Beamtenkredit als Alternative zur Immobilienfinanzierung per Annuitätenkredit

Freitag, 30. September 2011

Das derzeit von vielen Kreditinstituten angebotene Beamtendarlehen besteht aus einem tilgungsfreien Kredit, welcher mit einer Lebensversicherung gekoppelt ist. Nach Ablauf der Lebensversicherung tilgt die Auszahlung daraus die gesamte Darlehenssumme. Während der vereinbarten Laufzeit vorher zahlt der verbeamtete Kreditnehmer lediglich Zinsen sowie die Beiträge für die Lebensversicherung. Diese Variante hat entscheidende Vorteile: So ist keine grundpfandrechtliche Eintragung als Sicherheitsleistung notwendig – darüber hinaus ist die Darlehenssumme sogar ohne Verwendungsnachweis nutzbar. Die Beamtendarlehen werden sehr zinsgünstig von den Darlehensgebern offeriert, da die Einkommen der Beamten als sehr sicher gelten. Doch es bestehen auch hier Unterschiede bei den einzelnen Angeboten der Kreditinstitute. Neben der detaillierten Auswertung der Angebote gibt es auch einige beachtenswerte Punkte (resp. Nachteile) zu bedenken, bevor der Beamte sich für eine Vertragsunterzeichnung entscheidet:

1. Beamtendarlehen werden in der Regel nur bis ca. 80.000 Euro max. Darlehenssumme bewilligt. Das bedeutet, dass teurere Projekte (insbesondere Neubauten) mit weiteren Mitteln oder komplett anderweitig finanziert werden müssen. Eine höhere Summe ist nur durch Einzelprüfung, ggf. durch Hinterlegung weiterer Sicherheiten möglich.

2. Die vergünstigten Konditionen sind – abhängig von der Berufsgruppe – an weitere Vorbedingungen geknüpft, z.B. eine Dienstunfähigkeitsversicherung für risikoreiche Berufsgruppen wie Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr etc.

Grundsätzlich stellen Beamtenkredite für einen Beamten eine gute und vor allem zinsgünstige Möglichkeit dar, eine Immobilie zu finanzieren – sofern diese in der (einkommensabhängigen) Range der maximal möglichen Darlehenssumme finanziert werden kann. Wichtig ist jedoch nicht nur der unabhängige Vergleich der Angebote, sondern auch die Prüfung möglicher Ergänzungsfinanzierungen oder weiterer Entlastungen wie z.B. die Inanspruchnahme von Förderungen. Der Beamte sollte sich in jedem Fall vor Abschluss eines Finanzierungsvertrages bei einem unabhängigen Fachmann informieren.

» Baufinanzierung für Beamte

Beamtendarlehen können Konsumkredite aber auch Immobilienfinanzierungen sein

Donnerstag, 01. September 2011

Beamtendarlehen Beamtenkredit (Berlin, 01.09.2011) Obwohl Beamtendarlehen eine sehr attraktive und flexible Finanzierungsform für verschiedene Verwendungsmöglichkeiten darstellen, sind aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen und Konditionen die Interessenten oft nicht ausreichend über die Gestaltungsmöglichkeiten informiert. So bieten sich für die Immobilienfinanzierung z.B. grundsätzlich die sog. Annuitätendarlehen an, bei denen eine Grundschuldeintragung als Sicherheit für das Kreditinstitut fungieren muss. Beamte haben jedoch die Möglichkeit, hierfür von einer ganz besonderen Finanzierungsmöglichkeit mittels des Beamtendarlehens zu profitieren. Bei der Darlehensform des Beamtenkredits handelt es sich um ein tilgungsfreies Darlehen, welches mit einer Lebensversicherung (die dann als Tilgungsversicherung dient) kombiniert wird. Hierbei entfällt die Notwendigkeit einer Grundschuldeintragung, da die Bank die Lebensversicherung und die als besonders hoch eingeschätzte Arbeitsplatz- und Einkommenssicherheit als ausreichende Sicherheit für die Rückzahlungsfähigkeit akzeptiert.

