Archiv für die Kategorie 'Aktuelles'

Baufinanzierungsrechner für die unverbindliche Planungsinformation

Dienstag, 18. Oktober 2011

Baufinanzierungsrechner dienen der online Berechnung einer geplanten Baufinanzierung. Solche Baurechner berücksichtigen dabei – je nach Ausführung – alle wichtigen Eckdaten einer Finanzierung, wie z.B. Tilgungssatz, Zinsbindungsfrist, tilgungsfreie Zeiten, Sondertilgungen oder unterschiedliche Kreditvarianten (z.B. Annuitätendarlehen, Tilgungsdarlehen usw.). Nicht berücksichtigt werden beim Baufinanzierungsrechner persönliche, individuelle Daten zur Vermögens- und Einkommenslage und Nebenkosten, die für die spezielle Immobilie anfallen können. Dafür sind die Baurechner kostenlos und unverbindlich und in der Regel ohne Eingabe von jeglichen persönlichen Daten nutzbar.

Der Interessent kann sich so grundlegend und anonym über verschiedene Finanzierungsvarianten informieren und ca.-Werte für die Kosten der von ihm benötigten Mittel anhand eines fiktiven (der Realität nahekommenden) Zinssatzes berechnen. So kann schon vor der weiteren Anfrage an verschiedene Kreditinstitute grob beurteilt werden, ob eine Finanzierung für die gewünschte Immobilie überhaupt geschultert werden kann und wie die finanzielle Situation geplant werden kann, um die Kreditverbindlichkeiten angemessen zu bedienen. Durch eine Veränderung der Eckdaten kann ggf. eine bessere Rückzahlungssicherheit erreicht werden.

Für die detaillierte Finanzierungsplanung müssen dann neben den persönlichen Verhältnissen auch Optimierungsmöglichkeiten (Förderungen, Eigenkapitaleinbringung etc.) geprüft werden. Das Kreditinstitut prüft vor Vergabe einer Hausfinanzierung generell, ob eine akzeptable Einkommenssituation herrscht oder ob das Ausfallrisiko zu hoch ist. Der Kreditnehmer kann dies bereits auch im Vorfeld eruieren: Mittels eines Finanzberaters kann schon im Vorfeld beurteilt werden, wie die Chancen auf eine Kreditzusage stehen bzw. ob ein angemessenes Einkommen vorhanden ist. Ganz nebenbei gewöhnt sich der Interessent bei der Benutzung des Baufinanzierungsrechners an die einschlägige Terminologie – dies ist bei allen Verhandlungen zu der geplanten Immobilienfinanzierung auf jeden Fall von Vorteil.

Immer mehr Immobilienprofis finanzieren über Finanzdienstleister

Donnerstag, 06. Oktober 2011

Lübeck, 30. September 2011: Was beim privaten Häuslebauer schon fast der Normalfall ist, entdecken auch zunehmend immer mehr professionelle Immobilieninvestoren: Die Beschaffung von günstigem Fremdkapital über Finanzdienstleister.

Anders lassen sich die aktuellen Zahlen des in diesem Segment marktführenden Finanzdienstleisters Dr. Klein & Co. AG nicht interpretieren. So steigerte Dr. Klein in den ersten drei Quartalen sein Neugeschäftsvolumen im Geschäftsbereich Immobilienfirmenkunden um über 35 % von 977 Mio. Euro in 2010 auf aktuell 1.327 Mio. Euro. Noch deutlicher wird diese Entwicklung bei einem Vergleich zum Jahr 2007: Vor Subprime- und Finanzkrise arrangierte Dr. Klein Finanzierungen in Höhe von 690 Mio. Euro und somit nur rund die Hälfte des heutigen Volumens.

Für den zuständigen Vorstand, Hans Peter Trampe, ist diese Entwicklung nicht überraschend: „Unsere Finanzierungspartner sind eben nicht nur die bekannten Banken, sondern auch Versicherungen, Versorgungskassen und Bausparkassen, die alle über viel Liquidität verfügen.“ Dadurch wird großen Investoren ein viel breiterer Marktzugang bei Kreditgebern ermöglicht, die selber keine Beratungskompetenz im professionellen Geschäft aufbauen wollen. Einen weiteren Erfolgsfaktor sieht Trampe in seinem umfangreichen Dienstleistungsangebot. „So analysieren wir für den Kunden bei jeder Finanzierung, welche Finanzierungs- und Besicherungsstruktur für sein Unternehmen optimal ist – und suchen dann den für ihn günstigsten Kreditgeber.“

Die Dr. Klein & Co. AG ist auf der ExpoReal in der Halle B2, Stand 220, vertreten.

Über die Dr. Klein & Co. AG

Dr. Klein ist unabhängiger Anbieter von Finanzdienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen.

Privatkunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Über das Internet und in mehr als 180 Filialen beraten rund 550 Spezialisten anbieterunabhängig und ganzheitlich zu den Themen Girokonto und Tagesgeld, Versicherungen und Geldanlagen sowie Immobilienfinanzierungen und Ratenkredite.

