Archiv für die Kategorie 'Baufinanzierung'

Pfandtausch bei einer Baufinanzierung

Dienstag, 08. Juni 2010

Eine Baufinanzierung ist abgeschlossen und das Eigenheim wurde fertiggestellt. Eigentlich kann nun ein langes Wohnen in der erworbenen Immobilie beginnen. Doch nach einigen Jahren stellen manche Bauherren fest, dass die erworbene Immobilie nicht den Erwartungen genügt. Entweder entspricht die Aufteilung nicht den Anforderungen, oder es haben sich anderweitige Veränderungen ergeben. Ein Neukauf erscheint für viele dann als geeignete Lösung. Allerdings bedeutet dies, dass die bestehende Baufinanzierung vorzeitig zurückgeführt werden muss. Dies kann unter Umständen mit mehreren Nachteilen verbunden sein. Falls die Baufinanzierung mit einer längeren Zinsfestschreibung abgeschlossen wurde (was bei den meisten Baufinanzierungen der Fall ist), muss bei einer vorzeitigen Ablösung eine Vorfälligkeitsentschädigung an die finanzierende Bank bezahlt werden. Falls die Kapitalmarktzinsen in der Zeit zwischen dem Abschluss und der Ablösung einer Baufinanzierung gefallen sind, kann die Vorfälligkeitsentschädigung mehrere tausend Euro betragen. Falls die Zinsen zwischenzeitlich gestiegen sind, fällt zwar die Vorfälligkeitsentschädigung nicht sehr hoch aus, aber dafür müsste eine neue Baufinanzierung zu höheren Zinsen abgeschlossen werden. Eine Lösung in dieser Situation könnte ein Pfandtausch darstellen. Dabei bleibt die Baufinanzierung in Form des ursprünglichen Darlehens bestehen. Es wird lediglich das Grundpfandrecht des alten Objekts auf das neue Objekt übertragen. Das alte Objekt wird dabei veräußert. Der Verkaufserlös wird bis zum Erwerb der nächsten Immobilie bei der Bank als Pfand für das noch bestehende Darlehen hinterlegt.  Der Kauf des neuen Objektes erfolgt aus dem hinterlegten Pfand. Bei den Objekten, die in etwa gleichwertig sind, dürfte die Abwicklung der Baufinanzierung kein größeres Problem darstellen. Allerdings zeigt sich nicht jede Bank bereit einen Pfandtausch durchzuführen. Die Bereitschaft der Bank sollte daher in einem Vorgespräch geklärt werden.

Baufinanzierung Konditionen: Strategie für karriereorientierte Gutverdiener

Freitag, 21. Mai 2010

Die richtige Strategie bei der Baufinanzierung kann bares Geld sparen. Es ist daher ratsam immer eine individuelle Strategie zu wählen, die der eigenen Situation am besten entspricht. So können beispielsweise junge Menschen, die ihre Karriere planen, kaum langfristig planen. Innerhalb weniger Monate kann sich die berufliche Perspektive ändern und ein Umzug erforderlich werden. Trotzdem ist auch für diese Zielgruppe eine eigene Immobilie lohnenswert, wenn die Finanzierung eine ausreichende Flexibilität bietet. Die Immobilie kann im Hinblick auf die moderaten Preise wieder veräußert werden. Wenn die Finanzierung ebenfalls problemlos aus dem Verkaufserlös zurückgeführt werden kann, so besteht kaum ein Risiko. Die Chancen auf eine Wertsteigerung und eine günstigere Wohnmöglichkeit als zur Miete im Hinblick auf die niedrigen Zinsen sind relativ hoch. Für diese Zielgruppe macht es wenig Sinn, die Baufinanzierungskonditionen für einen längeren Zeitraum zu sichern. Dann sind zwar die Sondertilgungen möglich, aber diese betragen oft maximal 10% des Nominalbetrages. Bei einer vollständigen Rückführung würde die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen.

