Kauf einer Neubau-Immobilie
Montag, 15. Juni 2009Nicht immer ist es leicht, die Entscheidung für eine neue oder eine gebrauchte Immobilie zu treffen. Der Vorteil einer gebrauchten Immobilie besteht, darin, dass sowohl der Zustand, die Raumaufteilung als auch die Sonnenausrichtung bereits genau begutachtet werden können, während eine Neubau-Immobilie besonders dadurch überzeugt, dass sie noch Raum für individuelle Wünsche lässt und die Ausstattung völlig frei gewählt werden kann. Der Grundriss kann den eigenen Bedürfnissen angepasst werden ebenso wie Bodenbeläge, die Ausstattung und die Ausrichtung. Wichtig ist, wenn man sich für eine Neubau-Immobilie entscheiden sollte, dass man den Kauf über ein seriöses und bekanntes Bauträgerunternehmen abwickelt. Nur dann kann man sichergehen, dass wirklich später alles nach Zufriedenheit von statten geht. In der frühen Verkaufsphase eines Bauträgers ist mit dem Bau des Objektes noch nicht begonnen worden. Meist ist nur ein Exposé erhältlich, das genauestens geprüft werden sollte. Ein aussagekräftiges Exposé sollte auf jeden Fall den Namen sowie die Anschrift des Bauträgers beinhalten sowie eine genaue Lagebezeichnung des geplanten Objektes. Es sollte dokumentiert sein, wie viele Einheiten (Wohnungen oder Häuser) entstehen sollen und wie die jeweiligen Wohneinheiten im Haus gelegen sind und welche Ausstattungsmerkmale sie besitzen. Des Weiteren sollten im Exposé maßstabsgetreue Grundrisse vorhanden sein sowie eine Preisliste, die Quadratmeterangaben sowie Preise für Garage, Garten- oder Kellerflächen beinhaltet. Je ausführliche die Baubeschreibung des Objektes ist, desto besser. Anhand eines Exposés kann sich ein erstes Bild von einem Objekt gemacht werden. Dennoch ist es unvermeidbar, die Lage des geplanten Gebäudes selbst zu begutachten und sich nicht nur auf die Beschreibung zu verlassen. Gibt es beispielsweise Lärmquellen in der Nähe? Wie ist die Sonnenausrichtung? Wo sind soziale Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten vorzufinden? Hilfreich kann es auch sein, Informationen von Nachbarn einzuholen. Da Banken nur noch einige wenige kleinere Bauunternehmen finanzieren, sollte grundsätzlich nach dem Bau- bzw. dem Einzugstermin gefragt werden. Häufig wird erst bei einer Abverkaufsrate von 50 Prozent mit dem Bau des Objektes begonnen – wird diese Abverkaufsrate innerhalb einer vereinbarten Zeit nicht erreicht, so sollte eine Absicherung vorhanden sein. Im Kaufvertrag kann ein Rücktrittsrecht verankert werden, ebenso wie die Klärung der Kosten bei einer notariellen Rückabwicklung des Kaufes. Vor der Kaufentscheidung sollten eingehend Informationen eingeholt werden, um Risiken abzudecken und im Vorfeld zu vermeiden. Der Vergleich von Angeboten verschiedener Bauträger ist dabei ebenso anzuraten wie zu einem späteren Zeitpunkt die Bauzinsen verschiedener Kreditinstitute.

