Immobilienkredit Konditionen aktiv beeinflussen
Donnerstag, 22. Juli 2010Mit welchen Mitteln lässt sich die Zinsbelastung aus der Baufinanzierung so gering wie möglich halten? Nun, es gibt einige Wege, die zwar teilweise spekulativ sind und einige Risiken in sich bergen, aber oft lohnt es sich. Den Interessenten werden nachfolgend einige Möglichkeiten erörtert. In Zeiten der niedrigen Zinsen oder wenn davon ausgegangen wird, dass die Geld- und Kapitalmarktzinsen fallen, ist der Abschluss eines variabel verzinslichen Darlehens interessant. Dabei wird wegen dem Zinsänderungsrisiko allerdings nicht empfohlen die komplette Baufinanzierung variabel zu gestalten. Auch nur ein Teil (beispielsweise 30%) des gesamten Finanzierungsvolumens kann variabel abgeschlossen werden.
Der Zinssatz für dieses Darlehen orientiert sich dann an den Zinsen am Geldmarkt und liegt dann oft unter den Zinsen für mehrjährige Zinsfestschreibungen. Bei steigenden Zinsen kann das variable Darlehen jederzeit in ein festverzinsliches Darlehen umgeschuldet werden. Auf diese Weise können die Immobilienkredit Konditionen erheblich reduziert werden. Die risikofreudigeren Anleger können den variablen Anteil an der Gesamtfinanzierung bis auf 60% aufstocken. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehens. Dabei wird die Währung ausgesucht, für die relativ wenig Zinsen bezahlt werden müssen – so beispielsweise Yen oder Schweizer Franken. Dabei wird auf gleichbleibende Zinsen und eine günstige Entwicklung der Währung spekuliert. Im günstigsten Fall (bei positiver Entwicklung des Wechselkurses) muss nominell weniger zurückbezahlt werden, als ursprünglich an Fremdmitteln aufgenommen wurde. Auch hier wird aufgrund des Wechselkursrisikos nicht empfohlen die gesamte Baufinanzierung als Fremdwährungsdarlehen zu gestalten. Der maximale Anteile sollte sich beispielsweise auf 40% beschränken. Damit können die Immobilienkredit Konditionen auch hier erheblich reduziert werden.