Verwendungsmöglichkeiten eines Beamtendarlehens

Das Beamtendarlehen ist in der Regel in der Höhe begrenzt (üblich sind z.B. max. 80.000 Euro) und an sehr eng umrissene Voraussetzungen geknüpft – dafür ist es aber auch verwendungsfrei. Das bedeutet, dass der kreditnehmende Beamte keinen Verwendungsnachweis für das Geld erbringen muss und die Darlehenssumme in voller Höhe zu Laufzeitbeginn ausgezahlt wird. Er kann das Beamtendarlehen also sowohl z.B. für Anschaffungen von Konsumgütern oder eines Autos verwenden, er kann damit aber auch eine Immobilienfinanzierung bestreiten. Die Rückzahlung erfolgt dabei immer tilgungsfrei – das bedeutet, dass während der Laufzeit des Beamtendarlehens lediglich die Zinsen sowie der Beitrag zur Lebensversicherung gezahlt werden. Die Tilgung erfolgt erst am Laufzeitende durch die Auszahlung der Lebensversicherung.

Vorteile und Fördermöglichkeiten

Das Beamtendarlehen hat neben der schon beschriebenen Verwendungsfreiheit einen weiteren entscheidenden Vorteil: Es ist im Vergleich zu anderen Darlehensformen sehr günstig. Zudem ist das Handling (keine Grundbucheintragung, keine weiteren Sicherheiten) sehr einfach und daher auch günstig bei den Nebenkosten. Je nach Kreditinstitut werden Beamtendarlehen jedoch nur nach Erfüllung bestimmter Voraussetzungen vergeben, z.B. muss der Beamte bei risikoreichen Verwendungen eine Dienstunfähigkeitsversicherung beibringen. Ein Vergleich der Voraussetzungen und Konditionen ist also Pflicht, dafür bekommt der Kreditnehmer auch eine sehr zinsgünstige, flexible und frei verfügbare Darlehenssumme ausbezahlt. Wird das Beamtendarlehen für eine Immobilienfinanzierung benötigt, können ggf. zusätzliche Beträge oder auch Teilbeträge – wie bei einem herkömmlichen Annuitätendarlehen auch – durch Inanspruchnahme von Förderkrediten oder Förderzuschüssen aufgebracht werden. Werden die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt, können z.B. KfW-Kredite oder Kreditzuschüsse mit dem Beamtendarlehen kombiniert und optimiert werden. Grundsätzlich muss der Beamte keine Beleihungsgrenze beachten – sollten jedoch sehr hohe Darlehenssummen benötigt werden, kann mittels weiterer Auskünfte und Sicherheitshinterlegungen ggf. auch ein entsprechend höherer Beamtenkreditbetrag ausgezahlt werden. Die Einzelprüfung durch das Kreditinstitut ist hier allerdings Pflicht. Zu prüfen ist entsprechend auch, ob durch die Ansparung von weiterem Eigenkapital das Beamtendarlehen in Zukunft in niedrigerer Höhe für die Realisierung des Immobilienprojekts ausreichend ist. Außerdem kann ein Beamtendarlehen durchaus auch mit einer herkömmlichen Immobilienfinanzierung (sprich: Annuitätendarlehen) in Gemeinschaft aufgenommen werden. Hierbei ist dann jedoch darauf zu achten, dass alle Raten (also Tilgungs-, Zins- und Versicherungsbeträge) regelmäßig aufbringbar sind.

Fazit

Beamtendarlehen sind eine günstige und leicht handelbare Finanzierungsform für entsprechende Berufsgruppen. Beamte können sich darüber eingehend auf Immokredit24.com – dem Portal für Baufinanzierung und Kredite – informieren. Es ist dabei nicht entscheidend, welchem Verwendungszweck das Geld zugeführt wird. Bei Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen können Beamtendarlehen beispielsweise mit Fördermitteln oder weiteren Darlehen zu einer ganzheitlichen Immobilienfinanzierung beitragen. Grundsätzlich sollte der Interessent aber immer Vorbedingungen und Konditionen der Anbieter breit vergleichen.

Weitere Informationen

» Beamtendarlehen – günstiger Kredit für Beamte
» Immobilienfinanzierung für Beamte – Möglichkeiten und Voraussetzungen