Wohngebäudeversicherung: Achtung vor Stolperfallen!

Montag, 21. Mai 2012

Die Wohngebäudeversicherung ist eine verpflichtende Versicherung, wenn z.B. ein Neu- oder Anbau mit Hilfe eines Kreditinstitutes finanziert werden soll. Die Wohngebäudeversicherung ist darüber hinaus generell für alle Immobilienbesitzer empfehlenswert, da sie existentielle Schäden z.B. durch Sturm, Brand oder Leitungswasser abdeckt. Jedoch sollte sich der Immobilienbesitzer im Vorfeld gut über die Versicherungsumfänge, Beiträge und Bedingungen informieren, da diese von Anbieter zu Anbieter erheblich differieren können.

So sind bei vielen Verträgen Terrassen, Carports, Gartenhütten etc. nicht mit geschützt oder es fehlen wichtige Versicherungsumfänge wie Erdbeben oder Überschwemmungen. Je nach Standort können weitere Risiken auftreten, die unbedingt in den Versicherungsumfang mit aufgenommen werden sollten: Hierunter fallen z.B. Fahrzeuganprall, Bodensanierungen nach Kontaminierungen (die z.B. durch einen Brand entstehen können) oder auch Rohrbrüche auf dem Grundstück, die sich aber nicht direkt im Haus befinden. Zu prüfen ist auch, ob der Versicherungsschutz ausreichende Deckung aufweist, also keine Unterversicherung besteht.

Dies entsteht insbesondere oft dann, wenn der Immobilienbesitzer im Laufe der Zeit aufwertende Veränderungen vorgenommen hat (wie Dachbodenausbau oder Anbauten), den Versicherungsschutz dann aber nicht angepasst hat. Im Schadenfalle kommt dann eine böse Überraschung auf den Versicherungsnehmer zu: Der Versicherer zahlt dann gar nicht oder nur einen Teilbetrag. Vertraglich kann deshalb z.B. auch ein Unterversicherungsverzicht vereinbart werden: Hier prüft die Versicherung dann im Schadenfalle nicht, ob eine Unterversicherung vorliegt und es kommt damit zu keiner Leistungskürzung.

 

Kauf einer Neubau-Immobilie

Montag, 15. Juni 2009

Nicht immer ist es leicht, die Entscheidung für eine neue oder eine gebrauchte Immobilie zu treffen. Der Vorteil einer gebrauchten Immobilie besteht, darin, dass sowohl der Zustand, die Raumaufteilung als auch die Sonnenausrichtung bereits genau begutachtet werden können, während eine Neubau-Immobilie besonders dadurch überzeugt, dass sie noch Raum für individuelle Wünsche lässt und die Ausstattung völlig frei gewählt werden kann. Der Grundriss kann den eigenen Bedürfnissen angepasst werden ebenso wie Bodenbeläge, die Ausstattung und die Ausrichtung. Wichtig ist, wenn man sich für eine Neubau-Immobilie entscheiden sollte, dass man den Kauf über ein seriöses und bekanntes Bauträgerunternehmen abwickelt. Nur dann kann man sichergehen, dass wirklich später alles nach Zufriedenheit von statten geht. In der frühen Verkaufsphase eines Bauträgers ist mit dem Bau des Objektes noch nicht begonnen worden. Meist ist nur ein Exposé erhältlich, das genauestens geprüft werden sollte. Ein aussagekräftiges Exposé sollte auf jeden Fall den Namen sowie die Anschrift des Bauträgers beinhalten sowie eine genaue Lagebezeichnung des geplanten Objektes. Es sollte dokumentiert sein, wie viele Einheiten (Wohnungen oder Häuser) entstehen sollen und wie die jeweiligen Wohneinheiten im Haus gelegen sind und welche Ausstattungsmerkmale sie besitzen. Des Weiteren sollten im Exposé maßstabsgetreue Grundrisse vorhanden sein sowie eine Preisliste, die Quadratmeterangaben sowie Preise für Garage, Garten- oder Kellerflächen beinhaltet. Je ausführliche die Baubeschreibung des Objektes ist, desto besser.  Anhand eines Exposés kann sich ein erstes Bild von einem Objekt gemacht werden. Dennoch ist es unvermeidbar, die Lage des geplanten Gebäudes selbst zu begutachten und sich nicht nur auf die Beschreibung zu verlassen. Gibt es beispielsweise Lärmquellen in der Nähe? Wie ist die Sonnenausrichtung? Wo sind soziale Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten vorzufinden? Hilfreich kann es auch sein, Informationen von Nachbarn einzuholen. Da Banken nur noch einige wenige kleinere Bauunternehmen finanzieren, sollte grundsätzlich nach dem Bau- bzw. dem Einzugstermin gefragt werden. Häufig wird erst bei einer Abverkaufsrate von 50 Prozent mit dem Bau des Objektes begonnen – wird diese Abverkaufsrate innerhalb einer vereinbarten Zeit nicht erreicht, so sollte eine Absicherung vorhanden sein. Im Kaufvertrag kann ein Rücktrittsrecht verankert werden, ebenso wie die Klärung der Kosten bei einer notariellen Rückabwicklung des Kaufes.  Vor der Kaufentscheidung sollten eingehend Informationen eingeholt werden, um Risiken abzudecken und im Vorfeld zu vermeiden. Der Vergleich von Angeboten verschiedener Bauträger ist dabei ebenso anzuraten wie zu einem späteren Zeitpunkt die Bauzinsen verschiedener Kreditinstitute.

