Mit einer Vollfinanzierung schneller ins eigene Heim

Donnerstag, 10. Mai 2012

Für den Erwerb einer Immobilie wird in der Regel ein größerer Geldbetrag benötigt. Egal, ob die Verwirklichung der eigenen Wohnvorstellungen im Vordergrund steht oder der Grundstein für eine passende Altersvorsorge gelegt werden soll – ohne entsprechendes Kapital läuft nichts. Gerade in jüngeren Jahren haben jedoch die meisten Interessenten noch nicht genügend Eigenkapital angehäuft, um sich diesen Wunsch auch zu erfüllen.

In Zeiten niedriger Zinsen sind Immobilienfinanzierungen günstig zu haben – viele Anbieter werben sogar damit, ohne Eigenkapital ein solches Darlehen aufnehmen zu können. Dies hätte zusätzlich den Vorteil, dass der Darlehensnehmer sich die aktuell niedrigen Darlehenszinsen sichern kann und nicht warten muss, bis er genügend Eigenkapital zur Verfügung hat und die Zinsen ggf. wieder höher sind. Doch trotzdem sollten einige Grundsätze beachtet werden, denn eine Vollfinanzierung birgt immer viel höhere Risiken als eine Finanzierung mit einer Beleihungsgrenze von 80% oder weniger.

Neben höheren Sollzinsen, welche die Banken wegen eines höheren Rückzahlungsausfallrisikos berechnen, fallen auch wegen des höheren Darlehensbetrages höhere monatliche Ratenzahlungen an. Es sollte daher ein entsprechend hohes und sicheres regelmäßiges Einkommen vorhanden sein, damit diese Verpflichtungen erfüllt werden können. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass in punkto Sicherheit immer ein gewisser Eigenkapitalstock empfehlenswert ist – auf diesen kann nur dann verzichtet werden, wenn ein vergleichsweise hohes Einkommen, was zudem sicher ist, zur Verfügung steht.

Vollfinanzierung für Familien: Vor Abschluss Voraussetzungen prüfen!

Mittwoch, 04. Januar 2012

Besonders bei Familien stehen die eigenen 4 Wände hoch im Kurs. Ausreichend Freiräume für jeden und keine teure Mietwohnung bezahlen, dazu eine Altersvorsorge durch den weitgehend inflationsresistenten Sachwert einer Immobilie – das ist ein sehr erstrebenswertes Ziel. Doch gerade in jüngeren Jahren steht dafür meist kein oder kein ausreichendes Eigenkapital zur Verfügung. Auch wer über Eigenkapital verfügt, dieses aber nicht angreifen möchte, kann sich einer alternativen Finanzierungsmöglichkeit bedienen: Einer Vollfinanzierung. Die Möglichkeit einer solchen Vollfinanzierung (also einer Finanzierung ohne Eigenkapital) empfiehlt sich allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Wer auf den nach Expertenempfehlungen minimal 20- bis 30-prozentigen Eigenkapitalanteil für eine optimale Finanzierung verzichten will, muss sicherstellen, dass die anfallenden Leistungsraten aus Zinsen und Tilgung ohne Probleme vom erzielten Einkommen bestritten werden können. Ferner wird die Bank wegen des relativ höheren Rückzahlungsausfallrisikos schlechtere Konditionen stellen.

Sind gar keine Rücklagen vorhanden, läuft der Darlehensnehmer Gefahr, bei unvorhergesehenen Ausgaben die regelmäßigen Raten nicht mehr zahlen zu können. Neben der ausführlichen Analyse der eigenen Vermögens- und Einkommenslage sollte also unbedingt eine professionelle Kostenplanung vorgenommen werden, welche die zu erwartenden Nebenkosten und mögliche zusätzliche Belastungen realistisch berücksichtigt. Das Projekt sollte zudem vor einer Finanzierungsanfrage bedarfsoptimiert werden – hierzu gehört beispielsweise die Prüfung auf mögliche Förderungen oder die Auslotung von möglichen Einsparungen (z.B. durch Eigenleistung). Es ist daher zu empfehlen, eine fachmännische und unabhängige Beratung in Anspruch zu nehmen, bevor sich eine Familie für eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital entscheidet.

