Eine Baufinanzierung als Geldanlage
Dienstag, 09. März 2010Einen Kredit aufnehmen, um mit diesem eine positive Rendite erzielen: Klingt unglaublich, ist jedoch wahr. Dabei handelt es sich nicht um riskante Wertpapierkredite, sondern um eine schlichte Baufinanzierung. In Zeiten der dürftigen Zinsen gelten konstante Mieteinnahmen als besonders attraktiv. Eine Immobilie ist zudem eine wertbeständige Sachanlage, die absolut inflationssicher ist. Des Weiteren lässt sich ein steuerlicher Vorteil erzielen, da die Darlehenszinsen als Kapitalbeschaffungskosten in Abzug gebracht werden können. Der Abzug ist damit gerechtfertigt, dass dies die Aufwendungen zum Erzielen der Mieteinkünfte sind. Der mögliche Wertverlust durch Abnutzung lässt sich durch Abschreibungen ebenfalls im Rahmen der Einkommensteuererklärung absetzen.
Doch bei einem Kredit, mit dem eine Immobilie finanziert werden soll, muss aufgepasst werden. In den letzten Jahren wurde viele Objekte quasi ungesehen und nur auf Empfehlung gekauft. Komplette Wohnparks wurden als renditestarke Objekte angepriesen – heute sind die Top-Objekte oftmals unvermietete Schrottimmobilien. Aus diesem Grund sollte bei einer Baufinanzierung das Renditeobjekt auf jeden Fall besichtigt werden. Die Mietverträge und die Nachweise über Mietzahlungen sollten dabei vorgelegt werden. Bei einer Baufinanzierung, bei der direkt vom Bauträger gekauft wird, sollte auch der Quadratmeterpreis genau unter die Lupe genommen und mit den Objekten in näherer Umgebung verglichen werden. Die hohen Vertriebskosten der Bauträger werden oft auf den Kaufpreis draufgesattelt. Eine Mietgarantie ist nur so gut wie derjenige, der die Miete auch garantiert. Bei vielen Objekten wird eine langjährige Mietgarantie versprochen, die völlig utopisch ist und nicht eingehalten werden kann. Eine Baufinanzierung einer vermieteten Immobilie sollte erst dann umgesetzt werden, wenn eine Netto-Rendite von mindestens 4,00% pro Jahr erzielbar ist. Ansonsten kann das Kapital auch anderweitig angelegt werden.

