Archiv für die Kategorie 'Aktuelles'

Baufinanzierung Konditionen – aktuelle Zinsentwicklung (07/2011)

Freitag, 22. Juli 2011

Noch immer befinden wir uns historisch betrachtet in einer Zeit mit extrem günstigen Bauzinsen. Trotz einer zuletzt anziehenden Zinsentwicklung gibt es derzeit z.B. 10-jährige Baudarlehen noch immer durchschnittlich zu ca. 4% Zinsen. Zum Vergleich: Der Durchschnitt der letzten 30 Jahre liegt bei etwa 7%! Weitere Zinserhöhungen der Zentralbank werden jedoch erwartet und so sollten Immobilienerwerber bzw. Bauherren bald aktiv werden, um schlechtere Baufinanzierung Konditionen für den notwendigen Immobilienkredit zu vermeiden.

Grundsätzlich (und trotz dieser Entwicklung) sollte die Aufnahme eines Immobilienkredites jedoch gründlich überlegt und genauestens hinsichtlich Konditionen und Anpassbarkeit auf die individuelle Situation analysiert werden. Vorschnelle Handlungen sollten vermieden werden. Die Aufnahme eines Immobilienkredites bedeutet eine langjährige Zahlungsverpflichtung, deren Erfüllbarkeit durch die eigene Vermögens- bzw. Einkommenssituation gedeckt sein muss. Etwaige Risiken wie z.B. die Änderung der persönlichen Verhältnisse müssen ggf. bedacht werden. Ein Anbietervergleich anhand des idealen persönlichen Anforderungsprofils an die Immobilienfinanzierung muss durchgeführt werden. Hierbei zählen nicht ausschließlich die Zinskonditionen, sondern auch mögliche Flexibilisierungsvarianten des Anbieters.

Die Gefahren lauern nicht nur durch die Zinsbelastung, sondern auch bei der eigenen finanziellen Stabilität: Wer z.B. vorschnell mit zu wenig Eigenkapital eine Immobilienfinanzierung abschließt, kann schnell in finanzielle Nöte kommen, wenn unvorhergesehen Ereignisse eintreten. Von Experten empfohlen werden etwa 20% bis 30% Eigenkapital, je nach Lage und Art der Immobilie und abhängig vom regelmäßigen Einkommen. Die monatliche Belastung aus dem Immobilienkredit sollte nicht höher sein als die bisherige Wohnungsmiete (Kaltmiete) zuzüglich eines freien Betrags, der auch bisher z.B. als Sparbetrag zur Verfügung gestanden hätte. Unter Beachtung dieser Punkte kann eine Anfrage mit möglichst identischen Eckdaten zurzeit noch vor einem sehr günstigen Angebotshintergrund bei vielen Kreditinstituten gestartet werden.

Zum 6. Mal in Folge: Interhyp ist Deutschlands ‘Bester Baufinanzierer’

Mittwoch, 20. Juli 2011

(München, 20. Juli 2011) Die alljährlich vom Wirtschaftsmagazin €uro vergebene Auszeichnung “Bester Baufinanzierer” geht auch 2011 – und damit zum sechsten Mal in Folge – an Interhyp. Die Tester des unabhängigen Instituts S.W.I. Finance haben 24 Anbieter von privaten Baufinanzierungen im Auftrag von €uro untersucht. Im Rahmen von Angebotsanfragen und Testberatungen wurden dafür neben Konditionen für Sofort- und Forward-Darlehen auch die Beratungs- und Servicequalität analysiert. Dabei erreichte Interhyp in allen Kategorien die Bestnote und setzte sich so erneut in der Gesamtwertung mit 83,1 Punkten klar als “Bester Baufinanzierer” durch.

Zwischen April und Juni testete das Analysehaus S.W.I. Finance das Baufinanzierungsangebot von ausgewählten Groß- und Filialbanken, Versicherungen sowie spezialisierten Kreditvermittlern. Geprüft wurden unter anderem die Höhe der Effektivzinsen für unterschiedliche Zinsbindungsfristen sowie der Telefonservice, die E-Mail-Reaktionsgeschwindigkeit, das Internet-Angebot, die Verständlichkeit der Angebote sowie die Beratungsqualität vor Ort. Für das Gesamtergebnis wurden die Konditionen von Sofort- und Forward-Darlehen mit je 32,5 Prozent und der Service mit 35 Prozent gewichtet.

