Erhöhung der Grunderwerbsteuer: Optimierte Baufinanzierung kann Nachteil wettmachen

Freitag, 13. April 2012

(München, 5. April 2012) Seit Anfang April beträgt die Grunderwerbsteuer nun auch in Berlin 5 Prozent. In den vergangenen Monaten haben bereits etliche Bundesländer den Immobilienerwerb verteuert, zum Teil betrug die Steuererhöhung satte 1,5 Prozentpunkte. Doch allein wegen einer höheren Grunderwerbsteuer sollte niemand auf den Haus- oder Wohnungskauf verzichten, rät Interhyp, Deutschlands größter Vermittler für private Baufinanzierungen. Das aktuelle Zinsniveau ist historisch niedrig und zahlt sich langfristig aus, meint Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, und ergänzt: “Wenn sich dann nicht beeinflussbare Fixkosten erhöhen, ist es umso wichtiger, die beeinflussbaren Faktoren zu optimieren. Und bei der Finanzierung lässt sich viel herausholen, wenn man die Angebote verschiedener Banken vergleicht.

Bei einem Immobilienkauf in Deutschland werden Grunderwerbsteuer, Gebühren für Notar und Grundbuchamt immer fällig. “Während Häuslebauer oder Eigenheimkäufer diese Kaufnebenkosten so hinnehmen müssen, können sie bei der Wahl ihrer Finanzierung frei wählen. Anbieter wie Interhyp entwickeln zunächst das optimale Finanzierungskonzept und wählen dann unter über 300 Banken den am besten passenden Anbieter aus”, erläutert Goris.

Denn die Kosten für eine Finanzierung unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter oftmals deutlich. “Vielen Darlehensnehmern ist gar nicht bewusst, wie massiv sich bereits kleine Zinsunterschiede auf ihre Gesamtkosten auswirken”, erklärt Goris. So verteuert zum Beispiel eine Zinsdifferenz von 0,5 Prozentpunkten auf Zehnjahressicht einen 200.000 Euro-Kredit um 11.000 Euro. Die Mehrkosten durch die höhere Grunderwerbsteuer hingegen liegen bei einem Kaufpreis von 200.000 Euro und einer Erhöhung um 1,5 Prozent bei 3.000 Euro, bei einer Erhöhung um 0,5 Prozent, wie nun in Berlin, bei 1.000 Euro. Der Vorteil niedriger Zinsen macht den Nachteil der erhöhten Steuer also mehr als wett.

Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Erwerb eines Grundstücks oder einer Immobilie anfällt, sie wird auf den Kaufpreis erhoben. Seit der Föderalismusreform 2006 legt jedes Bundesland in Deutschland die Steuer selbst fest. In 2011 und in den ersten Monaten des laufenden Jahres haben die meisten Bundesländer die Steuersätze erhöht, größtenteils auf 4,5 oder 5 Prozent. Nur in Bayern, Hessen und Sachsen liegt der Satz noch bei den ursprünglichen 3,5 Prozent.

Neu bauen oder lieber gebraucht kaufen?

Freitag, 24. April 2009

Für die meisten Menschen steht schon früh der Traum vom Eigenheim fest. Die Entscheidung, einen Altbau zu kaufen oder alternativ das eigene Traumhaus selbst zu bauen fällt den meisten dann jedoch schwerer. Beide Möglichkeiten bieten seinem Besitzer Vor- und auch Nachteile – die Entscheidung ist daher häufig persönlicher Natur.

Einen Altbau zu kaufen birgt jedenfalls ein gewisses Risiko und ist in jedem Falle mit Kompromissen verbunden. Nur selten stimmt wirklich alles bei einem älteren, fertigen Haus. Der Grundriss ist bereits festgelegt, ein größerer Umbau nach eigenen Wünschen ist zwar möglich, verursacht aber wiederum höhere Kosten. Auch die Wohnnebenkosten sind bei Altbauten nicht zu verachten. Reparatur- und Sanierungskosten fallen wesentlich schneller an als bei einem neu gebauten Haus – vor allem wenn das Haus nicht mehr den gesetzlichen Auflagen entspricht und in Bezug auf Wärmedämmung und Energie auf Vordermann gebracht werden muss.

Wer handwerklich begabt ist, kann zwar einige Dinge selbst erledigen – dies wiederum ist aber mit einem großen zeitlichen Aufwand verbunden. Doch ein gebrauchtes Haus bietet durchaus auch Vorteile. Der Preis für das Haus sowie für das Grundstück steht als feste Kalkulationsgrundlage fest. Die Kosten für einen Altbau liegen weit unter dem eines Neubaus – selbst dann, wenn noch einiges saniert oder renoviert werden muss. Höhere, unerwartete Kosten sind im Gegensatz zum Bau eines Hauses ebenso wenig zu erwarten wie eine längere Bauphase bis Fertigstellung oder Enttäuschungen, weil das Haus im Endzustand nicht dem entspricht, was man sich erträumt hat. Pfusch am Bau oder Auflagen, die gewisse Wünsche im ausgewiesenen Baugebiet untersagen, können Bauherren schnell ans Ende ihrer Nerven bringen.

Ganz gleich, wie man sich entscheidet – wichtig ist, vor dem Abschluss eines Darlehens für die Baufinanzierung einen umfassenden Baufinanzierung Vergleich vorzunehmen. Nur so lassen sich die besten Darlehenskonditionen nutzen, um möglichst kostensparend zu finanzieren.

Immobilien finanzieren Teil 1 – 6

» Teil 1. – Die Immobilie – Planung, Lage, Besichtigung und Qualität
» Teil 2. – Bestandsimmobilien – Gebrauchtimmobilien, Hausbesichtigung und steuerliche Aspekte
» Teil 3. – Neubauimmobilien – Vorteile der Neubauimmobilie, Nachteile steuerliche Betrachtung
» Teil 4. – Denkmalschutz-Immobilien – Hohe Lebens- und Wohnqualität, Kapitalanlage
» Teil 5. – Das Baugeld – Das Geld zum Bauen, Baugeldvergleich nutzen
» Teil 6. – Sanierungskredit – Sanieren und Finanzieren, Werterhaltung und Steigerung