Baufinanzierung ohne Eigenkapital lohnt auch im Zinstief nicht in allen Fällen

Montag, 14. November 2011

Baufinanzierung ohne Eigenkapital(Berlin 14.11.2011) Wer den eigenen Immobilientraum realisieren möchte, kommt ohne entsprechendes Kapital nicht aus. Die meisten Menschen haben begrenzte eigene Geldmittel und müssen dementsprechend eine Immobilienfinanzierung bei einem Kreditinstitut anfragen. Zurzeit sind die Konditionen dafür sehr verlockend: Die Zinsen befinden sich auf einem Rekordtiefstand. Verschiedene Institute bieten gar Vollfinanzierungen, also eine Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital an. Die Frage, ob sich eine Baufinanzierung wegen der aktuell sehr günstigen Zinsen auch ohne den von Experten weitgehend empfohlenen Eigenkapitalanteil von ca. 20% lohnt, kann nicht pauschal beantwortet werden. Die Beantwortung erfordert die Analyse der persönlichen Lebens-, Einkommens- und Vermögenssituation.

Welche Möglichkeiten und Nachteile sind mit einer Vollfinanzierung verbunden?

Gerade für jüngere Menschen, die meist nur über wenig oder keine Ersparnisse verfügen oder für die kurzfristige Erfüllung eines Immobilientraumes bietet die Vollfinanzierung eine Möglichkeit zur Realisierung ohne entsprechend vorhandenes Eigenkapital. Aktuell kommt eine weitere Überlegung hinzu: Wird die Finanzierung jetzt zu günstigen Zinsen realisiert, kann dies ggf. viel günstiger sein, also noch jahrelang anzusparen, um dann bei ggf. schlechteren Konditionen abzuschließen. Was zunächst einmal plausibel klingt, bedarf jedoch einer detaillierten Prüfung: Vollfinanzierungen bedeuten höhere Ratenbelastungen, weil die Darlehenssumme und die berechneten Zinsen im Vergleich zu Finanzierungen mit vorhandenem Eigenkapital überproportional hoch sind. Bei üblichen Immobilienfinanzierungen liegt die Beleihungsgrenze meist zwischen 60 und 80 Prozent. Für das bei Vollfinanzierungen erhöhte Sicherheitsrisiko (Rückzahlungssicherheit) verlangt die Bank entsprechende Aufschläge. Eine erhöhte monatliche Belastung muss dann vom Kreditnehmer vom verfügbaren Einkommen bestritten werden. Alternativ können auch sog. Bausparsofortkredite von Bausparkassen in Frage kommen: Hier wird ebenfalls (ohne Ansparphase) eine Darlehenssumme sofort ausgezahlt und anschließend erfolgen Zinszahlung sowie eine Sparleistung auf ein kombiniert abzuschließenden Bausparvertrag. Nach der Zuteilung wird das Bausparguthaben als Tilgungsleistung herangezogen, da zuvor keine Tilgungen erfolgt sind. Hierin liegt auch schon das Problem: Da über eine lange Laufzeit keinerlei Tilgungen erfolgen, sind die Zinszahlungen recht hoch und durch die zusätzlichen Einzahlungen in den Sparvertrag steigt die monatliche Belastung zusätzlich.

Für wen eignen sich Baufinanzierungen ohne Eigenkapital?