Schon seit 1954 ist die Dr. Klein & Co. AG wichtiger Finanzdienstleistungspartner der Wohnungswirtschaft, der Kommunen und von gewerblichen Immobilieninvestoren. Dr. Klein unterstützt seine Institutionellen Kunden ganzheitlich mit kompetenter Beratung und maßgeschneiderten Konzepten im Finanzierungsmanagement, in der Portfoliosteuerung und zu gewerblichen Versicherungen. Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Dr. Klein Kunden stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse gelisteten internetbasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

Dr. Klein-Trendindikator Baufinanzierung August 2011

Mittwoch, 28. September 2011

Lübeck, 26. September 2011: Der DTB spiegelt die Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter wider. Er wird monatlich auf Basis von rund zehntausend tatsächlich in Deutschland abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen ermittelt.

DTB-Kommentar von Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. AG

Stephan Gawarecki berichtet über aktuelle Trends in der Baufinanzierung und kommentiert die Ergebnisse des DTB.

Die Baufinanzierungskosten sind auch im August stark rückläufig. Im Vergleich zum Juli 2011 verringerte sich die Standardrate um 36 Euro im Monat. Dieser Rückgang von fast fünf Prozent ist mehr als doppelt so groß wie jener im Vormonat, wo sich die Kosten um monatlich 17 Euro gegenüber dem Juni 2011 reduzierten. Grund hierfür ist weiterhin der Run auf deutsche Staatsanleihen, der sich mit der Verschärfung der Euro-Krise noch verstärkt hat. Die sinkenden Renditen bei den Staatsanleihen führten dazu, dass die durchschnittlichen Baufinanzierungszinsen im August nochmals um rund 30 Basispunkte gefallen sind. Für Immobilienerwerber eröffnen sich mit den attraktiven Konditionen hervorragende Finanzierungsmöglichkeiten, die nahe an die Bestkonditionen von vor einem Jahr (Standardrate August 2010: 706 Euro/Monat) anknüpfen. Bei den Produktanbietern verstärkt dies zusätzlich den Wettbewerb. Es bleibt abzuwarten, inwieweit Baufinanzierungsanbieter, die sich nicht über den Pfandbriefmarkt refinanzieren, bei sinkenden Zinsniveaus weiter aktiv am Markt agieren können. So befinden sich beispielsweise Versicherer, die aktuell Baufinanzierungsdarlehen anbieten, in der Situation, dass sie mit einer geringeren Marge kalkulieren müssen, als dies noch vor vier bis fünf Monaten der Fall war: Die Garantieverzinsung der Versicherungen liegt aktuell bei 2,25 Prozent – bei Altverträgen ist diese sogar noch deutlich höher. Demgegenüber ist ein zehnjähriges Baufinanzierungsdarlehen aktuell schon für Bestkonditionen von unter drei Prozent am Markt erhältlich. Je weiter der Zins noch fallen wird, desto unattraktiver wird es für Versicherer, sich am Markt für private Baufinanzierungen zu engagieren.

Die gestiegene Tilgungsrate zeigt demgegenüber, dass Immobilienerwerber das Plus aus den aktuellen Zinsvorteilen zur schnelleren Entschuldung einsetzten. Gegenüber dem Vormonat hat sich die durchschnittliche Tilgungsrate um rund zehn Prozent erhöht. Damit nähert sie sich an die von uns empfohlene Marke einer Tilgung von zwei Prozent pro Jahr. Im Vergleich der durchschnittlichen Sollzinsbindung vom August 2010 mit dem August 2011 fällt hingegen auf, dass Kunden deutlich kürzere Sollzinsbindungen abschließen. Damit entfernen sie sich von den ebenfalls von uns empfohlenen Darlehen mit langen Zinsbindungen. Betrachtet man die zusätzlichen Kosten für Darlehen mit 15-jährigen Zinsbindungen gegenüber jenen mit zehnjährigen Zinsbindungen, so sind diese heute mit monatlich 40 Euro für eine zusätzliche Sicherheit von weiteren fünf Jahren immer noch gering. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese Kosten aber nahezu verdoppelt.

Wie der aktuelle Hypoport-Hauspreisindex HPX zeigt, sind die Preise für Wohnimmobilien mit einem Plus im Vormonatsvergleich von 1,2 Prozent massiv gestiegen. Die durchschnittliche Darlehenshöhe hat sich mit einem Plus von 1000 Euro jedoch kaum verändert. Dies legt die Vermutung nahe, dass viele neue Immobilienbesitzer ihr Eigenkapital statt in den unruhigen Finanzmärkten in das sicherere Betongold investiert haben. Der leichte Rückgang im durchschnittlichen Beleihungsauslauf unterstreicht diese Annahme.

Wer Fremdkapital benötigt, nimmt dies im August noch häufiger zu festen Zinssätzen auf, als vor einem Jahr. Der Anteil der Annuitätendarlehen ist im Zwölfmonatsvergleich um fast neun Prozent angestiegen. Der Anteil an Forward-Darlehen war vor einem Jahr mit 13,84 Prozent schon höher. Doch aufgrund des aktuell tiefen Zinsniveaus fehlt die Fantasie, dass die Zinsen noch viel weiter sinken könnten. Das führt bei den Forward-Darlehen zu einem erneuten Anteilsanstieg. Gegenüber dem Vormonat ist der Anteil an Forward-Darlehen um 11,5 Prozent gestiegen. Gleichzeitig reduzierte die geringe Hoffnung auf weitere Tiefstwerte im Zinsniveau auch den Anteil an Darlehen mit variablen Zinsen. Im Vergleich zum Juli 2011 sank dieser um 14 Prozent, gegenüber dem August 2010 sogar um 48 Prozent.