Ein variabel verzinsliches Darlehen ist deutlich besser und ist so günstig wie schon lange nicht mehr. Zinssätze von ca. 2,00% p.a. sind unschlagbar günstig. Variabel verzinsliche Darlehen können jederzeit zurückgeführt werden. Natürlich besteht hier ein Zinsänderungsrisiko. Bei stark steigenden Bauzinsen verteuern sich auch die Baufinanzierungskonditionen. Doch angesichts des aktuellen Zinstiefs wird es Jahre dauern, bis ein Zinsniveau erreicht wird, bei dem man sagen muss, dass die Finanzierung riskant war. Es wird eben dauern, bis die variablen Konditionen bei deutlich über 4,00% stehen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann einen Cap für seine Baufinanzierung Konditionen vereinbaren. Dies verursacht natürlich zusätzliche Kosten, gibt allerdings eine gewisse Sicherheit, dass die vereinbarte Zinsobergrenze nicht überschritten wird. Ein weiterer Vorteil der variablen Darlehen besteht darin, dass bei steigenden Zinsen diese sofort in festverzinsliche Darlehen umgeschuldet werden können. Variable Darlehen sind eine gute Strategie im Hinblick auf die Baufinanzierungskonditionen für alle, die ihre berufliche Perspektive noch suchen, und solide finanzielle Verhältnisse vorweisen können.

Cap-Vereinbarung: Ein Dach für die eigene Baufinanzierung setzen

Mittwoch, 12. Mai 2010

Die meisten Baufinanzierungen, die in Deutschland abgeschlossenen werden, beinhalten eine längere Zinsbindung. Dies ist unter anderem auf die historische Entwicklung der Darlehensvergabe im Bereich der Baufinanzierung zurückzuführen. In USA beispielsweise sind die meisten Immobilienfinanzierungen vollständig variabel. Dies bedeutet, dass die Verzinsung des Darlehens sich meistens an einem variablen Referenzzins orientiert. Derzeit entscheiden sich einige Kreditnehmer hierzulande ebenso für eine solche Art der Baufinanzierung.

Der entscheidende Vorteil dieser Darlehensart liegt darin, dass der Kreditnehmer von fallenden oder von niedrig bleibenden Zinsen stark profitieren kann. Die Verzinsung solcher Darlehen ist an den Referenzzins gekoppelt. Als Referenzzins gilt meistens der 3-Monats-Euribor. Dies ist der Zinssatz, zu dem sich die europäischen Banken kurzfristig Geld ausleihen. Die Kondition für solche Baufinanzierungsdarlehen wird alle drei Monate angepasst. Eventuell wird auf den 3-Monats-Euribor noch ein Aufschlag vereinbart. Diese Finanzierungsform ist sehr verlockend, da im Regelfall der 3-Monats-Euribor deutlich unter dem Zinssatz für beispielsweise eine 10-jährige Zinsfestschreibung liegt. Das Risiko darf allerdings nicht verschwiegen werden. Bei stark steigenden Zinsen am Geldmarkt ist der 3-Monats-Euribor ebenfalls vom Zinsanstieg betroffen- und damit auch direkt das Baufinanzierungsdarlehen.

