Aufstockung einer Finanzierung: Nachfinanzierung Hausbau

Freitag, 18. Mai 2012

Oftmals passiert es, dass eine aufgenommene Darlehenssumme für eine Immobilienfinanzierung nicht ausreicht, weil z.B. unerwartete Mehrkosten aufkommen oder weil eine vorher nicht geplante Erweiterung realisiert werden muss. In diesen Fällen hat der Darlehensnehmer grundsätzlich die Möglichkeit einer Finanzierungsaufstockung bzw. Nachfinanzierung. Je nach Beleihungsauslauf wird dann die bestehende Darlehenssumme erhöht oder ein weiterer Teilkredit aufgenommen.

Voraussetzung für eine solche Aufstockung ist neben der entsprechend ausreichenden Bonität die finanzielle Möglichkeit, die erhöhten Raten aus dem vorhandenen Einkommen auch problemlos bestreiten zu können. Die Konditionen für den erhöhten Kredit sind in der Regel ungünstiger als für den Initialkredit, da ein erhöhtes Rückzahlungsausfallrisiko entsteht sowie ein Teil der Beleihungssicherheit für das Kreditinstitut verlorengeht. Dieses höhere Risiko wird durch einen höheren Sollzinssatz eingepreist. Die Zinssätze für den aufgestockten Darlehensteil liegen meist zwischen 0,3 und 1 Prozent höher als für den ursprünglichen Teil.

Der Darlehensnehmer sollte sich insbesondere vor Augen führen, inwieweit die zusätzlichen Kosten wirklich nicht vermieden werden können und wie sicher er von seinem zukünftigen Einkommen die höheren Raten auch wirklich zahlen kann. Mitunter ist es günstiger, noch etwas abzuwarten und neben den Tilgungs- und Zinszahlungen für den bestehenden Kredit einen Eigenkapitalstock aufzubauen und die Erweiterungen (soweit möglich) auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Es ist dann mehr Eigenkapital vorhanden und bereits ein größerer Teil des Altdarlehens abgetragen, sodass ein Neurisiko weniger gewichtig wird.

Variables Darlehen – wie funktioniert es

Montag, 23. April 2012

Ein variables Darlehen unterliegt im Gegensatz zum Darlehen mit Zinsbindung den Zinsschwankungen am Markt, da die Verzinsung regelmäßig (meist vierteljährlich) an die aktuellen Marktkonditionen angepasst wird. Nach einer Anpassung des Darlehenszinses ändert sich die Annuität, da entsprechend geänderte Zinskosten für den Darlehensnehmer anfallen. Der Vorteil liegt in der viel größeren Flexibilität dieser Darlehensform, sowie in der günstigen Konditionierung.

Da die Zinsen zurzeit historisch günstig sind, bedeutet der Abschluss eines variablen Darlehens eine derzeit extrem günstige Form der Finanzierung. Das Risiko für den Kreditnehmer liegt in möglichen Zinserhöhungen des zugrunde liegenden Referenzzinssatzes (meist des Euribor) bis zur Tilgung der Darlehenssumme. Existieren nicht genügend freie Kapazitäten, kann dies zu einer Gefährdung der Finanzierung führen – schon deshalb sollte der Darlehensnehmer bereits im Vorfeld sehr gut prüfen, ob diese Form der Finanzierung für ihn geeignet ist.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, das variable Darlehen zu jedem neuen Anpassungstermin in ein Darlehen mit Zinsbindung umzuwandeln oder das variable Darlehen als sog. „Cap-Darlehen“ abzuschließen, also mit der Vereinbarung eines maximalen Zinssatzes, der nicht überschritten werden kann. Variable Darlehen stellen auch ein gesamtwirtschaftliches Risiko dar – hat beispielsweise eine Bank viele solcher Darlehen vergeben und finden markante Leitzinserhöhungen statt, kann dies zu einer Vielzahl an nicht mehr rückzahlungsfähigen Krediten führen, welche Bank und Volkswirtschaft belasten.