Über den Dr. Klein-Trendindikator “Baufinanzierung” (DTB)

Der DTB zeigt die monatliche Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter. Dazu zählt neben der Darlehenshöhe, dem Tilgungssatz und dem Beleihungsauslauf auch die Verteilung der Darlehensarten. Die Standardrate zeigt zudem an, wie viel ein durchschnittliches Darlehen von 150 Tsd. Euro an monatlicher Rate kostet. Anders als oft schwer vergleichbare Durchschnitts-Zinssätze, ermöglicht die Standardrate dem Privatkunden, die tatsächlichen Kosten für die Finanzierung einer Immobilie zu vergleichen. Die Ergebnisse des DTB werden monatlich aus Daten der EUROPACE-Plattform errechnet. EUROPACE ist der einzige unabhängige Marktplatz für Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Der DTB basiert auf rund zehntausend Finanzierungen mit einem monatlichen Finanzierungsvolumen von bis zu 1,5 Mrd. Euro.

Über die Dr. Klein & Co. AG

» Dr. Klein ist unabhängiger Anbieter von Finanzdienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen.

Privatkunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Über das Internet und in mehr als 180 Filialen beraten rund 550 Spezialisten anbieterunabhängig und ganzheitlich zu den Themen Girokonto und Tagesgeld, Versicherungen und Geldanlagen sowie Immobilienfinanzierungen und Ratenkredite.

Schon seit 1954 ist die Dr. Klein & Co. AG wichtiger Finanzdienstleistungspartner der Wohnungswirtschaft, der Kommunen und von gewerblichen Immobilieninvestoren. Dr. Klein unterstützt seine Institutionellen Kunden ganzheitlich mit kompetenter Beratung und maßgeschneiderten Konzepten im Finanzierungsmanagement, in der Portfoliosteuerung und zu gewerblichen Versicherungen. Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Dr. Klein Kunden stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse gelisteten internetbasierten

Immobilienbarometer zeigt: Jeder 5. Immobilienkäufer verzichtet auf Neuwagen

Mittwoch, 14. September 2011

Berlin/München, 14. September 2011 – Über 40 Prozent der deutschen Immobilienkäufer rechnen damit, in Folge ihres Kaufs finanziell kürzer treten zu müssen. Gespart werden soll vor allem bei Auto und Urlaub. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage “Immobilienbarometer” von Interhyp und ImmobilienScout24, für die im August über 1.600 Interessenten von Kaufimmobilien befragt wurden.

Immerhin ist rund jeder zweite der Immobilienkäufer in Deutschland überzeugt, sich trotz Eigenheimerwerb finanziell nicht einschränken zu müssen. Falls aber doch gespart werden muss, so sind die Befragten bereit, deutliche Abstriche beim Konsum zu machen. Jeder fünfte Immobilienkäufer (22 Prozent) will auf die Anschaffung eines Neuwagens verzichten. Beinahe ebenso viele (21 Prozent) planen, weniger oft in den Urlaub zu fahren. Und rund jeder sechste Käufer (16 Prozent) weiß jetzt schon, dass er nach dem Eigentumserwerb weniger ausgehen wird.

Auffällig ist, dass Käufer, die eine Kapitalanlage suchen, deutlich optimistischer in die Konsumzukunft blicken, als Eigennutzer. Über 70 Prozent der Kapitalanleger geben an, dass sie nach dem Erwerb nicht finanziell kürzer treten werden. Bei den Eigennutzern hingegen ist nur jeder Zweite der Meinung, dass er auch in den eigenen vier Wänden seinen bisherigen Lebensstil beibehalten kann (48 Prozent).

Wobei die Immobilienkäufer in Zukunft sparen möchten:
1. Kein neues Auto kaufen (22 Prozent)
2. Weniger Urlaubsreisen unternehmen (21 Prozent)
3. Weniger Ausgehen (16 Prozent)
4. Energie im Haushalt sparen (16 Prozent)
5. Weniger Luxusprodukte kaufen (14 Prozent)

“Die Nachfrage nach Wohneigentum ist weiterhin ungebrochen hoch. Um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, sind viele Immobilienkäufer bereit, beim persönlichen Konsum deutlich kürzer zu treten”, kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, die Ergebnisse. Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, fügt hinzu: “Mehr als die Hälfte der Befragten geht aber davon aus, dass sie sich trotz Immobilienkauf finanziell gar nicht einschränken müssen. Zu dieser Einschätzung trägt sicherlich das momentane Tief der Baugeldzinsen bei. Wer jetzt finanziert, kann seine monatliche Kreditbelastung auf Jahrzehnte extrem niedrig halten.”