Bei starken Zinsanstiegen kann dies die gesamte Kalkulation verwerfen und massive Zahlungsschwierigkeiten verursachen. Um sich dagegen zu schützen besteht die Möglichkeit eine Zinsschranke zu vereinbaren. Es wird ein Cap (maximale Verzinsung) vereinbart, die nicht überschritten werden darf. Sollte beispielsweise bei einem vereinbarten Cap von 3,75% der Referenzzins auf 4,50% steigen, zahlt der Kreditnehmer trotzdem nur 3,75%. Damit ist das Zinsänderungsrisiko deutlich eingeschränkt. Das Zinsänderungsrisiko besteht in dieser Konstellation nur bei steigenden Zinsen. Bei fallenden Zinsen profitiert der Kreditnehmer von einer niedrigen Zinsbelastung. Die Ersparnis bei den Zinsen kann beispielsweise zur Tilgung voll eingesetzt werden. Die Zinsabsicherung (Cap siehe Cap-Darlehen) wird von den Banken selbstverständlich bepreist. Je größer der Abstand zwischen dem Cap und dem Referenzzinssatz zum Zeitpunkt des Darlehensabschlusses ist, desto geringer ist die zu zahlende Cap-Prämie. Der Abschluss solcher Immobilienfinanzierungen ist daher in Zeiten von besonders niedrigen Zinsen zu empfehlen.

Forward Darlehen bietet eine sichere Kalkulationsgrundlage

Freitag, 07. Mai 2010

Niemand kann die Zinsentwicklung voraussehen. Für viele Bauherren ist es daher oft eine Glückssache, welche Konditionen für eine Anschlussfinanzierung angeboten werden. Viele verlassen sich einfach auf das Angebot der finanzierenden Bank. Aber kein Kreditnehmer ist der Willkür der Bank ausgeliefert. Bereits während der laufenden Baufinanzierung können die Zinsen für die künftige Anschlussfinanzierung vereinbart werden. Dies passiert mit Hilfe von eines Forward Darlehens, das bereits während der laufenden Baufinanzierung abgeschlossen werden kann.

Der Vorteil eines Forward Darlehens liegt vor allem darin, dass dieses bis zum Zeitpunkt der Auszahlung keine Kosten verursacht. Die Bestandteile bei einem Forward-Darlehen ähneln einem üblichen Darlehensvertrag. Folgende Punkte werden beispielsweise vereinbart: Nominalkreditbetrag, Nominal- und Effektivzins, Rückzahlungsmodalitäten und Besicherung. Der Unterschied zu einem üblichen „Baudarlehen“ liegt darin, dass die Auszahlung mehrere Jahre in der Zukunft liegen kann. Bis zu fünf Jahre im Voraus ist der Abschluss eines Forward Darlehens möglich. Wenn also beispielsweise die Zinsbindung in fünf Jahren ausläuft und ein Kreditnehmer steigende Zinsen befürchtet, dann ist ein Forward Darlehen das optimale Zinssicherungsinstrument.

Die Zinsen für ein Forward-Darlehen sind etwas höher als die der üblichen Baufinanzierungen. Es wird ein Forward Aufschlag auf die üblichen Baufinanzierungskonditionen seitens der Bank vorgenommen. Die Höhe des Forward Aufschlages hängt vom Auszahlungszeitpunkt ab. Je weiter dieser in der Zukunft liegt, desto höher ist der Aufschlag. Der Kreditnehmer erhält aber im Gegenzug eine absolute Zinssicherheit – bereits mehrere Jahre im Voraus, und noch vor Ablauf der ersten Zinsbindungsfrist. Er hat somit dank Forward Darlehen eine sichere Kalkulationsgrundlage für die Zukunft.