Baufinanzierungsvarianten: (Teil-)variable Darlehen

» Cap-Darlehen
» Flex-Darlehen
» Kombi-Darlehen

Erhöhung der Grunderwerbsteuer: Optimierte Baufinanzierung kann Nachteil wettmachen

Freitag, 13. April 2012

(München, 5. April 2012) Seit Anfang April beträgt die Grunderwerbsteuer nun auch in Berlin 5 Prozent. In den vergangenen Monaten haben bereits etliche Bundesländer den Immobilienerwerb verteuert, zum Teil betrug die Steuererhöhung satte 1,5 Prozentpunkte. Doch allein wegen einer höheren Grunderwerbsteuer sollte niemand auf den Haus- oder Wohnungskauf verzichten, rät Interhyp, Deutschlands größter Vermittler für private Baufinanzierungen. Das aktuelle Zinsniveau ist historisch niedrig und zahlt sich langfristig aus, meint Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, und ergänzt: “Wenn sich dann nicht beeinflussbare Fixkosten erhöhen, ist es umso wichtiger, die beeinflussbaren Faktoren zu optimieren. Und bei der Finanzierung lässt sich viel herausholen, wenn man die Angebote verschiedener Banken vergleicht.

Bei einem Immobilienkauf in Deutschland werden Grunderwerbsteuer, Gebühren für Notar und Grundbuchamt immer fällig. “Während Häuslebauer oder Eigenheimkäufer diese Kaufnebenkosten so hinnehmen müssen, können sie bei der Wahl ihrer Finanzierung frei wählen. Anbieter wie Interhyp entwickeln zunächst das optimale Finanzierungskonzept und wählen dann unter über 300 Banken den am besten passenden Anbieter aus”, erläutert Goris.

Denn die Kosten für eine Finanzierung unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter oftmals deutlich. “Vielen Darlehensnehmern ist gar nicht bewusst, wie massiv sich bereits kleine Zinsunterschiede auf ihre Gesamtkosten auswirken”, erklärt Goris. So verteuert zum Beispiel eine Zinsdifferenz von 0,5 Prozentpunkten auf Zehnjahressicht einen 200.000 Euro-Kredit um 11.000 Euro. Die Mehrkosten durch die höhere Grunderwerbsteuer hingegen liegen bei einem Kaufpreis von 200.000 Euro und einer Erhöhung um 1,5 Prozent bei 3.000 Euro, bei einer Erhöhung um 0,5 Prozent, wie nun in Berlin, bei 1.000 Euro. Der Vorteil niedriger Zinsen macht den Nachteil der erhöhten Steuer also mehr als wett.

Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Erwerb eines Grundstücks oder einer Immobilie anfällt, sie wird auf den Kaufpreis erhoben. Seit der Föderalismusreform 2006 legt jedes Bundesland in Deutschland die Steuer selbst fest. In 2011 und in den ersten Monaten des laufenden Jahres haben die meisten Bundesländer die Steuersätze erhöht, größtenteils auf 4,5 oder 5 Prozent. Nur in Bayern, Hessen und Sachsen liegt der Satz noch bei den ursprünglichen 3,5 Prozent.

Variables Darlehen – pro und contra

Montag, 12. März 2012

Ein variables Darlehen unterliegt im Gegensatz zum Darlehen mit Zinsbindung den Zinsschwankungen am Markt, da die Verzinsung regelmäßig (meist vierteljährlich) an die aktuellen Marktkonditionen angepasst wird. Nach einer Anpassung des Darlehenszinses ändert sich die Annuität, da entsprechend geänderte Zinskosten für den Darlehensnehmer anfallen. Der Vorteil liegt in der viel größeren Flexibilität dieser Darlehensform, sowie in der günstigen Konditionierung.

Da die Zinsen zurzeit historisch günstig sind, bedeutet der Abschluss eines variablen Darlehens eine derzeit extrem günstige Form der Finanzierung. Das Risiko für den Kreditnehmer liegt in möglichen Zinserhöhungen des zugrunde liegenden Referenzzinssatzes (meist des Euribor) bis zur Tilgung der Darlehenssumme. Existieren nicht genügend freie Kapazitäten, kann dies zu einer Gefährdung der Finanzierung führen – schon deshalb sollte der Darlehensnehmer bereits im Vorfeld sehr gut prüfen, ob diese Form der Finanzierung für ihn geeignet ist.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, das variable Darlehen zu jedem neuen Anpassungstermin in ein Darlehen mit Zinsbindung umzuwandeln oder das variable Darlehen als sog. „Cap-Darlehen“ abzuschließen, also mit der Vereinbarung eines maximalen Zinssatzes, der nicht überschritten werden kann. Variable Darlehen stellen auch ein gesamtwirtschaftliches Risiko dar – hat beispielsweise eine Bank viele solcher Darlehen vergeben und finden markante Leitzinserhöhungen statt, kann dies zu einer Vielzahl an nicht mehr rückzahlungsfähigen Krediten führen, welche Bank und Volkswirtschaft belasten.