Dr. Klein-Trendindikator Baufinanzierung Juli 2011

Dienstag, 30. August 2011

Lübeck, 25. August 2011: Der DTB spiegelt die Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter wider. Er wird monatlich auf Basis von rund zehntausend tatsächlich in Deutschland abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen ermittelt.

DTB-Kommentar von Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. AG Stephan Gawarecki berichtet über aktuelle Trends in der Baufinanzierung und kommentiert die Ergebnisse des DTB.

Standardrate

Zum dritten Mal in Folge waren die Baufinanzierungskosten im Juli rückläufig. Im Vergleich zum Vormonat reduzierte sich die Standardrate um monatlich 17 Euro oder 2,17 Prozent. Der Ansturm auf deutsche Staatsanleihen, der durch die erweiterte Euro-Krise und die Unruhen an den Finanzmärkten hervorgerufen wurde, senkte sowohl deren Renditen als auch die Baufinanzierungszinsen. Letztere sanken im vergangenen Monat um rund 0,2 Prozent und schaffen damit für Häuslebauer eine – in vielerlei Hinsicht – optimale Situation für den Immobilienerwerb. Wer sich eine Immobilie wünscht, sollte die aktuelle Situation auf jeden Fall nutzen, um sich intensiv über den Erwerb eines neuen Heims zu informieren. Der Kostenrahmen sollte gemeinsam mit einem Spezialisten in einer unabhängigen Beratung ermittelt werden. Hier ist es wichtig, dass Zins- und Tilgungszahlungen eines Darlehens nicht so groß sind, dass die kleinste finanzielle Mehrbelastung eine Rückzahlung gefährdet. Hinzu kommen die Nebenkosten für Heizung, Strom und Steuern. Hier gilt die Faustregel, dass monatlich zwei bis drei Euro pro Quadratmeter für diese Zusatzkosten kalkuliert werden sollten. Für zukünftige Renovierungen oder zur Instandhaltung kommt noch ein Euro pro Quadratmeter hinzu.

Tilgungssatz

Der durchschnittliche Tilgungssatz ist im Juli um 3,8 Prozent auf eine absolute Tilgungsrate von 1,64 Prozent angestiegen. Gegenüber dem Vormonat bedeutet diese leicht höhere Tilgung eine um acht Monate kürze Gesamtdarlehenslaufzeit. Dies schlägt sich auch auf die Kosten nieder: Wer 150.000 Euro zu einem Sollzins von vier Prozent von der Bank geliehen hat und dieses mit 1,64 Prozent statt mit 1,58 Prozent tilgt, bezahlt etwa 2.800 Euro weniger Zinsen für sein Darlehen.

Sollzinsbindung

Im Gleichschritt mit den fallenden Zinsen erhöhte sich die durchschnittliche Sollzinsbindung im Juli um einen Monat auf zehn Jahre und sieben Monate. Innerhalb der letzten zwölf Monate hat der Trend hin zu langen Zinsbindungen Kunden durchschnittlich sechs Monate längere Zinsbindungen vereinbaren lassen. Bei den aktuell attraktiven Konditionen für lange Zinsbindungen von zwanzig und mehr Jahren nutzen immer mehr Kunden die Chance auf langfristige Sicherheit. Diesen Wunsch haben Banken vermehrt aufgenommen und zusätzliche Angebote mit langen Zinsbindungen geschaffen. Kunden können davon nur profitieren, denn sollten sie sich wider Erwarten nach zehn Jahren doch für eine andere Finanzierung entscheiden wollen, so haben sie per Gesetz (BGB § 489) jederzeit das Recht, das Darlehen kostenfrei zu kündigen. Inwiefern sich die attraktiven, langen Zinsbindungen vor dem Hintergrund neuer Regulierungen aus Brüssel halten können, ist ungewiss. Eine aktuelle Diskussion stellt die Vorfälligkeitsentschädigung in Frage. Diese Entschädigung erhalten Banken bisher, wenn Kunden vor dem Ablauf der maximal zehnjährigen Sollzinsbindung ihre Darlehen ablösen wollen. Das gibt den Banken eine Sicherheit, die – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – in Deutschland langfristige Zinsbindungen ermöglicht und für Stabilität im Markt sorgt.

Darlehenshöhe

Die durchschnittliche Darlehenshöhe lag im Juli bei 146.000 Euro, rund 2.000 Euro mehr als im Vormonat und im Vorjahresmonat. Dabei lässt sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Zinsniveau und der Darlehenshöhe feststellen. Vielmehr zeigt sich darin die Heterogenität des deutschen Immobilienmarktes. So erfuhren Ballungszentren wie München, Berlin oder Hamburg enorme Preissteigerungen, während Immobilien in ländlichen Gegenden teilweise Wertverluste verzeichneten. Die aktuellen Schwankungen in der durchschnittlichen Darlehenssumme sind demnach auf die veränderte Zusammensetzung in Bezug auf die Lage der ermittelten Objekte zurückzuführen.