Konstantdarlehen – Zinssicherheit für mehrere Jahre

Freitag, 16. April 2010

Der Begriff Konstantdarlehen resultiert aus der Tatsache, dass der Zinssatz und die damit verbundene monatliche Belastung über die gesamte Laufzeit konstant sind. Dies sorgt für ein hohes Maß an Sicherheit für Kreditnehmer, die damit eine feste Kalkulationsgrundlage haben. Bei einem Konstantdarlehen wird ein Bausparvertrag vorgeschaltet. In den ersten Jahren wird der Bausparvertrag angespart und gleichzeitig werden die Darlehenszinsen bezahlt. Aus diesen zwei Komponenten setzt sich auch die Darlehensrate zusammen. Das eigentliche Darlehenskapital wird dabei nicht getilgt. Der Bausparvertrag wird solange angespart bis dieser zuteilungsreif wird. Dies ist, je nach Bausparkasse, bei zwischen 40%-50% der Bausparsumme der Fall. Mit Zuteilungsreife wird die komplette Bausparsumme ausgezahlt. Die Bausparsumme setzt sich dabei aus dem ausgesparten Guthaben und dem Bauspardarlehen zusammen. Mit der Auszahlung der Bausparsumme wird das bestehende Bankdarlehen im Regelfall weitgehend abgelöst. Mit der künftigen Darlehensrate wird das Darlehen der Bausparkasse zurückgeführt. Dabei sind die Rate und der Zinssatz des Bauspardarlehens so auf einander abgestimmt, dass diese der Belastung aus dem alten abgelösten Darlehen entsprechen. Damit bleibt die monatliche Belastung über die gesamte Laufzeit dieses Modells konstant. Dabei handelt es sich um eine klassische Form des Konstantdarlehens. Als Konstantdarlehen werden zwischenzeitlich auch solche Darlehen bezeichnet, die einen Festzinssatz für die komplette Laufzeit haben. Dabei ist der Abschluss eines Bausparvertrages nicht erforderlich. Das Darlehen wird direkt von der Bank vergeben. Für die hohe Länge der Zinsfestschreibung verlangt die Bank einen entsprechenden Aufschlag. Konstantdarlehen sind ein gelungenes Instrument, um Zinsänderungsrisiken auszuschalten. Dabei ist der Abschluss eines Konstantdarlehens in Zeiten der Tiefzinsphasen äußerst attraktiv und rentabel. So besteht die Möglichkeit sehr günstige Zinsen für einen Zeitraum von über 30 Jahren abzusichern.

» siehe auch Konstantdarlehen – Vorteile und Nachteile

Eine Baufinanzierung als Geldanlage

Dienstag, 09. März 2010

Einen Kredit aufnehmen, um mit diesem eine positive Rendite erzielen: Klingt unglaublich, ist jedoch wahr. Dabei handelt es sich nicht um riskante Wertpapierkredite, sondern um eine schlichte Baufinanzierung. In Zeiten der dürftigen Zinsen gelten konstante Mieteinnahmen als besonders attraktiv. Eine Immobilie ist zudem eine wertbeständige Sachanlage, die absolut inflationssicher ist. Des Weiteren lässt sich ein steuerlicher Vorteil erzielen, da die Darlehenszinsen als Kapitalbeschaffungskosten in Abzug gebracht werden können. Der Abzug ist damit gerechtfertigt, dass dies die Aufwendungen zum Erzielen der Mieteinkünfte sind. Der mögliche Wertverlust durch Abnutzung lässt sich durch Abschreibungen ebenfalls im Rahmen der Einkommensteuererklärung absetzen.

Doch bei einem Kredit, mit dem eine Immobilie finanziert werden soll, muss aufgepasst werden. In den letzten Jahren wurde viele Objekte quasi ungesehen und nur auf Empfehlung gekauft. Komplette Wohnparks wurden als renditestarke Objekte angepriesen – heute sind die Top-Objekte oftmals unvermietete Schrottimmobilien.  Aus diesem Grund sollte bei einer Baufinanzierung das Renditeobjekt auf jeden Fall besichtigt werden. Die Mietverträge und die Nachweise über Mietzahlungen sollten dabei vorgelegt werden. Bei einer Baufinanzierung, bei der direkt vom Bauträger gekauft wird, sollte auch der Quadratmeterpreis genau unter die Lupe genommen und mit den Objekten in näherer Umgebung verglichen werden. Die hohen Vertriebskosten der Bauträger werden oft auf den Kaufpreis draufgesattelt. Eine Mietgarantie ist nur so gut wie derjenige, der die Miete auch garantiert. Bei vielen Objekten wird eine langjährige Mietgarantie versprochen, die völlig utopisch ist und nicht eingehalten werden kann. Eine Baufinanzierung einer vermieteten Immobilie sollte erst dann umgesetzt werden, wenn eine Netto-Rendite von mindestens 4,00% pro Jahr erzielbar ist. Ansonsten kann das Kapital auch anderweitig angelegt werden.