Gewerbefinanzierung derzeit mit höheren Hürden verbunden

Dienstag, 27. Dezember 2011

Der Erwerb oder die Errichtung von Gewerbeimmobilien ist immer mit dem Ziel verbunden, (zusätzliche) Erträge zu erwirtschaften. Für diese Investition wird in der Regel eine Gewerbefinanzierung benötigt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Kapitalaufnahme ist die positive Beurteilung der wirtschaftlichen Situation durch den oder die Kapitalgeber.

In Zeiten der Euro-Krise legen gerade die Kreditinstitute die Messlatte höher:

Banken und Sparkassen sind gehalten, Ihre Eigenkapitalbasis zu stärken und somit entweder neues Stammkapital einzubringen (was eher schwierig ist) oder aber die Kreditvergabe einzuschränken. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmer wird es damit schwieriger, an Kredite für die entsprechenden Vorhaben zu gelangen.

Obwohl Fachleute nicht von einer ernstzunehmenden Kreditklemme ausgehen, so werden insbesondere Investitionen in neue Geschäftsfelder darunter zu leiden haben: Nicht oder schlecht beurteilbare Kriterien für Neugründungen oder Neuausrichtungen werden das Nachsehen haben.

Hier bleibt der Gang zu privaten Investoren oder Private Equity Gesellschaften, um an dringend benötigtes Kapital zu gelangen. Das Problem liegt in der richtigen Beurteilung der Chancen und Risiken, was schon bei reinen Expansionen oder bei bekannten Modellen oft ein Problem ist und von unterschiedlichen Kreditgebern teils drastisch unterschiedlich bewertet wird.

Fazit: Es wird trotz eines eigentlich günstigen Zinsumfeldes schwieriger, Neuinvestitionen zu tätigen und die Wirtschaftsleistung anzukurbeln. Schon jetzt gehen einige mittelständische Unternehmen den bisher nicht üblichen Weg der Kapitalbeschaffung am Finanzmarkt.

Zu einer zusätzlichen Chancenerhöhung trägt ein unabhängige Finanzmakler, wie der Top Partner von Immokredit24, bei. Denn dieser arbeitet mit allen Anbietern, die für eine Gewerbefinanzierung in Frage kommen, zusammen und hat so einen großen Spielraum, was die Zusage und die Konditionen angeht.

Hauskauf mit Annuitätendarlehen

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Die am meisten beantragte Darlehensform bei Immobilienkäufen ist nach wie vor das Annuitätendarlehen. Gerade aktuell hat diese Form der Finanzierung viele Vorzüge: Niedrige Zinsen, relativ lange Zinsbindungsfristen und damit eine hohe Planungssicherheit, gleichbleibende monatliche Raten und meist flexibel verhandelbare Sondertilgungsmöglichkeiten ohne zusätzliche Gebühren. Als Sicherheit fungiert dabei die Immobilie selbst, da im Grundbuch eine erstrangige Hypothekenschuld zu Gunsten der Bank eingetragen wird. Einmal initiiert, läuft die Rückzahlung quasi von selbst, der Darlehensnehmer muss sich erst wieder um das Darlehen kümmern, wenn das Ende der Zinsbindungsfrist bevorsteht und ggf. eine Anschlussfinanzierung auf den Weg gebracht werden muss.