Die vorgenannten Möglichkeiten summieren sich auf letztlich ein Hauptproblem: Die eigenkapitallose Finanzierung bedingt eine hohe monatliche Belastung für Tilgung und Zinszahlungen. Da außer der Immobilie selbst meist keine weiteren Sicherheiten existieren, erhebt die Bank entsprechende Risikoaufschläge. Vermindern lässt sich das Risiko z.B. durch gemeinschaftliche Aufnahme einer Finanzierung: Steht beispielsweise neben dem (Ehe-)Partner noch ein weiteres Familienmitglied oder ein Bürge zur Verfügung, können die Angebote weit günstiger ausfallen. Zudem sollte der Darlehensnehmer über ein ausreichend hohes und weitgehend sicheres, regelmäßiges Einkommen verfügen, damit die relativ hohen Belastungen sicher geschultert werden können. Existieren diese Voraussetzungen nicht, lohnt selbst der Abschluss einer Vollfinanzierung bei den derzeitigen Zinstiefstständen nicht. Es gibt hier alternative Möglichkeiten, sich günstige Zinskonditionen für die Zukunft zu sichern, z.B. mit einem Forward-Darlehen. Ist jedoch ein ausreichendes Einkommen oder / und weitere Sicherheiten vorhanden, kann sich der Abschluss einer Vollfinanzierung zum jetzigen Zeitpunkt durchaus lohnen: Schon wenige Prozentpunkte Unterschied in den Zinskonditionen können bei den relativ hohen Darlehenssummen viele tausend Euro ausmachen. Besonders, wenn die Traumimmobilie bereits gefunden ist, aber eigentlich noch nicht ausreichend Eigenkapital zur Verfügung steht, sollte die Voraussetzungserfüllung geprüft werden.

Fazit

Baufinanzierungen ohne Eigenkapital sind mit größerem Risiko behaftet als solche mit vorhandenem Kapital. Gerade aktuell bieten sich jedoch aufgrund der sehr niedrigen Bauzinsen gute Einsparmöglichkeiten bei Immobilienfinanzierungen. Wer nicht das empfohlene Eigenkapital besitzt, kann daher prüfen, ob sich für ihn eine Vollfinanzierung lohnt. Werden die Voraussetzungen (Stellung zusätzlicher Sicherheiten oder ein vorhandenes hohes und sicheres Einkommen) erfüllt, kann eine solche Variante durchaus sehr attraktiv sein. Der Wunsch nach der eigenen Immobilie könnte dann sehr zügig realisiert werden. Voreiliges Handeln ohne reifliche Überlegung sollte jedoch vermieden werden.

Weitere Informationen

» Baufinanzierung ohne Eigenkapital – Worauf muss geachtet werden?
» Vollfinanzierung – maßgeschneidert vom unabhängigen Baufinanzierungsvermittler

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Vorbereitung auf eine Vollfinanzierung

Donnerstag, 16. Juni 2011

Eine Vollfinanzierung bedeutet in erster Linie eine relativ hohe monatliche Belastung. Dies liegt an zwei wesentlichen Faktoren: Eine Vollfinanzierung bedeutet einen höheren Nominalbetrag bei dem Darlehensbetrag. Da die Zinsen aus dem Darlehenssaldo berechnet werden, bedeutet dies automatisch eine höhere Belastung. Die Zinsen bei einer Vollfinanzierung sind meistens höher als bei einer konservativen Baufinanzierung. Dies in Verbindung mit einem höheren Darlehensbetrag treibt die Zinsbelastung richtig in die Höhe. Zusätzlich kommt die höhere Tilgung, die bei einer Vollfinanzierung üblicherweise vereinbart wird. Die monatliche Belastung ist daher entsprechend hoch.

In Zeiten der Niedrigzinsphasen nimmt der Anteil an Vollfinanzierungen zu, und dies trotz der Tatsache, dass Vollfinanzierungen teuerer sind, als konservative Baufinanzierungen. Dies liegt daran, dass in einer Niedrigzinsphase die Konditionen für Vollfinanzierungen ebenfalls rückläufig sind. Die monatlichen Belastungen liegen dann nur noch knapp über den Mietzins, der für eine vergleichbare Wohnfläche zu zahlen wäre. Eine Vollfinanzierung bzw. Baufinanzierung ohne Eigenkapital kann daher in bestimmten Situationen durchaus Sinn machen. Dies ist jedoch grundsätzlich eine individuelle Entscheidung. Die Entscheidung für oder gegen eine Vollfinanzierung einer Immobilie hängt vor allem von der eigenen Einkommenssituation ab. Das Einkommen muss relativ hoch und sicher sein.