Darlehensarten

Die insgesamt wenig genutzten Finanzierungen mit variablen Zinsen verloren im Juli erneut an Attraktivität. Das Zinsniveau ist so gering, dass sich momentan nur „Zinsspekulanten“ und Personen, die wissen, dass sie ihren Kredit bald ablösen wollen, auf kurzfristige Darlehen einlassen. Für das Gros der Bevölkerung spielt Spekulation bei der Immobilienfinanzierung keine Rolle. Die aktuelle Situation bietet hier sehr große Chancen, sich günstige Zinsen langfristig zu sichern. Entsprechend hat sich der Anteil der festverzinsten Darlehen von rund 65 Prozent im Juni auf über 66 Prozent im Juli erhöht. Die KfW bietet seit dem ersten Juli keine 15-jährigen Darlehen mehr an. Der Anteil an KfW-Darlehen ist um rund drei Prozent gegenüber dem Vormonat zurückgegangen.

Beleihungsauslauf

Der durchschnittliche Beleihungsauslauf hat im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent leicht zugenommen. Da die meisten Menschen nur begrenztes Eigenkapital in eine Finanzierung mit einbringen können, müssen sie mehr Fremdkapital aufnehmen, sobald die Immobilienpreise steigen. Laut dem Hypoport-Hauspreisindex sind die Preise für Wohnimmobilien im Juli gegenüber dem Vormonat bundesweit um 0,52 Prozent gestiegen.

Über den Dr. Klein-Trendindikator „Baufinanzierung“ (DTB)

Der DTB zeigt die monatliche Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter. Dazu zählt neben der Darlehenshöhe, dem Tilgungssatz und dem Beleihungsauslauf auch die Verteilung der Darlehensarten. Die Standardrate zeigt zudem an, wie viel ein durchschnittliches Darlehen von 150 Tsd. Euro an monatlicher Rate kostet. Anders als oft schwer vergleichbare Durchschnitts-Zinssätze, ermöglicht die Standardrate dem Privatkunden, die tatsächlichen Kosten für die Finanzierung einer Immobilie zu vergleichen. Die Ergebnisse des DTB werden monatlich aus Daten der EUROPACE-Plattform errechnet. EUROPACE ist der einzige unabhängige Marktplatz für Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Der DTB basiert auf rund zehntausend Finanzierungen mit einem monatlichen Finanzierungsvolumen von bis zu 1,5 Mrd. Euro.

Über die Dr. Klein & Co. AG

Dr. Klein ist unabhängiger Anbieter von Finanzdienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen.

Privatkunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Über das Internet und in mehr als 180 Filialen beraten rund 550 Spezialisten anbieterunabhängig und ganzheitlich zu den Themen Girokonto und Tagesgeld, Versicherungen und Geldanlagen sowie Immobilienfinanzierungen und Ratenkredite.

Schon seit 1954 ist die Dr. Klein & Co. AG wichtiger Finanzdienstleistungspartner der Wohnungswirtschaft, der Kommunen und von gewerblichen Immobilieninvestoren. Dr. Klein unterstützt seine Institutionellen Kunden ganzheitlich mit kompetenter Beratung und maßgeschneiderten Konzepten im Finanzierungsmanagement, in der Portfoliosteuerung und zu gewerblichen Versicherungen. Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Dr. Klein Kunden stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse gelisteten internetbasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

Dr. Klein warnt vor überstürztem Immobilienkauf

Donnerstag, 25. August 2011

Der Immobilienfinanzierungs- und Vorsorgeexperte Dr. Klein & Co. AG warnt im Zuge der aktuellen, krisenbedingten Euro-Panik vor unüberlegten Immobilien-investitionen.

Die Angst vor dem Verlust der Ersparnisse kurbelt die Nachfrage nach Immobilien an. „Die bundesweite Preissteigerung für Wohnimmobilien und die attraktiven Finanzierungskonditionen führen zu einem regelrechten Run auf Immobilien“, fasst Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, die Lage auf dem Immobilienmarkt zusammen. Nachrichten zur Euro-Krise, zu den jüngsten Turbulenzen an den Börsen und zur schwächeren Konjunktur Deutschlands im zweiten Quartal seien Gründe für das zunehmende Interesse am Betongold. Denn im Gegensatz zu anderen Anlageoptionen wie Aktien oder Anleihen zählen Immobilien in der momentanen Situation zu den wenigen Möglichkeiten, Vermögen nachhaltig wertstabil anzulegen.

Käufer sollten einen kühlen Kopf bewahren

Die Berater des unabhängigen Finanzdienstleisters Dr. Klein erhalten vermehrt Anfragen von Interessenten, die schnellstmöglich eine Immobilie erwerben möchten. „Wenn das zentrale Motiv für den Immobilienerwerb die Sorge um Vermögensverluste ist, besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Kunde über weitere wichtige Aspekte hinwegsieht“, sagt Gawarecki. Hierbei ist es die Aufgabe des Beraters, Kunden über die vollständigen Konsequenzen des Immobilienkaufs zu informieren. Neben den grundsätzlichen Entscheidungskriterien, den attraktiven Kaufkonditionen und den positiven Erwartungen über die Wertentwicklung, sind die Nebenkosten gerade in Deutschland nicht zu vernachlässigen. Diese müssen durch die Wertentwicklung des Objekts erst erwirtschaftet werden, bevor dieses eine tatsächliche Wertsteigerung erfährt. In Deutschland betragen die Transaktionskosten beim Erwerb einer Immobilie rund zehn Prozent des Kaufpreises. Steigende Grunderwerbssteuern werden diese Nebenkosten künftig zusätzlich in die Höhe treiben.