Zinsfestbindung bei einer Baufinanzierung

Montag, 04. Januar 2010

Die meisten Baufinanzierungsdarlehen in Deutschland haben eine Bindungsklausel hinsichtlich der Darlehensverzinsung. Der ursprünglich vereinbarte Zinssatz gilt meistens für mehrere Jahre. Im Regelfall beträgt die durchschnittliche Zinsfestbindungsdauer zehn Jahre. Damit hat der Kreditnehmer eine gewisse Sicherheit hinsichtlich der laufenden Belastung. Selbst wenn die Kapitalmarktzinsen stark ansteigen, bleibt die Nominalverzinsung während der Zinsfestschreibungsdauer konstant. Anders sieht es bei variabel verzinslichen Baufinanzierungen aus. Hier wird der Nominalzins meistens an die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen angepasst. Bei fallenden Marktzinsen profitiert der Kreditnehmer von einer rückläufigen Zinsbelastung. Bei steigenden Zinsen besteht für den Kreditnehmer ein so genanntes Zinsänderungsrisiko. Bei starken Zinsanstiegen kann es zu einer starken Zinsbelastung aus der Baufinanzierung kommen. In manchen Fällen kann dies dazu führen, dass die laufende Kreditverpflichtung nicht mehr ordentlich bedient werden kann. In den USA beispielsweise gibt es im Bereich der Baufinanzierung keine Zinsfestschreibungen. Bei zu knappen, im Hinblick auf die finanziellen Verhältnisse, kalkulierten Raten führt ein Zinsanstieg zu einem starken Liquiditätsengpass. Aus diesem Grund waren die Auswirkungen der steigenden Zinsen auf die Hypothekenkredite während der Immobilienkrise so gravierend. Bei einer Zinsfestschreibung besteht für die Dauer der Zinsbindung kein Zinsänderungsrisiko. Nach Ablauf der Zinsbindung wird meistens ein neuer Zinssatz für die nächsten Jahre vereinbart. Das Zinsänderungsrisiko besteht damit immer zum Ablauf der bestehenden Zinsfestbindungsdauer. Aus diesem Grund wird empfohlen, sich bei einem niedrigen Zinsniveau langfristige Zinsen zu sichern. In Zeiten der niedrigen Zinsen sind beispielsweise Zinsbindungsdauern von 15 Jahren und länger absolut an der Tagesordnung. In Hochzinsphasen wird dagegen empfohlen kurze Zinsbindungen einzugehen, um die Chance zu wahren bei Ablauf der Zinsbindung von niedrigeren Zinsen zu profitieren.