Am besten sollte eine persönliche Haushaltsplanung aufgestellt werden, in der alle Einnahmen und Ausgaben berücksichtigt werden. Dabei sollen wirklich alle Ausgaben aufgeführt werden. Die Ausgaben, die nicht monatlich, sondern in einem anderen Turnus anfallen, sollten dabei auf einen Monat runtergerechnet werden. Die bestehenden Kreditraten müssen ebenfalls zwingend in den Ausgaben enthalten sein. Erst wenn nach Abzug aller Ausgaben ein Überschuss verbleibt, kommt eine Baufinanzierung in Frage. Die Höhe der künftigen Rate darf natürlich den Überschuss aus der erstellten Haushaltsrechnung nicht übersteigen.

Baufinanzierung ohne Eigenkapital: Macht das Sinn?

Freitag, 20. Mai 2011

Die meisten Menschen träumen von der eigenen Immobilie, die ebenso ein Grundpfeiler für die Altersvorsorge sein kann. Die wenigsten hingegen haben genügend Eigenkapital, um ein solches Objekt aus eigener Tasche zu bezahlen bzw. nur noch einen kleinen Teil finanzieren zu müssen. Wie viel Eigenkapital nun sollte man haben bzw. ist gar ein Erwerb ohne eigene Mittel denkbar und sinnvoll?

Hier muss deutlich differenziert werden: Allgemein empfohlen werden 20 bis 30 Prozent Eigenkapital für ein Bauvorhaben (inkl. Nebenkosten). Können diese nicht aufgebracht werden, bieten verschiedene Kreditinstitute zwar auch eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital an, jedoch ist die Auswahl hier eher beschränkt und die Finanzierungsprodukte merklich teurer.

Je nach persönlicher Situation und Bonität kann hier nur zugegriffen werden, wenn verschiedene Eckdaten erfüllt werden: In eigenem Interesse sollten die bestehenden Verbindlichkeiten nicht das eigene Vermögen überschreiten, eine mindestens durchschnittliche – besser überdurchschnittliche – Bonität (z.B. Schufa) bestehen und die aus der Baufinanzierung entstehenden regelmäßigen Zusatzkosten (Abtrag, Zins) klar dargestellt werden können. Ist die Einkommenssituation unsicher, kann die Finanzierung einstürzen wie ein Kartenhaus. Man sollte sich vorher informieren und genauestens durchkalkulieren, ob es nicht mehr Sinn macht, einige Jahre zu warten und Eigenkapital anzusparen statt einen (teureren) Finanzierungsvertrag sofort abzuschließen.

Etwas anders hingegen sieht die Situation aus, wenn man zwar Eigenkapital besitzt, dieses aber nicht einsetzen kann oder möchte (z.B. wegen einer festgelegten Anlage oder nicht einfach zu liquidierenden Anlageformen). Hier ist ausreichend Rückhalt für unerwartete Situationen vorhanden, so dass eine relativ günstige Baufinanzierung das ggf. besser angelegte Kapital schützt. Alternativ gibt es auch Möglichkeiten kombinierter Finanzierungen, z.B. eine Bausparfinanzierung (Kombination aus Bausparvertrag und Baufinanzierung). An erster Stelle steht daher neben der eigenen Vermögensanalyse die weitreichende und detaillierte Information vom Fachmann.

Hauskauf ohne Eigenkapital

Montag, 04. Oktober 2010

Warum höhere Belastungen aus einer Vollfinanzierung?

