Welche Bedeutung haben Kreditwürdigkeit und Bonität?
Freitag, 04. Mai 2012Bei Beantragung eines Kredites oder eines Immobiliendarlehens bei einem Kreditinstitut wird dieses neben anderen Kriterien insbesondere die Kreditwürdigkeit und die Bonität des Antragstellers prüfen. Die Kriterien für die Kreditbewilligung werden in nächster Zeit noch strenger werden, da die Banken sich aufgrund der Euro-Krise selbst auferlegt haben, Ihre Eigenkapitalbasis weiter zu stärken.
Was bedeutet das?
Für den Darlehensgeber ist es entscheidend, ob die wirtschaftliche Lage eine störungsfreie Kreditrückzahlung zulässt. Die Kreditwürdigkeit hängt zudem von der persönlichen Integrität ab: Diese sollte dabei neben zuverlässigem Rückzahlungsverhalten auch eine entsprechende Vita beinhalten, damit eine materielle Grundlage für die Kreditratenbedienung vorhanden ist. Insbesondere bei größeren Krediten ab 125.000 Euro nehmen Kreditinstitute dabei Einsicht in vertrauliche Unterlagen des Kreditnehmers. Auch schon bei kleineren Darlehensbeträgen wird der sog. SCHUFA-Score abgefragt, der Aufschluss über die Bonität des Kreditnehmers gibt. Die Schufa verfügt dabei nicht über Daten der individuellen wirtschaftlichen Situation des Kreditnehmers, sondern nur über die persönlichen Daten zur Identifizierung (Name, Alter, Adresse etc.) und über Daten betreffend der Abwicklung von entsprechend relevanten Verträgen.
Dies können z.B. sein:
Bestehende Kreditverträge (ggf. auch nur Kreditanfragen), Kontoverträge, Ratenkredite oder auch Mobilfunkverträge. Somit wird hier in erster Linie die Zuverlässigkeit der Zahlungserfüllung beurteilt, nicht aber die wirtschaftliche Fähigkeit, zukünftige Darlehen vereinbarungsgemäß zurück zu zahlen. Der Schufa Score (der Basis-Score ist eine Zahl von 0 bis 1000 und wird in Gruppen – den sog. Ratingstufen – eingeteilt) gibt kurz gesagt die Wahrscheinlichkeit an, mit der eine Person mit den ausgewiesenen Merkmalen das Darlehen zurückzahlen wird.