Die immer gleich hohen Raten setzen sich dabei aus jeweils dem Zins- und dem Tilgungsanteil zusammen. Der anfängliche Tilgungssatz wird dabei vertraglich vereinbart und kann im günstigsten Falle bei Bedarf angepasst werden. Durch die regelmäßigen Tilgungsraten reduziert sich nach jeder Ratenzahlung der Zinsanteil zu Gunsten des Tilgungsanteiles. Doch auch angesichts der aktuellen (niedrigen) Zinssituation sollte die Vertragsunterzeichnung nicht überstürzt werden, da – je nach persönlicher Einkommens- und Vermögenssituation – auch ausreichend Eigenkapital mit eingebracht werden sollte. Die Rückzahlungssicherheit sollte an erster Stelle stehen, um nicht das gesamte Projekt und die eigene finanzielle Situation zu gefährden. Hilfe zum Hauskauf und der Finanzierung kann der Interessent kostenlos bei unabhängigen Baufinanzierern erhalten.

Bauzinsen ermöglichen aktuell günstige Finanzierungen – Forward Darlehen Vergleich sinnvoll

Dienstag, 13. Dezember 2011

Forwarddarlehen Vergleich(Berlin, 13.12.2011) Die Zinsentwicklung schlägt angesichts der krisenbehafteten Finanzmarktentwicklungen Kapriolen: In der ersten Novemberwoche gab der neue EZB-Präsident Mario Draghi eine Leitzinssenkung um 0,25 Prozent auf nun 1,25 Prozent bekannt und am 8. Dezember folgte die Herabsetzung um weitere 0,25 Prozent auf 1,00 Prozent. Erst im Juli hatte die EZB den Leitzins auf 1,5 Prozent erhöht, nachdem Anfang April schon eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent stattgefunden hatte. Der Zinsschritt im November wurde teils mit Überraschung aufgenommen, war doch die Inflationsrate mit etwa 3,0 Prozent weit über der Zielmarke von 2 Prozent. Begründet wurde der Schritt mit einem notwendigen Gegensteuern zu rezessiven Tendenzen, mit denen im Euroraum zunehmend gerechnet werden muss. Was bedeutet dies alles für eine geplante Immobilienfinanzierung? Sollte der Interessent noch abwarten oder ist die Gelegenheit jetzt günstig? Sollten ggf. Anschlussfinanzierungen mittels Forward-Darlehen jetzt fixiert werden?

Die Prognose für 2012

Auch im kommenden Jahr wird die Zinsentwicklung von der Eurokrise und ggf. deren Auswirkungen bestimmt sein. Schon jetzt ist abzusehen, dass eine Ausweitung der Geldmenge inflationssteigernd wirken wird. Die Grenze nach unten ist bei der Leitzinsentwicklung fast erreicht und die EZB wird darauf „lauern“, den Leitzins sobald als möglich wieder anzuheben. Diese Strategie war schon für 2011 geplant, bis die enormen Auswirkungen der Griechenland- und Südeuropa-Staatsschuldensituationen dieser Strategie Einhalt geboten. Auch ist bereits eine Tendenz abzusehen, dass die Kreditinstitute ihre ausgeliehenen Mittel verteuern werden, da die Angst vor weiteren Kreditausfällen schwer wiegt und eine Kreditvergabe mit „angezogener Handbremse“ erfolgen wird. Das Bankenvertrauen untereinander hat ebenfalls gelitten. Die früheren Gewinnhöhen der großen Banken (bis Eintritt der Finanzkrise) werden trotzdem kaum zu erreichen sein.

Jetzt ist die Chance für Häuslebauer

Für angehende Immobilienbesitzer bietet sich nach dem derzeitigen Stand gerade jetzt eine extrem gute Ausgangssituation, um die Konditionen für ein langjähriges Darlehen zu fixieren. Wer die Darlehensmittel nicht sofort benötigt, kann sich trotzdem die guten Konditionen für die Zukunft sichern: Mit einem Forward-Darlehen. Ein Forward-Darlehen kann für einen Kredit bis zu 5 Jahre im Voraus vereinbart werden, die Aufschläge für die Fixierung der Zinsen sind je nach Vorlaufzeit vergleichsweise gering. Ein Forward-Darlehen eignet sich dabei hervorragend als Anschlussfinanzierung, unter Umständen auch als Erstfinanzierung, wenn schon feststeht, wie viel wann benötigt wird. Interessenten, die sowieso die Absicht haben zu bauen oder zu kaufen, sollten sich also unbedingt die aktuell niedrigen Zinsen sichern. Weitere Informationen hierzu und zum Thema Forward-Darlehen können im Internet z.B. bei Immokredit24.com eingesehen werden. Das Immobilienportal bietet einen unabhängigen Vergleich aus über 300 Anbietern, so dass jeder zu seinem individuell angepassten und günstigen Kredit kommen kann. Die Abdeckung dieser Marktbreite ist für einen sinnvollen Darlehensvergleich wichtig, denn nur so können alle Optimierungsmöglichkeiten auch ausgenutzt werden.

