Baufinanzierung: Trotz günstiger Bauzinsen können niedrige Raten zur Laufzeitfalle werden

Die Rahmenbedingungen für eine Baufinanzierung sind derzeit extrem günstig: Historisch niedrige Zinskonditionen ermöglichen die Aufnahme von langfristigen Immobilienfinanzierungen zu Zinssätzen (abhängig von der individuellen Situation) unter 3 %. Doch sollte der Finanzierungsinteressent immer auch ein Auge auf eine möglichst planbare Finanzierungsbelastung werfen:

Wird beispielsweise der Tilgungssatz zu niedrig gewählt, verlängert sich die Laufzeit erheblich und die Zinsbelastung nach einer ggf. vereinbarten Sollzinsbindungsfrist wird zum va banque Spiel. Verträge mit Laufzeiten bis zu 10 Jahren sind meist die günstigsten, doch sind auch Verträge mit 15 oder 20 Jahren Laufzeit aktuell gegen geringe Aufschläge im Bereich von 0,3 bis 0,5 % zu haben.

Der Tilgungssatz sollte nach Möglichkeit dabei so gewählt werden, dass das Darlehen nach Ablauf dieser Zinsbindung so gut wie zurückgezahlt ist. Nur so kann der Darlehensnehmer vom günstigen Zinssatz maximal profitieren – außerdem steigt die Kalkulationssicherheit merklich. Bleibt nach der vereinbarten Zinsbindung keine oder nur noch eine geringe Restschuld, können selbst viel höhere Zinsen nicht mehr viel Schaden anrichten. War jedoch der Tilgungssatz sehr gering, um niedrige Monatsraten zu erreichen, verbleibt am Ende der Zinsbindung meist eine sehr hohe Restschuld. Bei stark angestiegenen Zinsen wird dann die Finanzierung doch noch zu einer teuren Angelegenheit.

Be Sociable, Share!

Die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag wurde deaktiviert.