Die Banken zeigen sich offen für Baufinanzierungen, die ohne den Einsatz von Eigenkapital erfolgen. Eine so genannte Vollfinanzierung  bedeutet in erster Linie einen hohen Zinsertrag für die Bank – denn Vollfinanzierungen werden mit deutlichen Zinsaufschlägen gegenüber den klassischen Baufinanzierungen verkauft. Allerdings kommt nicht jeder in den Genuss einer Vollfinanzierung. Die Banken stellen hohen Anforderungen an die Einkommensverhältnisse der Kreditnehmer. Die Wunschgruppe sind dabei junge Akademiker mit Beamtenstatus. Das Einkommen muss nachhaltig und sicher sein. Unter anderem deswegen, weil die Belastungen aus einem Hauskauf ohne Eigenkapital enorm hoch sein können. Dies liegt in erster Linie an den höheren Zinskonditionen, die bei einer Vollfinanzierung anfallen.

Während für eine Baufinanzierung bis 60% des Beleihungswertes die erstrangige Kondition vergeben wird, verlangen die meisten Banken Zinsaufschläge für Beleihungen außerhalb von 60%. Der erste Aufschlag beträgt beispielsweise 0,5% auf die erstrangige Kondition bei einem Beleihungsauslauf von 80%. Für weitere 20% werden nochmals 1,00% zusätzlich verlangt. Im Ergebnis kann eine Vollfinanzierung um bis zu 1,50% teuerer ausfallen als eine klassische Baufinanzierung. Neben den höheren Zinsen fallen beim Hauskauf ohne Eigenkapital auch höhere Tilgungen an. Eine Mindesttilgung von 1,00% ist meistens nicht ausreichend, da die Laufzeit einer Vollfinanzierung viel zu lang wäre. Die Banken verlangen daher mindestens 3,00%. Diese Umstände treiben die gesamte monatliche Belastung aus einer Vollfinanzierung in die Höhe.

Daher sollte der Abschluss einer Vollfinanzierung gut überlegt sein. Aufgrund der relativ langen Kreditlaufzeit und der hohen Belastung sollte ein Kreditnehmer definitiv davon überzeugt sein, dass eine Vollfinanzierung die richtige Lösung ist. Ein Verkauf der Immobilie kann sich später als schwierig erweisen und nicht den erhofften Erlös einbringen.

» Sicherheiten bei Vollfinanzierung ohne Bausparvertrag und ohne Eigenkapital

Gute Gelegenheit für eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital

Donnerstag, 01. Oktober 2009

Die Gelegenheit für die eigenen vier Wände ist so günstig wie schon lange nicht mehr. Die Konditionen auf dem Markt für Baufinanzierungen befinden sich derzeit auf ihrem historischen Tief. Die Immobilienpreise sind leicht gefallen und bieten nun günstige Einstiegsmöglichkeiten. Im Hinblick auf die Inflation, die von vielen Experten vorausgesagt wird, stellt die Investition in Sachwerte wie Immobilien eine deutliche Absicherung des eigenen Vermögens gegen steigende Preise dar. Immobilien profitieren aus Erfahrungswerten immer von den steigenden Preisen. Eine Baufinanzierung stellt sozusagen ein Hedging gegen die Inflation dar. Auch wenn kein Eigenkapital vorhanden ist, ist eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital kein Hindernis für den Erwerb der eigenen Immobilie. Viele Banken sind heute bereit Baufinanzierungen ohne Eigenkapital durchzuführen. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise kaum Geschäft im Kreditbereich stattfindet, bei dem die Banken noch etwas verdienen können. Die Firmen sind derzeit mit ihren Investitionen zurückhaltend und versuchen hauptsächlich die auslaufenden Finanzierungen günstig zu verlängern. Der eigentliche Zinsertrag kommt bei vielen Banken derzeit aus dem Immobiliengeschäft mit Privatkunden. Hier sind die Zinserträge noch relativ stabil. Gerade Kunden mit guter Bonität können sich buchstäblich eine Bank aussuchen, die die Baufinanzierung ohne Eigenkapital vermittelt. Kunden mit hohem Einkommen werden derzeit mit Handkuss von den Banken aufgenommen. Eine gute Bonität hat derzeit eine sehr starke Verhandlungsposition. So sind auch Nachlässe bei den Darlehenszinsen durchaus denkbar. Per Saldo ist eine Vollfinanzierung (Baufinanzierung ohne Eigenkapital) genau so teuer wie eine mit Eigenkapital unterlegte Baufinanzierung vor zehn Jahren. Falls die Darlehensraten problemlos zu tragen sind, kann die Gelegenheit für einen Immobilienerwerb kaum günstiger sein.