Fazit
Die aktuelle finanzpolitische Lage beschert angehenden Immobilienbesitzern eine nie dagewesene Chance, von niedrigen Zinskonditionen zu profitieren. Wer jetzt seine Finanzierung fixiert, z.B. über ein Forward-Darlehen, kann in den Jahren der Zinsbindung erhebliche Mittel für Zinsaufwendungen sparen. Eine ausgiebige Information freilich sollte am Anfang dieses Bemühens stehen, hilfreich sind hier unabhängige Finanzberater oder auch entsprechende Seiten im Internet, wie beispielsweise Immokredit24.com. Die individuelle Optimierung und ein Vergleich aus mehreren hundert Darlehensanbietern ermöglicht eine maximale Nutzung der Marktmöglichkeiten.

Weitere Informationen

» Baufinanzierung Zinsen – Entwicklung der Bauzinsen
» Forward Darlehen – günstige Baufinanzierung Zinsen sichern

Zinsentwicklung 2011/2012: Wie sehen die Prognosen aus?

Montag, 12. Dezember 2011

Wer mit dem Gedanken spielt, eine Immobilienfinanzierung zu beginnen, stellt sich die Frage nach dem günstigsten Einstiegszeitpunkt. Am besten gleich starten oder doch noch ein wenig warten? Damit eng verknüpft sind die Zinsprognosen für die Zukunft, da je nach Entwicklung der Leitzinsen im Euroland auch die Zinskonditionen für Immobiliendarlehen steigen oder fallen. Da wir uns momentan fast am unteren Ende der Zinskurve für die Leitzinsen befinden, legt dies den Gedanken nahe, schnell noch ein günstiges Darlehen zu beantragen anstatt länger zu warten. Derzeit befinden sich die Märkte in Europa in einer schwer einzuschätzenden Situation – selten war es schwieriger für die Experten, eine Prognose für die nahe Zukunft abzugeben.

Unter den sehr vielen Einflussfaktoren finden sich u.a. wirtschaftliche und politische Einflüsse, die nicht vorhersehbar sind. Ein fundierter Tipp für jeden Immobilieninteressenten ist es deshalb, die geplante Finanzierung zeitnah aufzunehmen, sofern Objekteigenschaften, Einkommenssituation und Eigenkapitalbasis stimmen. Es sollte auf eine lange Zinsbindung geachtet werden. Die so gewonnene Zinssicherheit mit derzeit historisch niedrigen Zinsen führt zu einer planbaren und realisierbaren Finanzierung des gewünschten Objekts. Das Warten auf ggf. noch günstigere Zinsentwicklungen unterliegt nicht nur dem „Risiko“ einer gesamtwirtschaftlichen Verbesserung der Wirtschaftsentwicklung im Euroland (= Zinsanstieg!), sondern auch – bei gegenläufiger Entwicklung – einem nicht auszuschließenden moderaten Anstieg der Teuerungsrate, was letztendlich auch zu höheren Herstellungskosten bzw. Kaufpreisen für die Immobilie führt.

„Wohn-Riester“: Wie kann Immobilieneigentum günstig finanziert werden?

Mittwoch, 07. Dezember 2011

Die staatlich geförderte Eigenheimrente, landläufig auch „Wohn-Riester“ genannt, erfreut sich nach wie vor nur gebremster Beliebtheit. Zu komplex die Struktur und zu gering die Anbieterzahl für entsprechende Verträge. Was genau ist „Wohn-Riester“ und wie genau kann jeder Immobilieninteressent die für sich günstigste Lösung finden? Die Eigenheimrente – so der offizielle Name – soll persönliches Wohneigentum als Baustein der individuellen Altersvorsorge fördern. Neben den klassischen Riesterprodukten wie Banksparplan, Rentenversicherung oder Fondssparplan gibt es seit 2008 auch die Möglichkeit der geförderten Eigenheimrente. Hierbei dürfen maximal 75% der in anderen „Riester“-Produkten angesparten Einlagen für den Kauf oder Bau einer Immobilie entnommen werden. Wer noch keine anderen Riester-Produkte besitzt, kann seit Ende 2009 mit entsprechenden Finanzierungsprodukten (z.B. Riester-Baufinanzierungen oder besonderen Bausparverträgen) von der Förderung profitieren.