“Dass wir zum sechsten Mal in Folge als ‘Bester Baufinanzierer‘ Deutschlands ausgezeichnet werden, belegt die beständig hohe Qualität und Stärke unserer Dienstleistung: Interhyp-Kunden profitieren nicht nur von günstigen Konditionen, sondern auch von der anbieterunabhängigen und kompetenten Beratung durch unsere mehr als 300 Finanzierungsexperten in mehr als 25 Standorten”, so Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, zum wiederholten Erfolg.

EZB erhöht Leitzins auf 1,50 Prozent

Freitag, 08. Juli 2011

Das Interhyp-PrinzipDie Europäische Zentralbank (EZB) hat nun zum zweiten Mal in diesem Jahr den Leitzins erhöht. Die Anpassung des Leitzinses soll die Inflation und damit den Anstieg der Verbraucherpreise bremsen. Diesen Anstieg konnten Verbraucher im täglichen Leben deutliche spüren, ob nun im Supermarkt, an der Tankstelle oder den unendlich steigen Strompreisen. Im Euro-Raum liegt die Teuerungsrate bereits bei rund 2,7 Prozent. Also deutlich über dem von der EZB angestrebten Niveau von 2 Prozent. Dies war für die EZB ein deutliches Zeichen zum reagieren.

Was bedeutet die Leitzinserhöhung für uns?

Die Erhöhung des Leitzinses bewirkt nun, dass die Geschäftsbanken einen höheren Zins zahlen müssen, wenn sie sich Geld für Kredite leihen wollen. Diese Preiserhöhung wird dann Schritt für Schritt an den Kunden weitergegeben, so dass sämtliche Kredite und Immobilienfinanzierungen teurer werden. Dies verringert automatisch die Vergabe an Krediten und drosselt den Konsum. Profitieren können Anleger von höheren Zinsen für Tagesgeldkonten.

Immobilienfinanzierungen in Deutschland und Europa

Die Leitzinserhöhung hat lediglich auf bestehende Hypotheken mit variablen Zinsen einen negativen Einfluss. Die meisten Darlehensverträge werden in Deutschland mit einem festen Zinssatz abgeschlossen und sind daher nicht betroffen. Anders trifft es Darlehensnehmer der Krisenstaaten wie Spanien, Portugal und Griechenland, wo variable Zinsen der Standard sind und bestehende Hypotheken schon jetzt schwer getilgt werden können.

Baufinanzierung und Zinsen

Die EZB reagiert auf den Markt und den Kampf gegen die Inflation, jedoch ist eine weitere Erhöhung in Balde eher unwahrscheinlich. Nach wie vor sollten Bauherren und Immobilienkäufer die Baufinanzierung Konditionen und vor allem die Zinsen verschiedener Banken am Markt vergleichen. Die Anfrage bei unabhängigen Anbietern ist immer empfehlenswert, da sie auf einen großen Pool von Banken, Sparkassen und Bausparkassen zurückgreifen und das beste Finanzierungsmodell mit dem günstigsten Zins ermitteln können.

Wie hoch sollte der Eigenkapitalanteil bei einem Immobilienkredit sein?

Mittwoch, 06. Juli 2011

Die von verschiedenen Kreditinstituten angebotenen Baufinanzierungen ermöglichen Baumaßnahmen oder einen Immobilienkauf. Der feste Verwendungszweck und die Höhe der Darlehenssumme (in der Regel ab 30.000 Euro) sowie die lange Laufzeit (5 bis 20 Jahre) sind charakteristisch für die meisten Angebote. Einige Banken fordern zwischen 30% und 50% Eigenkapitalanteil, um die Beleihungsgrenze des Objekts möglichst niedrig zu halten. Als Faustregel kann die Aussage gelten: Je weniger Eigenkapital umso höher die Sollzinsen, da eine höhere Beleihungsgrenze das Risiko der Bank erhöht.