Richtige Planung bei einer Vollfinanzierung ohne Eigenkapital

Freitag, 22. Mai 2009

In der Vergangenheit haben sich die Banken dagegen gesträubt, eine Vollfinanzierung bei einem Kunden durchzuführen. Zu groß war das Risiko im Hinblick auf die mögliche Verwertung. Dies war auch unter Berücksichtigung der hohen und teilweise ungerechtfertigten Immobilienpreise in den 90-ern durchaus verständlich. Nun hat sich eine Bodenbildung bei den Immobilienpreisen deutlich ausgebildet. Angesichts der zu erwartenden Inflation sind sogar Preissteigerungen möglich. Die Banken gehen nun in die Offensive und bieten Vollfinanzierungen ohne Eigenkapital an. Dabei finanzieren die Banken nicht nur den Kaufpreis, sondern oft noch die anfallenden Kosten. Die Bonitätsprüfung bleibt hiervon unberührt. Die Banken prüfen ganz genau die nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit ihrer Kreditnehmer. Ganz besonders wird dabei auf den verbleibenden Überschuss im Rahmen der Haushaltsrechnung geschaut. Eventuelle Nachfinanzierungen müssen weiterhin tragfähig bleiben. Bei einer Vollfinanzierung ohne Eigenkapital sollte der Kreditnehmer immer die möglichen Risiken im Auge behalten. So kann es beispielsweise sein, dass die geplanten Baukosten überschritten werden. In diesem Fall müssen die fehlenden Gelder zur Fertigstellung nachfinanziert werden. Ist hierfür aber in der Haushaltsrechnung keine Luft vorhanden, wird es sehr eng. Die Banken stehen dann oft mit dem Rücken an der Wand und müssen in den sauren Apfel beißen – sie führen die Nachfinanzierungen durch, damit die Werthaltigkeit der Immobilie gegeben ist. Solche Nachfinanzierungen sind aber oft sehr teuer, da sie deutlich außerhalb des Beleihungswertes eines Objektes liegen. Für den Kreditnehmer bedeutet dies auch eine zusätzliche Liquiditätsbelastung. Damit das gesamte Vorhaben erfolgreich abgeschlossen werden kann, empfiehlt es sich bereits bei der Planung der Gestehungskosten einen ausreichenden Puffer einzubauen. Falls ein Bauträger das angefangene Vorhaben nicht beenden kann, muss genügend Spielraum vorhanden sein, um auf einen anderen auszuweichen.