Die generellen Entscheidungskriterien beim Immobilienerwerb

Wer sich für eine Immobilieninvestition entscheidet, kann durch eine unabhängige und ganzheitliche Beratung viele Fehler, die aus überstürztem Handeln resultieren, vermeiden. Hierbei sollten alle entscheidenden Faktoren rund um die Immobilie überprüft werden. Bei selbst genutzten Immobilien sollte der Wunsch, eine höhere Wohnqualität zu erreichen und durch Mietfreiheit im Alter eine wichtige Grundlage für die Altersvorsorge zu schaffen, an erster Stelle stehen. Bei Kapitalanlegern können Wertsicherheit und Vermögensdiversifizierung im Vordergrund sein. Die Lage sollte bei der Entscheidung für eine Immobilie vor den weiteren Objektfaktoren stehen. Hier gilt: lieber eine Top-Lage, die auch im Alter noch attraktiv ist, als ein Top-Haus in einem schlecht erschlossenen Gebiet. Bestandsimmobilien können über die Zeit, z.B. auch in Eigenleistung, modernisiert werden, die Lage bleibt. Bei Modernisierungsobjekten sollten die Energieeffizienz der Immobilie genau geprüft und mögliche Folgekosten einkalkuliert werden. Dabei sollten Kunden abschätzen, ob der Kaufpreis des Traumobjektes realistisch oder aufgrund eines überhitzten Marktes, wie beispielsweise in München überteuert ist. Auch das Umfeld, die Verkehrsanbindung und mögliche strukturelle Veränderungen sind wichtige Faktoren, die die Wohnqualität – und entsprechend den Immobilienwert – beeinflussen. Genaue Informationen zu geplanten strukturellen Veränderungen, wie beispielsweise der Bau einer Umgehungsstraße, können bei den Gemeinden eingeholt werden.

Umfassende und unabhängige Beratung beugt Verlusten vor

Gemeinsam mit einem Finanzierungsberater kann der Rahmen für die Gesamtkosten abgesteckt werden. Hier rät Dr. Klein zu langen Zinsbindungen, einer Tilgungsrate von zwei Prozent und einem Eigenkapitalanteil von mindestens 20 Prozent. Wer seine Immobilie mit mehr als 80 Prozent beleiht, muss einen relativ teuren Kredit aufnehmen und hat wenig Puffer für unerwartete finanzielle Schwierigkeiten. Auch in Bezug auf die Nebenkosten lohnt sich eine detaillierte Beratung, die beispielsweise darüber aufklärt, dass eine Einbauküche oder mitverkauftes Zubehör nicht steuerpflichtig sind und entsprechend zur Bemessung der Grunderwerbssteuer aus dem Kaufpreis herausgerechnet werden können. „Wer von einer Immobilie träumt, sollte die attraktive Situation nutzen, sich umfassend beraten lassen und sich dann seine Wünsche überlegt – und nicht überstürzt – erfüllen“, so der Vorstandssprecher Gawarecki.

Über die Dr. Klein & Co. AG

Dr. Klein ist unabhängiger Anbieter von Finanzdienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen.

Privatkunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Über das Internet und in mehr als 180 Filialen beraten rund 550 Spezialisten anbieterunabhängig und ganzheitlich zu den Themen Girokonto und Tagesgeld, Versicherungen und Geldanlagen sowie Immobilienfinanzierungen und Ratenkredite.

Schon seit 1954 ist die Dr. Klein & Co. AG wichtiger Finanzdienstleistungspartner der Wohnungswirtschaft, der Kommunen und von gewerblichen Immobilieninvestoren. Dr. Klein unterstützt seine Institutionellen Kunden ganzheitlich mit kompetenter Beratung und maßgeschneiderten Konzepten im Finanzierungsmanagement, in der Portfoliosteuerung und zu gewerblichen Versicherungen. Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Dr. Klein Kunden stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse gelisteten internetbasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

»  Dr. Klein Finanzdienstleistungen

Das Risiko der Arbeitslosigkeit während einer Baufinanzierung

Mittwoch, 17. August 2011

Der Albtraum eines jeden Hausbesitzers ist es, bei laufender Baufinanzierung den Arbeitsplatz zu verlieren. Wenn die Ersparnisse und sonstige Rücklagen nicht ausreichen, um den Kredit abzudecken, droht bei Nichtzahlung der fälligen Raten eine Zwangsversteigerung. Niemand ist vor Verlust des eigenen Arbeitsplatzes sicher. Es gibt allerdings die Arbeitslosenversicherung, die beim Eintreten der Arbeitslosigkeit die Kreditraten aus der laufenden Baufinanzierung übernimmt. Beim Abschluss der Arbeitslosenversicherung muss der Versicherungsnehmer in einem festen Arbeitsverhältnis stehen (keine Probezeit). Des Weiteren darf der Arbeitsvertrag nicht zeitlich befristet sein. Sollte dies der Fall sein, leistet die Versicherung nicht. Nichtsdestotrotz werden von manchen Banken im Zuge der Kreditvergabe Arbeitslosenversicherungen an Menschen angeboten, die beispielsweise über Zeitarbeitsfirmen beschäftigt werden und dort nur befristete Arbeitsverträgen haben.