Auf der anderen Seite ist es jedoch auch so, dass nicht alles vorhandene Eigenkapital eingesetzt werden sollte, um eine gewisse Reserve für Unvorhergesehenes zu behalten. Hier können z.B. flexible Regelungen bei den Sondertilgungsvereinbarungen sinnvoll sein, um das Darlehen schneller zu tilgen. Es gibt keine allgemeingültige Empfehlung für den Eigenkapitalanteil bei einem Immobilienkredit, da dies in erster Linie von den persönlichen finanziellen Verhältnissen des Darlehensnehmers zu Beginn der Maßnahme abhängig ist.

Ein Beispiel: Ein Beamter hat ca. 40.000 Euro angespart, hat aber aufgrund seines sicheren Dienstverhältnisses und Einkommens die Möglichkeit eine Baufinanzierung mit einer Darlehenshöhe von 250.000 Euro zu einem angemessenen Zinssatz zu bekommen. Da diese in ca. 25 Jahren vollständig getilgt wäre, macht die Einplanung des gesamten Eigenkapitals wenig Sinn. Vielmehr sollte ein großer Teil zurückbehalten werden. Damit können sogar Guthabenzinsen erwirtschaftet werden und durch flexible Sondertilgungsregelungen (z.B. 10.000 Euro per anno kostenfrei tilgbar) kann bei Bedarf eine Verkürzung der gesamten benötigten Tilgungszeit erreicht werden. Sind die Einkommensverhältnisse weniger sicher, empfiehlt sich eine höhere Einbringung des Eigenkapitalanteils, um die regelmäßigen Raten und die Zinsaufwendungen möglichst gering zu halten.

Baufinanzierung – Unterscheidung nach privater und gewerblicher Variante

Freitag, 01. Juli 2011

Private Baufinanzierungen dienen nicht nur zu Wohnzwecken, sondern auch der Altersvorsorge. In der Regel sind viele Jahre notwendig, bis das Darlehen getilgt und damit ein schulden- und mietfreies Wohnen möglich sind. Doch gerade dies stellt einen substantiellen Wert dar, der weder Inflations- noch Kapitalmarktstimmungen gegenüber anfällig ist: Eine sehr wertvolle Säule der privaten Vorsorge ist somit geschaffen! Im Optimalfall fallen so im Rentenalter kaum noch Kosten für das Wohnen an und für Notfälle steht die Immobilie als schuldenfreier Wertgegenstand im Hintergrund.

Etwas anders verhält es sich bei der gewerblichen Variante. Viele unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten (beispielsweise gewerbliche Nutzflächen wie Ladenlokale oder Supermärkte oder auch vermietete Wohneinheiten) haben jedoch immer die Erzielung eines Gewinnes zum Zweck. Bei der gewerblichen Immobilienfinanzierung treten nicht nur Kreditinstitute, sondern auch Investmentgesellschaften und private oder institutionelle Investoren auf, die durch ihr Investment eine entsprechend hohe Rendite (z.B. Mieteinnahmen) erwarten. Ein entsprechend anders geartetes Risikoprofil tritt bei gewerblichen Finanzierungen auf. Je nach Verwendungszweck sind die Risiken unterschiedlich, weshalb z.B. ein Kreditinstitut eine entsprechende Risikoanalyse vornimmt. Die steueroptimale sowie förderungsoptimierte Baufinanzierung liegt im Interesse beider (privater und gewerblicher) Bauherren: In der Regel werden hierzu entsprechende Finanzierungsberater konsultiert.

Gerade private Bauherren mit wenig Erfahrung in der Terminologie und wenig Marktüberblick und Erfahrung sollten die Beratung eines unabhängigen Vermittlers oder Finanzierungsberaters in Anspruch nehmen, um weitreichende negative Auswirkungen auf die persönliche Vermögenssituation zu vermeiden. Finanzierungsverträge können und sollten grundsätzlich an die individuelle Einkommens- und Vermögenssituation des Darlehensnehmers angepasst werden. In der Regel sind die Beratungs- und Optimierungsleistungen eines Finanzierungsvermittlers für den privaten Darlehensnehmer kostenfrei.

