Arbeitgeberdarlehen besser als Immobilienfinanzierung durch Kreditinstitut?

Immobiliendarlehen von Kreditinstituten sind aktuell mit günstigen Zinskonditionen zu haben, doch existieren daneben auch weitere Belastungen wie beispielsweise Nebenkosten für Bearbeitungsgebühren, Notarkosten für die grundpfandrechtliche Eintragung und die langjährige Bindung an ein (fremdes) Kreditinstitut.

Wer ein gutes Verhältnis zu seinem Arbeitgeber hat, kann diesen um ein Arbeitgeberdarlehen für die eigenen 4 Wände bitten: Gerade bei niedrigeren Darlehenssummen kann sich diese Variante durchaus rechnen, da auch der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse an solch einer Vereinbarung haben kann. Die Bindung zum Arbeitnehmer sowie dessen Motivation und Loyalität wird erhöht, im Gegenzug profitiert der Kreditnehmer von günstigen Konditionen und gesparten Nebenkosten.

Die Rückzahlung eines so gewährten Darlehens erfolgt in der Regel über die Einbehaltung von monatlichen Raten aus dem gezahlten Nettogehalt. Allerdings müssen auch steuerliche Regelungen beachtet werden: So gilt ein entsprechender Vorteil aus Zinsersparnissen gegenüber banküblichen Darlehen unter bestimmten Bedingungen als steuerpflichtig.

Wichtig sind in jedem Falle die hinreichende Information über die zusammenhängenden Regelungen beim Finanzberater und die schriftliche Fixierung einer mit dem Arbeitgeber getroffenen Vereinbarung. Kommt es zum Streit, können so finanziell nicht tragbare Rückzahlungen oder weitere Nachteile vermieden werden. Grundsätzlich kann bei einem entsprechend guten Verhältnis zum Arbeitgeber aber immer erst mal nach der Machbarkeit und den Konditionen gefragt werden, bevor bei einem Kreditinstitut ein Darlehen angefragt wird.

Die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag wurde deaktiviert.