Die geförderten Beiträge wandern dabei allerdings nicht auf ein Anlagekonto, sondern dienen der Tilgungsbeschleunigung und damit der Zinsentlastung. Es gibt einige Vorbedingungen für diese Variante, z.B. dass die Finanzierung bis spätestens zum Ende des 68. Lebensjahres abgeschlossen sein muss. Zudem bieten nicht sehr viele Kreditinstitute diese Kreditvariante an. Weiterer Nachteil: Die Begünstigungen werden per nachgelagerter Besteuerung im Alter wieder relativiert. Die Frage bei alldem ist, was für den Interessenten günstiger ist: Ein (von viel mehr Kreditinstituten angebotenes) konventionelles Immobiliendarlehen oder die Riester-Variante. Die Prüfung erfordert neben einem breit angelegten Vergleich entsprechendes Wissen über die verschiedenen Optimierungsmöglichkeiten. Hier sollte der Interessent am besten die professionelle Hilfe eines unabhängigen Finanzberaters in Anspruch nehmen.

Baufinanzierung: Vergleich der verschiedenen Varianten essentiell für die individuelle Optimierung

Freitag, 25. November 2011

Baufinanzierung Vergleich Varianten (Berlin, 25.11.2011) Die individuelle passende Baufinanzierung zu finden, kann entscheidend sein für das Gelingen des gesamten Vorhabens – auf jeden Fall aber bedeutet es, finanziell möglichst flexibel zu bleiben und dabei so viel Geld wie möglich zu sparen. Die Suche nach der passenden Variante kann sich dabei recht aufwändig gestalten: So gibt es diverse Finanzierungsformen und unterschiedliche Möglichkeiten zur Vertragsgestaltung. Unabdingbar ist daher eine rechtzeitige und eingehende Information über die verschiedenen möglichen Darlehensvarianten und deren Bedeutung für die eigene Situation. Die gängigen Finanzierungsformen und für wen diese geeignet sind, soll hier dargestellt werden.

Welche gängigen Darlehensvarianten können unterschieden werden?

Abhängig von den persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnissen kann der angehende Immobilieneigentümer zwischen verschiedenen Finanzierungsvarianten wählen, die für eine Immobilienfinanzierung in Frage kommen. Die mit Abstand am häufigsten beanspruchte Finanzierung stellt das herkömmliche Annuitätendarlehen dar. Diese Finanzierungsform ist für viele Darlehensnehmer gut geeignet, da eine exzellente Planbarkeit durch die immer gleich bleibenden Raten gegeben ist. Nachteile: Für die gute Konditionierung eines Annuitätendarlehens ist ein Eigenkapitalanteil von mindestens 20% sinnvoll. Nach Ablauf der vereinbarten Zinsbindungsfrist bleibt außerdem in den meisten Fällen ein recht hoher Darlehensbetrag übrig, der dann mit einer Anschlussfinanzierung weitergeführt werden muss. Ganz anders sieht dies bei einem sog. Volltilger-Darlehen aus: Hier muss das Darlehen über die vereinbarte Laufzeit komplett getilgt werden. Da die möglichen Laufzeiten im Vergleich zum herkömmlichen Annuitätendarlehen kürzer ausgelegt sind, bedeutet dies eine recht hohe monatliche Belastung durch die merklich höhere Tilgungsleistung. Die Eignung dieser Variante beschränkt sich daher auf entsprechend einkommensstarke Darlehensnehmer. Nachteile: Flexibilisierungen wie die Anpassung des Tilgungssatzes oder Sondertilgungen sind ausgeschlossen.