Wohnbaudarlehen: Alternative Finanzierungsformen im Baufinanzierung Vergleich

Donnerstag, 05. November 2009

Auf dem Markt für Immobilienfinanzierungen gewinnen Sonderfinanzierungsformen immer mehr an Bedeutung. Die Festzinshypothek bleibt nach wie vor das meist gefragte Produkt. Ein übliches Wohnbaudarlehen ist eine klassische Finanzierungsform, die sich aufgrund ihrer Einfachheit problemlos verkaufen lässt. Es gibt aber durchaus auch andere Finanzierungsalternativen, die zwar eine intensivere Beratung erfordern, beim bedarfsgerechten Einsatz aber deutlich mehr Vorteile bieten. Aus diesem Grund ist jeder Bauherr gut beraten, wenn ein Baufinanzierung Vergleich durchgeführt wird. Dabei sollte sich der Baufinanzierung Vergleich nicht nur auf die klassische Festzinshypothek einschränken. Auch alternative Methoden sollten untereinander verglichen werden. Es gibt beispielsweise Festzinsdarlehen, die eine unbegrenzte Sondertilgungsmöglichkeit beinhalten. Diese Option wird mit geringen Zinsaufschlägen bepreist. Meistens bewegt sich hier der Zinsaufschlag zwischen 0,3% und 0,6%. Dafür hat der Kreditnehmer eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Rückführungsmöglichkeit. Natürlich ist so ein Finanzierungsangebot etwas teurer, allerdings darf der Zinssatz nicht entscheidend sein. Die meisten Bauherren entscheiden allerdings nur nach dem Zinssatz. Dies ist nur dann richtig, wenn homogene Finanzierungsprodukte untereinander einem Baufinanzierung Vergleich unterzogen werden (beispielsweise mehrere Festzinshypotheken). Werden dagegen unterschiedliche Produktarten verglichen – beispielsweise Volltilgerdarlehen versus variabel verzinsliches Darlehen mit Cap – kann die laufende Verzinsung nicht ausschlaggebend sein. Als Fazit lässt sich feststellen, dass auf keinen Fall eine endgültige Festlegung auf eine Produktart erfolgen sollte. Dadurch werden sinnvolle Möglichkeiten außer Acht gelassen und damit bares Geld oder wichtige Flexibilität verspielt. Bei einem Baufinanzierung Vergleich sollte eine kompetente Beratung hinzugezogen werden, die die Unterschiede zwischen mehreren Finanzierungsarten verständlich erläutern kann. Vorzugsweise sollte eine unabhängige Beratung in Anspruch genommen werden, damit die Urteilsbildung möglichst unvoreingenommen erfolgen kann.

Wohnbaudarlehen für Österreicher:

» Wohnbaudarlehen Österreich – Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol, Burgenland, Wien, Kärnten

Der Drei-Punkte-Plan der Baufinanzierung

Donnerstag, 29. Oktober 2009

(München, 28. Oktober 2009) Beleihungsauslauf, Zinsbindung, Muskelhypothek sind nur einige der vielen Fachbegriffe, mit denen Bauherren und Immobilienkäufer beim Eigenheimerwerb zum ersten Mal konfrontiert werden. Gar nicht so einfach zu wissen, worauf es wirklich ankommt. “Generell ist bei jeder Finanzierung die Wahl der richtigen Zusammensetzung von drei Maßgrößen entscheidend: Laufzeit, Tilgungsmöglichkeiten und Einsatz von Fördermitteln, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG und ergänzt: “Besonders in volatilen Marktphasen wie diesen hilft eine Art Drei-Punkte-Plan an alle wichtigen Eckpunkte der Finanzierung zu denken.

Punkt 1: Lange Laufzeit wählen

“Baugeldkunden müssen mit ihrem Monats-Budget sorgsam über die nächsten 20-25 Jahre planen. Daher ist es für sie entscheidend sich gegen Zinsanstiege und zukünftige überraschend hohe Belastungen zu schützen”, erklärt Haselsteiner und empfiehlt: “Zumindest einen großen Teil der Kreditsumme sollte man mit langen Zinsbindungen absichern. Zumal es für Eigenheimerwerber selten so günstig war, sehr langfristige Zinssicherheit zu vereinbaren.” Mit Bestsätzen von 4,28 Prozent und 4,56 Prozent effektiv für 15- und 20jährige Zinsbindungen befinden sich diese Langläufer-Konditionen deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Punkt 2: Auf angemessene Tilgungshöhe achten

“In Zeiten niedriger Zinsen sollten Darlehensnehmer in eine schnellere Schuldenfreiheit investieren und frei nach dem Motto ‘hoch und schnell statt niedrig und lang’ handeln”, meint Zinsexperte Haselsteiner und erklärt: “Denn wer beispielsweise statt der oft üblichen einprozentigen Tilgung zwei Prozent vereinbart, verkürzt bei einem 100.000-Euro-Kredit seine Rückzahlungsdauer um mehr als 12 Jahre. Und spart mit der direkten Tilgung mehr als ihm sichere Geldanlagen an Zinserträgen einbringen.”

