Immobilien und Spareinlagen sind Anlagerenner
Mittwoch, 21. Dezember 2011Trotz Euro-Krise und fortgesetzter Schuldenproblematik der Euroländer bleiben die Privatvermögen in Deutschland stabil. Für die große Mehrheit der Bundesbürger ist die Geldanlage bzw. das Sparverhalten von enormer Wichtigkeit. Die Anlageformen kurzfristige Geldanlagen und Immobilien sind dabei aktuell diejenigen mit der höchsten Bevorzugung. Die inflationsgeschützte Anlage in Sachwerte erfährt durch Immobilien und mittlerweile vermehrt auch durch Edelmetalle einen regen Zulauf. Die Anleger möchten eine sichere, wertstabile und altersvorsorgewirksame Wertanlage realisieren, wozu auch eine günstige Finanzierung gehört. Diese ist durch die starken Zinssenkungen der Vergangenheit und noch nicht zu starkem Preisauftrieb sehr attraktiv geworden. Die Spareinlagen dienen dabei der schnellen Verfügbarkeit, z.B. für geplante Anschaffungen oder als zusätzliche, liquide Eigenkapitalbasis.
Anlagen, die den Risiken und Schwankungen des Finanzmarkts unterworfen sind – wie beispielsweise Aktien oder Anleihen – erfahren durch entsprechende Profispekulanten zwar einen Umsatzschub, der jedoch in weiten Teilen nicht von substanziellen Privatanlegern getragen wird. Die Kapitalanlagequote über Wertpapiere ist hierzulande im internationalen Vergleich sehr gering. Dies ist realwirtschaftlich allerdings nicht unbedingt gerechtfertigt: Viele Unternehmen in Deutschland sind exzellent aufgestellt und werden an den Märkten nur moderat bewertet. Anleger mit entsprechender Sachkenntnis und einem ausreichend langen Atem könnten hier von hervorragenden Anlagechancen profitieren – auch diese Aufklärung ist Aufgabe der Politik- und Wirtschaftsfachleute hierzulande. Der Trend in Richtung Immobilie hingegen ist nach wie vor positiv zu werten, denn Immobilien bilden einen wichtigen Grundstock der persönlichen Altersvorsorge.