Eine beliebte Sonderform sind tilgungsfreie Darlehen mit Festzins. Hier werden während der Laufzeit nur die (über eine bestimmte Laufzeit fixierten) Zinsen gezahlt, die Tilgung erfolgt erst am Laufzeitende. Die Tilgung kann so z.B. aus der Ablaufleistung einer Lebensversicherung oder eines Sparvertrages erfolgen. Diese Variante ist geeignet für Darlehensnehmer, die auf eine niedrige regelmäßige Belastung Wert legen und ggf. vorhandene Sparverträge etc. unterhalten. Nachteil: Da über einen relativ langen Zeitraum keine Tilgung erfolgt, werden überproportional viele Zinskosten fällig, da der Zinssatz auf die gesamte Darlehenssumme berechnet wird.

Darlehensvarianten über Bausparkassen

Im Zusammenhang mit einem Immobilienerwerb werden auch immer wieder die Angebote der Bausparkassen thematisiert. Hier ist in erster Linie der klassische Bausparvertrag zu nennen, welcher seine Attraktivität insbesondere aus den möglichen Zuschüssen wie Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und vermögenswirksamen Leistungen bezieht. Das Prinzip beruht auf einem Sparvertrag, der über eine mehrjährige Laufzeit bespart und verzinst wird, bis er „zuteilungsreif“ gestellt wird. Sodann besteht die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines vergünstigten Darlehens gemäß den vereinbarten Vertragsbedingungen. Die Tilgung des Bauspardarlehens während der Darlehensphase ist flexibel gestaltbar und ist daher besonders für Darlehensnehmer mit viel Geduld (lange Ansparphase und kein vorab bekannter definitiver Zeitpunkt der Zuteilungsreife) und kleineren Einkommen geeignet. Nachteile: Die Darlehenssummen sind oft sehr begrenzt, die Guthabenverzinsung während der Sparphase verhältnismäßig niedrig und es kann kein genauer Zeitpunkt für die Auszahlung der Darlehenssumme genannt werden. Für Darlehensnehmer, die es eiliger haben und die Darlehensmittel sofort benötigen, bieten die Bausparkassen das sog. Voraus-Bauspardarlehen an. Die sofort ausgezahlten Darlehensmittel werden hier mittels eines gekoppelten Bausparvertrages getilgt und während der Laufzeit fallen zusätzlich zu den Sparraten die Darlehenszinsen an. Der Nachteil liegt hier wiederum in den relativ niedrigen Guthabenzinsen des Bausparteiles sowie den hohen Zinskosten für das Darlehen, weil eine Tilgung erst mit Erreichen der Zuteilungsreife erfolgt.

Ein Baufinanzierungsvergleich sollte auch in Niedrigzinsphasen stattfinden

Das derzeitige Rekordzinstief lässt Baufinanzierungen augenscheinlich extrem attraktiv erscheinen. Dies stimmt nur zum Teil – denn ohne eine individuelle Abstimmung auf die persönliche Finanzsituation kann jedes auch noch so günstig konditionierte Finanzierungsangebot zum finanziellen Fiasko werden. Die Rückzahlungsbelastungen aus Zinsen und Tilgungen müssen den finanziellen Möglichkeiten angepasst werden, um eine ausreichende Kapitaldienstfähigkeit zu erreichen. Ist dann die passende Finanzierungsform gefunden, müssen die Angebote der unterschiedlichen Kreditinstitute miteinander verglichen werden. Diese Vorgehensweise kann gerade bei einer ungünstigen Entwicklung der Einkommensverhältnisse oder bei unvorhergesehenen Ereignissen das Zünglein an der Waage zum Erfolg der Finanzierung sein. Wer dann flexibel reagieren kann, kann die Finanzierung trotz allem weiterführen. Ergo: Vergleichen lohnt sich immer!

Fazit

Die optimale Baufinanzierung sollte eine Darlehensvariante sein, die zu den individuellen persönlichen Verhältnissen passt. Der Darlehensnehmer muss sich daher vorab ausgiebig über die verschiedenen Varianten informieren und anschließend die Offerten der Kreditinstitute ausgiebig miteinander vergleichen.

Weitere Informationen

» Baufinanzierung Varianten – Welche Darlehensvariante ist die Richtige?
» Baufinanzierung Vergleich – Gegenüberstellung und Bewertung von Finanzierungsangeboten

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