Volltilgerdarlehen – der schnelle Weg zur Entschuldung

Mittwoch, 15. April 2009

Ein Volltilgerdarlehen ist für Menschen konzipiert, die sich schnell entschulden möchten und dabei viel Wert auf kalkulatorische Sicherheit setzen. Dabei wird die Zinsbindungsdauer für die gesamte Darlehenslaufzeit festgeschrieben. Das Darlehen läuft dabei zwischen zehn und zwanzig Jahren. Mit Ablauf der Zinsfestbindung muss das Darlehen vollständig zurückgeführt worden sein. Damit ist die Möglichkeit gegeben, dass der Kreditnehmer den Zeitpunkt seiner Entschuldung selbst bestimmen kann, wobei der Zeitpunkt genau eingehalten werden muss. Verkürzungen oder Verlängerungen der Darlehenslaufzeit sind gemäß Vertragsbedingungen ausgeschlossen. Dies bedeutet, dass weder Tilgungsaussetzungen noch Sondertilgungen erlaubt sind. Dies auf die besondere Kalkulation hinsichtlich der Refinanzierung solcher Darlehen seitens der Banken zurückzuführen. Trotzdem haben Volltilgerdarlehen auch deutliche Vorteile gegenüber normalen Annuitätendarlehen. Da die Banken die Volltilgerdarlehen leichter kalkulieren können, werden diese mit deutlichen Zinsvorteilen angeboten. Gerade in Zeiten der Tiefzinsphasen reduziert dies den ohnehin schon niedrigen Zinssatz zusätzlich. Ein normales Annuitätendarlehen hat eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren. Während dieser Zeit besteht ein erhöhtes Zinsänderungsrisiko, da die Zinsen immer wieder den Marktgegebenheiten angepasst und neu verhandelt werden. Bei einem Volltilgerdarlehen bleibt der Zinssatz über die gesamte Laufzeit konstant. Der relativ hohe Tilgungsanteil beim Volltilgerdarlehen ist vertretbar, wenn man bedenkt, dass bei steigenden Zinsen der Zinsanteil bei einen Annuitiätendarlehen unter Umständen um 3% bis 5% nach oben angepasst werden kann. Es ist nicht lange her, als für Wohnbaufinanzierungen Zinsen in Höhe von bis zur 6% bezahlt wurden. Trotzdem sollte der tägliche Lebensstandard nicht unter einer all zu hohen Kreditbelastung leiden. Womöglich macht die finanzierte Immobilie keine Freude mehr, wenn man auf seine Hobbys oder den Urlaub verzichten muss. Die Entscheidung für ein Volltilgerdarlehen sollte daher gut überlegt sein!

Weitere Informationen zum Volltilgerdarlehen

Vorteile einer Baufinanzierung mit Tilgungsaussetzung nutzen

Montag, 15. September 2008

Dass eine Baufinanzierung mit Tilgungsaussetzung vorteilhaft funktioniert, hängt von verschiedenen Voraussetzungen und Faktoren ab.

Bei einer Baufinanzierung mit Tilgungsaussetzung wird die Darlehenssumme zunächst – über den Zeitraum des Darlehens – nicht zurückgezahlt. An die den Bau finanzierende Bank werden lediglich die Zinszahlungen geleistet.

Parallel zum Baufinanzierungsdarlehen wird vom Kreditkunden ein weiterer, separater Sparvertrag abgeschlossen. Dabei sollte es sich um eine Geldanlage mit hoher Zinserwartung handeln, deren Laufzeit, Sparsumme und monatlichen Raten mit den Konditionen des Baudarlehens abgestimmt werden. Im Idealfall stimmen diese Eckpunkte überein. Solange die Tilgung für das Baudarlehen vereinbarungsgemäß ausgesetzt wird, zahlt der Darlehenkunde in seinen separaten Sparvertrag ein, um ein entsprechend hohes Guthaben mit Verzinsung zu erarbeiten. Diese entstehende Guthabensumme wird zum Ende des Sparvertrages ausgezahlt und für die vollständige Tilgung der eigentlichen Baufinanzierung verwendet. Eine der wichtigsten Bedingungen für den Erfolg einer solchen Baufinanzierungsstrategie mit Tilgungsaussetzung ist eine sichere Anlageform für den zusätzlichen Sparvertrag, die dem Kunden einen möglichst hohen Ertrag einbringt. Dies können zum Beispiel ein Bausparvertrag, Immobilienfonds oder auch eine Renten- oder Lebensversicherung sein. Die Sicherheit und Ertragserwartung der separaten Anlageform sind auch die wesentlichen Kriterien, nach denen die finanzierende Bank der Tilgungsaussetzung zustimmt. Ohne Einverständnis der Bank kann eine solche Vereinbarung selbstverständlich nicht getroffen werden. Für den Kunden ist eine Baufinanzierung mit Tilgungsaussetzung zum Beispiel dann vorteilhaft, wenn die Zinserträge aus dem separatem Vertrag höher ausfallen, als die Zinsaufwendungen des Baudarlehens. Im Idealfall kann sogar ein Überschuss erwirtschaftet werden. Gute Voraussetzungen bieten unter anderem auch der Erwerb einer Denkmalimmobilie – zum Beispiel einer denkmalgerecht sanierten Eigentumswohnung mittels Baufinanzierung. Hier kommen noch wesentliche steuerliche Vorteile zur Geltung, die die Investitionen in denkmalgeschützte Objekte attraktiv machen und staatlicherseits honorieren.

Detaillierte Informationen über die Baufinanzierung mit Tilgungsaussetzung finden Sie wie folgt:
>> Baufinanzierung mit Tilgungsaussetzung – Grundlagen und Vorteile
>> Baufinanzierung mit Tilgungsaussetzung – Nachteile bzw. Risiken und Fazit