungsmöglichkeiten eröffnet.

Vor allem aber profitiert man gegenüber klassischen Annuitätendarlehen von einem attraktiven Zinsvorteil: Durch die Kombination eines langfristigen Darlehens mit dem auf Basis der 3-Monats-Zinsen (EURIBOR) kalkulierten variablen Finanzierungsanteil ergibt sich bei niedrigen Leitzinsen ein entsprechend günstiger Mischzins. Hintergrund dafür ist die direkte Bindung des EURIBOR an die Leitzinsen der EZB. Während zum Beispiel die aktuellen Bestsätze für ein 15jähriges Annuitätendarlehen über 150.000 Euro bei 4,28% effektiv liegen, kostet ein entsprechendes Kombi-Darlehen gegenwärtig nur 3,64% effektiv.

“Die Vorteile des Kombi-Darlehens im aktuellen Umfeld liegen auf der Hand: Erstens können Darlehensnehmer durch ihre variable Tranche direkt an Zinssenkungen der EZB partizipieren und sich so einen echten Zinsvorteil sichern. Zweitens bekommt man mit dem Kombi-Darlehen  ein umfassendes kostenloses Sondertilgungsrecht. Und drittens bietet die jederzeitige Wandlungsmöglichkeit des variablen Darlehensteils in eine langfristige Zinsbindung entsprechende Sicherheit vor möglichen Anstiegen der Leitzinsen in der Zukunft”, fasst Haselsteiner die Vorzüge des Kombi-Darlehens von Interhyp zusammen.

>> Der Baufinanzierungsvermittler Interhyp