Immobilienkredit in Niedrigzinsphasen

Donnerstag, 30. Juni 2011

Vor dem aktuellen Hintergrund wieder leicht anziehender Immobilienkreditzinsen stehen viele angehende Häuslebauer vor der Entscheidung, schnell noch eine Baufinanzierung zu günstigen Konditionen abzuschließen. Die hinter uns liegende Niedrigzinsphase scheint auszulaufen und die meisten Experten erwarten zukünftig wieder steigende Zinsen. Viele überlegen nun, noch schnell den schon lange gewünschten Traum umzusetzen und mit dem Neubau auch eine  Baufinanzierung zu beginnen. Vorab sei erwähnt, dass es grundsätzlich keine allgemeingültige Aussage hinsichtlich einer positiven oder negativen Entscheidung hierzu geben kann.

Die persönliche Entscheidung hängt nämlich von vielen individuellen Faktoren ab, die berücksichtigt werden müssen. Richtig ist, dass Immobilienkredite vor dem Hintergrund steigender Zinserwartungen verstärkt beworben werden mit dem schlagenden Argument einer teurer werdenden Finanzierung. Ein typischer Slogan hierzu könnte lauten „Sichern Sie sich jetzt noch schnell die günstigen Zinsen“ – es existieren vielerlei Formulierungen in dieser Richtung. Doch der Zinssatz sollte niemals alleiniges Entscheidungskriterium für den Abschluss eines Immobilienkredites sein. So spielt die individuelle Situation eine große Rolle: Wie ist die persönliche Vermögens- und Einkommenssituation? Können die zu erwartenden Kreditraten problemlos aufgebracht werden? Könnte sich die Eigenkapitalsituation in Kürze verbessern? Ist das ins Auge gefasste Objekt wirklich das Objekt, was 100% passt? Fragen wie diese sind im Vorfeld genauestens zu prüfen und zu beantworten.

Nur wenn alle Vorzeichen positiv sind, sollte wirklich mit einer Baufinanzierung begonnen werden und ein Immobilienkredit Vergleich angefordert werden. Die Entscheidung zu einem solchen Schritt ist eine einschneidende Entscheidung im Leben des Interessenten. Ist diese nicht reiflich überlegt, kann daraus schnell das Fiasko des Lebens werden. Eine mögliche Alternative zu einer sofortigen Baufinanzierung kann auch ein sog. „Forward-Darlehen“ sein. Hier hat der Kreditnehmer die Möglichkeit, einen günstigen Zinssatz für bis zu 5 Jahre im Voraus für einen künftigen Immobilienkredit zu „reservieren“.

Dr. Klein-Trendindikator „Baufinanzierung“ (DTB) Mai 2011

Montag, 27. Juni 2011

300x250Lübeck, 22. Juni 2011: Der DTB spiegelt die Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter wider. Er wird monatlich auf Basis von rund zehntausend tatsächlich in Deutschland abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen ermittelt.

Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG berichtet über aktuelle Trends in der Baufinanzierung und kommentiert die Ergebnisse des DTB.

Standardrate

Im Mai sank die Standardrate erstmals seit September 2010. Im Vergleich zum Vormonat reduzierte sie sich um sieben Euro oder 0,9 Prozent. Grund ist die Griechenland-Krise: Das Land kann seine Schulden nicht zurückzahlen, Vertreter der Euroländer debattieren seit Längerem über Unterstützungsmaßnahmen. Dies verunsicherte die Finanzmärkte stark, was dazu führte, dass die Anleger in Staatsanleihen bonitätsstarker Länder, zum Beispiel in deutsche Bundesanleihen, umschichteten. In Folge dessen sanken deren Rendite und ebenso die Zinsen für Baufinanzierungen in Deutschland. Dass Griechenland geholfen werden muss und wird, steht fest. Nur über die Art und Weise wird noch debattiert. Aufgrund der steigenden Inflation im Euroraum ist eine Erhöhung der Leitzinsen so gut wie sicher. Dies wird zu langfristig steigenden Baufinanzierungszinsen führen. Deswegen ist anzunehmen, dass der aktuelle Rückgang der Standardrate nur von kurzer Dauer ist. Für jene, die heute finanzieren oder sich eine Anschlussfinanzierung günstig sichern wollen, eröffnet die kurzfristige Zinsdelle eine Chance, jetzt eine attraktive Finanzierung abzuschließen.