Punkt 3: Staatliche Fördermittel ausschöpfen

Staat und Kommunen unterstützen den Erwerb der eigenen vier Wände. Seit einem Jahr gibt es zertifizierte Wohn-Riester-Produkte, die es ermöglichen mit den jährlichen Riester-Zulagen oder dem bereits ersparten Riester-Guthaben den Baukredit zu tilgen und so schneller schuldenfrei zu werden. Daneben bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit ihren zinsgünstigen Förderprogrammen wie beispielsweise dem “Wohneigentumsprogramm” finanzielle Anreize zum Eigenheimerwerb. “Jeder Immobilienkäufer sollte seinen Berater auf KfW-Förderung ansprechen und von ihm prüfen lassen, welches Programm in Frage kommt und ob sich dadurch günstiger finanzieren lässt”, empfiehlt Haselsteiner.

Mit günstigen Baufinanzierung Konditionen zu geringerer monatlicher Belastung

Samstag, 19. September 2009

Jeder, der eine Immobilie finanzieren will, macht sich im Vorfeld Gedanken darüber, mit welcher finanziellen monatlichen Belastung er rechnen muss – und vor allem, wie diese möglichst gering gehalten werden kann. In der Regel wird eine Baufinanzierung über ein so genanntes Annuitätendarlehen abgewickelt. Dies ist ein Kredit, bei der die monatliche Kreditrate aus Zins und Tilgung besteht und stets in ihrer Höhe gleich hoch ist. So erhält der Bauherr ein hohes Maß an Planungssicherheit, weil er für den festgelegten Zinsbindungszeitraum eine gleichbleibend hohe Rate jeden Monat erbringen muss. Die Höhe dieser Rate hängt von der Höhe der gewährten Zinsen sowie des Tilgungsanteils ab. Je günstiger die Baufinanzierung Konditionen, umso geringer ist entsprechend auch die Kreditrate. Um eine günstige Baufinanzierung zu finden, lohnt sich ein Baufinanzierung Konditionen Vergleich im Internet. Hier kann kostenlos und unverbindlich abgefragt werden, welche Bank derzeit die günstigsten Zinsen für Baufinanzierungen bieten kann. Die Zinsen hängen jedoch nicht nur von dem jeweiligen Kreditinstitut ab, sondern auch von individuellen Faktoren, wie dem Wert der entsprechenden Immobilie sowie dem Einsatz von Eigenkapital. Je mehr Eigenkapital in eine Finanzierung eingebracht werden kann, umso niedriger ist folglich die Fremdfinanzierung. Dies bedeutet für die Bank ein geringeres Risiko, weshalb sie dann auch günstigere Konditionen vergeben kann. Es lohnt sich deshalb, Eigenkapital in die Baufinanzierung mit einzubringen. Der Tilgungsanteil in einem Annuitätendarlehen beträgt zu Beginn meist 1 Prozent. Tilgungsanteil von 3-5 Prozent sind allerdings gerade dann, wenn wenig oder gar kein Eigenkapital zur Verfügung steht, ebenfalls nicht unüblich. Je höher der Tilgungsanteil ist, desto höher fällt zwar die monatliche Rate aus – doch kann der Kredit auch wesentlich schneller zurückgeführt werden. Dies bedeutet, dass sich die Laufzeit des Kredits verringert und die Entschuldung wesentlich schneller erfolgen kann. In einem Baufinanzierungsvergleich kann man ermitteln, wie hoch jeweils die monatliche Belastung bei einem bestimmten Zinssatz und einem bestimmten Tilgungsanteil ist. So kann man von Vorneherein richtig planen und die individuell passende Baufinanzierung für sich finden.