Tagesgeldkonto: Renditekiller oder echte Anlagealternative?
Samstag, 17. Dezember 2011Die Schaffung von Eigenkapital für einen Immobilienkauf, die Altersvorsorge oder schlicht als Ansparung für eine größere Anschaffung sollte neben einer relativ großen Sicherheit des eingesetzten Kapitals auch eine möglichst attraktive Rendite bringen. Die Banken werben hierfür immer wieder mit Tagesgeldkonten, teils sogar mit „Gimmicks“, wie Sonderverzinsungen mit begrenzter Laufzeit oder Starteinlagen. Wer sich auf das Sparen mit einem Tagesgeldkonto einlässt, sollte zunächst einmal einen ausführlichen Vergleich der angebotenen Konditionen möglichst vieler verschiedener Kreditinstitute anstellen. Auch sind die Höchstbeträge und die Laufzeiten, für die der angepriesene Zins gilt, zu beachten.
Oft werden Tagesgeldkonten auch nur in Kombination mit Giro- oder Depotkonten angeboten, für die dann wieder eine Gebühr fällig wird. Ergo: Wachsamkeit ist Trumpf. Der Interessent sollte immer genau die Bedingungen und Konditionen studieren, bevor er ein Tagesgeldkonto eröffnet. Derzeit sind mit Tagesgeldkonten zwischen 0,5 und etwa 3 Prozent Zinsen p.a. zu erwirtschaften, was inflationsbereinigt allerding kaum noch einen Zuwachs realisiert. Allerdings ist das Kapital aufgrund des Einlagensicherfonds (die Einlagensicherung variiert von Bank zu Bank, daher auch dies hinterfragen!) extrem sicher. Bei risikoreicheren Anlagen, also z.B. Wertpapiere oder Anleihen, können über bestimmte Zeiträume teils auch größere Verluste auftreten. Die persönliche Risikobereitschaft und der Anlagehorizont sind also von entscheidender Bedeutung bei der Entscheidung für oder gegen eine Anlage mittels Tagesgeldkonten.