Tilgungssatz

Trotz der im letzten Monat gesunkenen Zinsen hat sich der durchschnittliche Tilgungssatz im Mai leicht verringert. Im Durchschnitt tilgten Eigenheimbesitzer in diesem Monat rund 2,5 Prozent weniger als noch im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind es sogar rund zehn Prozent. Die langfristige Tendenz, dass die durchschnittlichen Tilgungssätze mit steigenden Zinsen fallen, wurde im Mai durchbrochen. Die kleine Zinsdelle scheint das Tilgungsverhalten der Kunden nicht zu beeinflussen.

Sollzinsbindung

Gegenüber dem Vormonat ist die durchschnittliche Sollzinsbindung wieder leicht angestiegen. Hierfür spielt neben der Erwartung steigender Zinsen auch das aktuelle Marktangebot eine bedeutende Rolle: Den meisten Kunden ist zwischenzeitlich klar, dass es sehr vorteilhaft für sie ist, die derzeit günstigen Zinsen für einen langen Zeitraum zu binden. Den leichten Zinsrückgang der letzten Wochen nutzten viele unserer Kunden dementsprechend und vereinbarten eine im Durchschnitt um drei Monate längere Sollzinsbindung als noch im April. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die durchschnittliche Sollzinsbindung sogar um zehn Monate.

Darlehenshöhe

Die durchschnittliche Darlehenshöhe stieg im Mai rund 3.000 Euro an. Seit Beginn der Berechnungen des DTB gab es zwei Phasen, in denen die Darlehenshöhe über der aktuellen lag. Die erste Phase während des historischen Zinstiefs im August und September 2010 resultierte aus den niedrigen Finanzierungskosten. Die zweite Phase im Januar und Februar 2011 ist darauf zurückzuführen, dass überdurchschnittlich viele hochpreisige Immobilien – gerade in Ballungszentren – den Besitzer gewechselt haben.

Darlehensarten

Wie schon im Vormonat ist der Anteil der Forward-Finanzierungen am gesamten Finanzierungsvolumen auch im Mai zurückgegangen. Folgendes Paradoxon ist häufiger zu beobachten: In Zeiten fallender Zinsen warten Kunden, die eine Anschlussfinanzierung benötigen, mit dem Abschluss eines Darlehens in Erwartung weiter sinkender Zinsen ab. In Zeiten steigender Zinsen hingegen ist die Abschlussbereitschaft höher. Weiterhin ist im angelaufenen Monat der Anteil an KfW-Finanzierungen um 14,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken. Grund dafür war, dass die KfW ihre Darlehenszinsen nicht nach unten angepasst hat, während die Zinsen am Gesamtmarkt fielen, und somit KfW-Darlehen im Vergleich zu Bankdarlehen unattraktiver wurden.

Beleihungsauslauf

Im Mittel wurde im Mai weniger Eigenkapital in die einzelne Immobilienfinanzierung eingebracht. Der Beleihungsauslauf erhöhte sich entsprechend um 0,6 Prozent auf 77,29 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat wurden die Immobilien im Mai um durchschnittlich 1,2 Prozent mehr beliehen. Das zeigt: In Deutschland schwankt der durchschnittliche Beleihungsauslauf nur geringfügig. Ganz anders stellt sich zum Beispiel die Situation in Spanien dar: Nach dem Platzen der Immobilienblase fiel der Wert vieler Immobilien stark. Viele Eigentümer kämpfen derzeit mit dem Problem, dass die Darlehenshöhe den Wert der Immobilie übersteigt. Der ausgewogene Immobilienmarkt in Deutschland sowie der durchschnittlich hohe Eigenkapitaleinsatz schützen deutsche Immobilieninvestoren vor diesen Gefahren.