Baufinanzierung ohne Eigenkapital

Dienstag, 19. Mai 2009

Bei der Planung einer Baufinanzierung stellt jede Bank die berühmte Frage nach dem vorhandenen Eigenkapital. Welche Bedeutung hat das Eigenkapital bei einer Baufinanzierung und welche Rückschlüsse kann eine Bank hinsichtlich der Höhe des Eigenkapitals ziehen? Zuerst muss klar festgestellt werden, dass das Eigenkapital nicht nur in Form von Bar- oder Buchgeld vorhanden sein kann, sondern auch in Form von Aktien, Immobilien und sonstigen Sachwerten. Das gesamte Vermögen einer natürlichen Person kann eigentlich als Eigenkapital bezeichnet werden. Selbstverständlich unterscheiden sie sich in ihrem Liquiditätsgrad. Es gibt Vermögensgegenstände, die sich schnell und langsam veräußern lassen – dies ist entscheidend hinsichtlich der Beurteilung der kurz- oder mittelfristigen Liquiditätslage. Ausgehend von der Höhe des Eigenkapitals beurteilt die Bank die Sparneigung eines Kreditnehmers unter Berücksichtigung seines bisherigen Einkommens und der Dauer der bisherigen Beschäftigung. Wer 5.000 Euro netto im Monat seit ca. 8 Jahren verdient und nur 10.000 Euro Eigenkapital angesammelt hat, hat wohl eher eine geringe Sparneigung. Falls kein sonstiger triftiger Grund vorliegt, wird die Bank in so einem Fall von hohen Lebenshaltungskosten ausgehen. Nachdem klar ist wie viel Eigenkapital zur Verfügung steht, muss die Frage beantwortet werden, welcher Anteil des Eigenkapitals in die Baufinanzierung eingebracht werden soll. Es ist nicht zwingend so, dass das komplette Eigenkapital in die Baufinanzierung eingesetzt wird. Experten raten sogar davon ab. Eine Faustregel besagt, dass ca. 20% – 30% des gesamten Finanzierungsvolumens in Form von Eigenkapital vorhanden sein müssen. Das vorhandene Eigenkapital kann aber auch in Form von Sicherheiten (beispielsweise Guthabenverpfändung, Abtretung der Lebensversicherung) der Bank zur Verfügung gestellt werden. Der Vorteil dieser Art der Baufinanzierung ohne Eigenkapital ist die Tatsache, dass das Eigenkapital nicht vollständig in der Baufinanzierung untergeht bzw. aufgezehrt wird. Das Kapital bleibt erhalten und die Baufinanzierungskonditionen sind trotzdem günstig. Dies ist eine Art Baufinanzierung ohne Eigenkapital, bei der die vorhandenen Vermögenswerte geschont werden.

Wie eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital von der Inflation profitieren kann

Donnerstag, 14. Mai 2009

Aktuell befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer leichten Deflationsphase. Die Inflationsraten sind deutlich rückläufig. Dies ist unter anderem auf den gesunkenen Ölpreis zurückzuführen. Die europäischen Zentralbanken haben in einer zentral koordinierten Aktion ihre Leitzinsen gesenkt. Damit hat sich das kurzfristige Geld für die Banken deutlich verbilligt. Dies ist nun auch an den günstigen Baufinanzierungszinsen feststellbar. Die Verbraucher profitieren deutlich von dieser Entwicklung. Die Regierungen mehrerer Länder haben umfangreiche Konjunkturpakete beschlossen, die mit hoher Staatsverschuldung finanziert wurden und eine förmliche Liquiditätsflut ausgelöst haben. Die Wirtschaft wird mit Geld überschwemmt – in der Hoffnung, dass man die Wirtschaftskrise damit in den Griff bekommen kann.

Wenn die Konjunktur wieder anzieht, droht eine gewaltige Inflation. Die ersten Anzeichen dafür sind bereits da. Die Börse als Frühindikator hat bereits ein deutliches Zeichen nach oben gesetzt. Was für viele Geldanleger nichts Gutes bedeutet, ist für Bauherren, die eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital abgeschlossen haben, eine deutliche Unterstützung. Sie haben einen sicheren Sachwert und gewinnen im Zuge der Inflation real mehrere tausend Euro. Da die Zinsbindung oft für mindestens zehn Jahre vereinbart wird, wirkt sich eine zunehmende Inflation positiv auf die realen Kosten der Baufinanzierung aus.

Das Eigenkapital kann bis dahin in sichere Vermögenswerte investiert werden. Eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital macht daher durchaus Sinn. Bei dieser Betrachtung sind die Kosten für eine Baufinanzierung eher gering, wenn die zu zahlenden Zinsen um die Inflation bereinigt werden. Je höher die Inflation, desto höher ist die Ersparnis, die ein Kreditkunde bei seiner Baufinanzierung erzielen kann. Bei höheren Kreditsummen, die eben beim Verzicht auf den Einsatz vom Eigenkapital zustande kommen, ist die reale Ersparnis enorm hoch.

Weitere Informationen
» Baufinanzierung ohne Eigenkapital
» Sicherheiten bei einer Vollfinanzierung ohne Eigenkapital