Die Auswahl bei den Arbeitslosenversicherungen ist relativ überschaubar. Außerdem sind solche Versicherungen nicht gerade günstig. Es sollte ebenfalls bedacht werden, dass eine Arbeitslosenversicherung die anfallenden Raten maximal für ein Jahr übernimmt. Wird innerhalb eines Jahres keine neue Arbeitsstelle gefunden, müssen die Kreditraten aus eigener Kraft erbracht werden. Bei finanziellen Problemen, insbesondere bei Arbeitslosigkeit während der Baufinanzierung, sollte die Bank auf jeden Fall informiert werden. Gleichzeitig sollte ein gemeinsames Gespräch mit dem zuständigen Berater und eine Strategie gesucht werden, die eine Kreditkündigung vermeidet. Die Banken signalisieren hier oft Kooperationsbereitschaft. Sie kommen dem Kreditnehmer in solchen Fällen oft mit Tilgungs- und Ratenaussetzungen entgegen. Zinssatzreduzierungen zwecks Liquiditätsentlastung sind ebenfalls denkbar. In seltenen Fällen wird ein Forderungsverzicht ausgesprochen. Eine Kreditkündigung und damit eine Zwangsversteigerung lassen sich allerdings nicht vermeiden, wenn der Kreditnehmer die gemachten Zusagen mehrfach nicht einhält und keine Bemühungen an den Tag legt, um einen neuen Arbeitsplatz zu bekommen.

Weitere Alternativen und Informationen

» BaufiSchutz – Absicherung Ihrer Finanzierung bei Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit
» Arbeitslosigkeit während der Baufinanzierung

Immobilienkauf: Kapitalanleger zieht es in die Stadt

Donnerstag, 11. August 2011

Berlin/München, 3. August 2011 – Mehr als die Hälfte aller Kapitalanleger bevorzugen beim Immobilienkauf Wohneigentum in städtischen Lagen. Offensichtlich werden die Renditeerwartungen in ländlichen Regionen deutlich schlechter eingeschätzt. Das zeigt die aktuelle Umfrage aktuelle Immobilienbarometer von Interhyp und ImmobilienScout24, für die 1.590 Interessenten von Kaufimmobilien befragt wurden.

Die Eurokrise befeuert derzeit das Interesse für Betongold. Doch nicht alle Lagen sind gefragt. Viele Immobilienkäufer meiden ländliche Regionen. Insbesondere Käufer, die ihr Wohneigentum als Kapitalanlage nutzen wollen, zieht es in die Stadt. Mehr als jeder zweite Kapitalanleger (52 Prozent) sucht derzeit nach einem passenden Investment gezielt in städtischen Lagen. Weitere 40 Prozent präferieren den Speckgürtel in Stadtnähe. Nur rund acht Prozent wollen in der Provinz in ein Haus oder eine Wohnung investieren.

Lediglich Käufer, die ihre Immobilie nach dem Kauf selbst bewohnen wollen, können dem Landleben etwas mehr abgewinnen. Für ein Haus auf dem Land fernab vom Stadtleben könnte sich immerhin jeder zehnte Selbstnutzer (10 Prozent) begeistern. Der Großteil dieser Gruppe (53 Prozent) wünscht sich ein Eigenheim, das im Speckgürtel einer Stadt liegt. Etwa jeder Dritte (37 Prozent) sucht ebenfalls nach städtisch gelegenem Wohnraum.

Die Umfrage zeigt: Beide Käufergruppen tendieren zur Stadt oder zumindest zur Stadtnähe. Für die meisten Interessenten ist besonders wichtig, dass in der direkten Umgebung gute Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sind (66 Prozent) und eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel vorherrscht (57 Prozent). Beide Faktoren sind vor allem in der Stadt gewährleistet. Die Nähe zur Natur, die für eine Immobilie auf dem Land spräche, kommt erst an dritter Stelle. Sie ist für 40 Prozent aller Suchenden von Bedeutung.

“Die Ergebnisse der Umfrage überraschen nicht. Wir beobachten bei ImmobilienScout24 schon seit längerer Zeit einen Anstieg der Suchanfragen nach städtischem Wohnraum”, kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, die Ergebnisse. Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, fügt hinzu: “Städte punkten vor allem durch eine gut ausgebaute Infrastruktur sowie die Nähe zu Kultur und Arbeitgebern. Das macht sie besonders für Kapitalanleger attraktiv: Denn je beliebter die Wohngegend, desto einfacher die Vermietung.”

Höhere Leitzinsen – wann ist der beste Zeitpunkt für eine Baufinanzierung?

Dienstag, 09. August 2011

Die jüngste Erhöhung der Euro-Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte wird mittelfristig auch einen Anstieg der Bauzinsen bedeuten. Nichts zu befürchten haben lediglich diejenigen, die den Darlehensvertrag bereits in der Tasche haben oder kurzfristig auf ein Forward-Darlehen zurückgreifen und sich die aktuellen Baufinanzierung Konditionen für einen späteren Zeitpunkt sichern.