Über den Dr. Klein-Trendindikator „Baufinanzierung“ (DTB)

Der DTB zeigt die monatliche Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter. Dazu zählt neben der Darlehenshöhe, dem Tilgungssatz und dem Beleihungsauslauf auch die Verteilung der Darlehensarten. Die Standardrate zeigt zudem an, wie viel ein durchschnittliches Darlehen von 150 Tsd. Euro an monatlicher Rate kostet. Anders als oft schwer vergleichbare Durchschnitts-Zinssätze, ermöglicht die Standardrate dem Privatkunden, die tatsächlichen Kosten für die Finanzierung einer Immobilie zu vergleichen. Die Ergebnisse des DTB werden monatlich aus Daten der EUROPACE-Plattform errechnet. EUROPACE ist der einzige unabhängige Marktplatz für Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Der DTB basiert auf rund zehntausend Finanzierungen mit einem monatlichen Finanzierungsvolumen von bis zu 1,5 Mrd. Euro.

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Immobilienbarometer zeigt: Männer deutlich emotionsloser beim Immobilienkauf als Frauen

Freitag, 10. Juni 2011

Berlin/München, 9. Juni 2011. Das Klischee, dass Männer emotionsloser sind als Frauen, scheint beim Immobilienkauf zuzutreffen: Denn während fast jeder zehnte Mann persönliche Gefühle beim Immobilienerwerb völlig ausblendet, spielen Emotionen nur bei fünf Prozent der Frauen keine Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage “Immobilienbarometer” von Interhyp und ImmobilienScout24, bei der im April 2011 rund 1.600 Interessenten von Kaufimmobilien teilgenommen haben.

Zwar eint die Geschlechter das Bestreben, ein langfristiges Zuhause für die Familie zu schaffen, doch beim Immobilienkauf gibt es bei Mann und Frau deutlich unterschiedliche Motivlagen. So will jeder dritte männliche Käufer mit einem Eigenheimerwerb einen Wert aufbauen, den er später vererben kann. Ein ähnliches Ansinnen haben hingegen nur 26 Prozent der Frauen. Dafür liegt der Damenwelt ein ganz anderes Thema am Herzen: Rund jede fünfte Käuferin erhofft sich durch einen Immobilienkauf, ein problemloses Halten ihres Haustieres. Unter Männern ist dieser Aspekt nur jedem zehnten Käufer wichtig.

Frischluft und privater Anschluss versus Freiraum und Kfz-Stellplatz

Geht es um die Immobilienausstattung bestehen 27 Prozent der Käuferinnen auf einen Balkon. Solch ein Frischluftzugang ist lediglich jedem fünften Mann wichtig (19 Prozent). Dafür legen Herren Wert auf einen eigenen Kfz-Stellplatz (28 Prozent) und hohe Decken (17 Prozent): Immobilien ohne diese Attribute kommen für sie nicht in Frage. Bei Frauen spielen diese Eigenschaften eine weit weniger wichtige Rolle (22 Prozent bzw. 12 Prozent). Uneinigkeit herrscht auch bei der Frage, was in der Umgebung des Hauses vorhanden sein muss: Während knapp einem Drittel der Frauen die Nähe von Familie und Freunden besonders wichtig ist, wünscht sich dies nur jeder vierte Mann.

“Wie die Studie zeigt, unterscheiden sich zwar die Wünsche beider Geschlechter in einigen Punkten, aber sie widersprechen sich nicht. Damit sich alle im neuen Eigenheim wohlfühlen, sollten Paare vor Beginn der Immobiliensuche klären, wo die jeweiligen Prioritäten liegen”, kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, die Ergebnisse. Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, fügt hinzu: “Dabei können Männer und Frauen bei der Wahl von Haus oder Wohnung ruhig auch auf ihren Bauch hören. Bei der Finanzierung gilt es aber, an den Geldbeutel zu denken -und verschiedene Angebote besonnen zu vergleichen.”

Eigentum ist teuer – daher unbedingt vor Beginn eines Vorhabens eine Bedarfsanalyse nebst Angebotsvergleich durchführen

Montag, 06. Juni 2011

Wer eine Immobilie erwerben, umbauen oder herstellen möchte, steht vor der Frage nach der Finanzierung dieses Vorhabens. Die erforderliche Summe kann meist nicht durch die verfügbaren Eigenmittel aufgebracht werden, weshalb ein optimales Konzept zu günstigen Konditionen gefunden werden muss. Eine der vielen Möglichkeiten einer Baufinanzierung ist das klassische Annuitätendarlehen, bei dem die Schuld sowie die anteiligen Zinsen in regelmäßigen (meist monatlichen) gleichbleibenden Raten getilgt werden, bis die Darlehensschuld abgebaut ist.