Neu bauen oder lieber gebraucht kaufen?

Freitag, 24. April 2009

Für die meisten Menschen steht schon früh der Traum vom Eigenheim fest. Die Entscheidung, einen Altbau zu kaufen oder alternativ das eigene Traumhaus selbst zu bauen fällt den meisten dann jedoch schwerer. Beide Möglichkeiten bieten seinem Besitzer Vor- und auch Nachteile – die Entscheidung ist daher häufig persönlicher Natur.

Einen Altbau zu kaufen birgt jedenfalls ein gewisses Risiko und ist in jedem Falle mit Kompromissen verbunden. Nur selten stimmt wirklich alles bei einem älteren, fertigen Haus. Der Grundriss ist bereits festgelegt, ein größerer Umbau nach eigenen Wünschen ist zwar möglich, verursacht aber wiederum höhere Kosten. Auch die Wohnnebenkosten sind bei Altbauten nicht zu verachten. Reparatur- und Sanierungskosten fallen wesentlich schneller an als bei einem neu gebauten Haus – vor allem wenn das Haus nicht mehr den gesetzlichen Auflagen entspricht und in Bezug auf Wärmedämmung und Energie auf Vordermann gebracht werden muss.

Wer handwerklich begabt ist, kann zwar einige Dinge selbst erledigen – dies wiederum ist aber mit einem großen zeitlichen Aufwand verbunden. Doch ein gebrauchtes Haus bietet durchaus auch Vorteile. Der Preis für das Haus sowie für das Grundstück steht als feste Kalkulationsgrundlage fest. Die Kosten für einen Altbau liegen weit unter dem eines Neubaus – selbst dann, wenn noch einiges saniert oder renoviert werden muss. Höhere, unerwartete Kosten sind im Gegensatz zum Bau eines Hauses ebenso wenig zu erwarten wie eine längere Bauphase bis Fertigstellung oder Enttäuschungen, weil das Haus im Endzustand nicht dem entspricht, was man sich erträumt hat. Pfusch am Bau oder Auflagen, die gewisse Wünsche im ausgewiesenen Baugebiet untersagen, können Bauherren schnell ans Ende ihrer Nerven bringen.

Ganz gleich, wie man sich entscheidet – wichtig ist, vor dem Abschluss eines Darlehens für die Baufinanzierung einen umfassenden Baufinanzierung Vergleich vorzunehmen. Nur so lassen sich die besten Darlehenskonditionen nutzen, um möglichst kostensparend zu finanzieren.

Immobilien finanzieren Teil 1 – 6

» Teil 1. – Die Immobilie – Planung, Lage, Besichtigung und Qualität
» Teil 2. – Bestandsimmobilien – Gebrauchtimmobilien, Hausbesichtigung und steuerliche Aspekte
» Teil 3. – Neubauimmobilien – Vorteile der Neubauimmobilie, Nachteile steuerliche Betrachtung
» Teil 4. – Denkmalschutz-Immobilien – Hohe Lebens- und Wohnqualität, Kapitalanlage
» Teil 5. – Das Baugeld – Das Geld zum Bauen, Baugeldvergleich nutzen
» Teil 6. – Sanierungskredit – Sanieren und Finanzieren, Werterhaltung und Steigerung