In einschlägigen Medien ist oft die Rede von zyklischer Zinsentwicklung und Prognosen für die Bauzinsentwicklung. Experten geben Tipps, wann eine Baufinanzierung zu historisch günstigen Konditionen abgeschlossen werden kann. So haben wir gerade aktuell das nach Expertenprognosen Ende eines Zinstiefes erreicht und es werden nun allgemein wieder ansteigende Zinsen erwartet. Das bedeutet auch eine Verteuerung der Baukredite, da ein höherer Zinssatz von den Kreditinstituten in Anrechnung gebracht wird. Diese Fakten sollten jedoch nicht dazu verleiten, in hektischen Aktionismus zu verfallen und schnell noch ein Baufinanzierung „auf Teufel komm raus“ abzuschließen.

Eine Baumaßnahme sollte von Grund auf gut überlegt sein. Viele Faktoren spielen eine Rolle – bei der Finanzierung muss insbesondere die individuelle Einkommens- und Vermögenssituation berücksichtigt werden. Anhand dieser persönlichen finanziellen Lage muss detailliert geprüft werden, ob die geplante Finanzierung auf Dauer bedient werden kann. Die Leistungsraten (welche sich aus der Tilgung und den Zinsen zusammensetzt) sollten sicher aufgebracht werden können und dazu sollte noch ein gewisser Teil „freies Kapital“ existieren, was in unvorhergesehenen Situationen eingesetzt werden kann. Die Finanzierung sollte unter Berücksichtigung der individuellen Verhältnisse so flexibel wie möglich gestaltet werden.

Es ist also sehr viel mehr notwendig, als nur der Blick auf die aktuellen Konditionen von Baufinanzierungen. Was nützt am Ende ein supergünstiger Zinssatz für eine Finanzierung, die nach ein paar Jahren nicht mehr bedient werden kann, weil die Einkommenssituation zum Abschlusszeitpunkt nicht sicher eingeschätzt werden konnte? Der Darlehensnehmer sollte sich immer vor Augen halten, dass die Entscheidung für eine Baufinanzierung ein meist einmaliges und einschneidendes Ereignis in seinem Leben ist. Dies verdient mit Sicherheit auch eine gründliche und gewissenhafte Vorausplanung!

Baufinanzierung Konditionen – aktuelle Zinsentwicklung (07/2011)

Freitag, 22. Juli 2011

Noch immer befinden wir uns historisch betrachtet in einer Zeit mit extrem günstigen Bauzinsen. Trotz einer zuletzt anziehenden Zinsentwicklung gibt es derzeit z.B. 10-jährige Baudarlehen noch immer durchschnittlich zu ca. 4% Zinsen. Zum Vergleich: Der Durchschnitt der letzten 30 Jahre liegt bei etwa 7%! Weitere Zinserhöhungen der Zentralbank werden jedoch erwartet und so sollten Immobilienerwerber bzw. Bauherren bald aktiv werden, um schlechtere Baufinanzierung Konditionen für den notwendigen Immobilienkredit zu vermeiden.

Grundsätzlich (und trotz dieser Entwicklung) sollte die Aufnahme eines Immobilienkredites jedoch gründlich überlegt und genauestens hinsichtlich Konditionen und Anpassbarkeit auf die individuelle Situation analysiert werden. Vorschnelle Handlungen sollten vermieden werden. Die Aufnahme eines Immobilienkredites bedeutet eine langjährige Zahlungsverpflichtung, deren Erfüllbarkeit durch die eigene Vermögens- bzw. Einkommenssituation gedeckt sein muss. Etwaige Risiken wie z.B. die Änderung der persönlichen Verhältnisse müssen ggf. bedacht werden. Ein Anbietervergleich anhand des idealen persönlichen Anforderungsprofils an die Immobilienfinanzierung muss durchgeführt werden. Hierbei zählen nicht ausschließlich die Zinskonditionen, sondern auch mögliche Flexibilisierungsvarianten des Anbieters.

Die Gefahren lauern nicht nur durch die Zinsbelastung, sondern auch bei der eigenen finanziellen Stabilität: Wer z.B. vorschnell mit zu wenig Eigenkapital eine Immobilienfinanzierung abschließt, kann schnell in finanzielle Nöte kommen, wenn unvorhergesehen Ereignisse eintreten. Von Experten empfohlen werden etwa 20% bis 30% Eigenkapital, je nach Lage und Art der Immobilie und abhängig vom regelmäßigen Einkommen. Die monatliche Belastung aus dem Immobilienkredit sollte nicht höher sein als die bisherige Wohnungsmiete (Kaltmiete) zuzüglich eines freien Betrags, der auch bisher z.B. als Sparbetrag zur Verfügung gestanden hätte. Unter Beachtung dieser Punkte kann eine Anfrage mit möglichst identischen Eckdaten zurzeit noch vor einem sehr günstigen Angebotshintergrund bei vielen Kreditinstituten gestartet werden.