Möglich ist beispielsweise aber auch die Finanzierung über eine Bausparkasse oder die Finanzierung über ein endfälliges Darlehen. Bei dieser Variante werden während der Laufzeit nur die Zinsen gezahlt und gleichzeitig eine Ansparvariante zur Darlehenstilgung am Laufzeitende bedient. Diese Ansparvariante kann z.B. ein Sparvertrag oder eine Lebensversicherung sein. Die einfachste Vergleichsmöglichkeit für die verschiedenen Formen einer Baufinanzierung besteht über die Online-Anfrage bei verschiedenen Anbietern. Hier können vergleichsweise schnell und unkompliziert nicht nur Angebote eingeholt werden, sondern es kann auch gezielt nach Informationen, Möglichkeiten zur Anpassung an die individuelle Situation oder nach einem Marktüberblick gesucht werden.

Die persönliche Beratung unter Berücksichtigung der eigenen Situation ersetzt dies zwar nicht, trotzdem ist der Vergleich online durchaus als Grundlage für eine spätere Entscheidung zu empfehlen. Die Möglichkeiten der flexiblen Anpassung des Finanzierungsvertrages an die eigenen Verhältnisse sollten im Detail erörtert und geprüft werden, um das Risiko eines finanziellen Engpasses während der Finanzierungslaufzeit zu minimieren. Eigentum ist teuer – mit dem richtigen Finanzierungskonzept jedoch stellt Eigentum auch eine finanzielle Sicherheit dar!

Baufinanzierung für gewerbliche und private Objekte

Montag, 09. Mai 2011

Gewerbliche Immobilien dienen auf die ein oder andere Art immer einem Zweck: Maximierung des Gewinns. Je nach Verwendung (z.B. Wohnimmobilien oder gewerbliche Nutzfläche) unterscheiden sich jedoch in hohem Maße die Möglichkeiten für die Finanzierung und auch für zusammenhängende Kriterien, z.B. Förderansprüche und Risikoprämie. Werden gewerbliche Immobilien durch Investitionsgesellschaften mehr oder weniger mittels privaten Investoren finanziert, ergibt sich hieraus ein ganz anderes Risikoprofil als bei reinen Finanzierungen durch Kreditinstitute.

Durchaus existieren Finanzierungen mit hohem und höchstem Risikoprofil (z.B. unternehmerische Erweiterungen im Ausland), aber es gibt auch Möglichkeiten einer soliden und weitgehend inflationsunabhängigen Anlage (z.B. Immobilienfonds). Baufinanzierungen für gewerbliche Objekte sind daher also je nach Zweckbestimmung, Größe und Ort sehr differenziert zu betrachten. Niemand sollte hierin ohne vorherige ausgiebige Information investieren resp. sich an einem solchen Projekt beteiligen. Oft stellen Finanzierungen durch Privatleute die einzige Alternative für den Bauherrn dar, da Banken oder öffentliche Geldgeber nicht zur Verfügung stehen. Bezüglich der gesetzlichen Bestimmungen gibt es hier sehr viel mehr zu beachten als bei rein privaten Finanzierungsprojekten. Bei Beteiligungsgesellschaften gelten entsprechende Vorschriften des Finanzmarktsektors.

Für private Investoren gilt jedoch grundsätzlich die gleiche Regel wie bei privaten Baufinanzierungen: Vor Vertragsschluss sollten ausgiebige Informationen, sinnvolle Vergleiche und ggf. Rat von unabhängigen Experten eingeholt werden. Auch die Frage nach flexiblen Vertragsanpassungen steht im Raum und sollte detailliert geklärt werden – ändert sich die persönliche Einkommenssituation, kann es schwierig werden wenn fixe Raten weitergezahlt werden müssen oder einmal investiertes Geld nicht zurückgefordert werden kann. Diese Maßnahmen schützen im Falle von auftretenden Komplikationen vor hohen finanziellen Verlusten und unterstützen so den primären Zweck für Privatleute: Die Altersvorsorge.

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