Hausfinanzierung: Wann gab es je günstigere Bauzinsen, um Immobilieneigentum zu realisieren?
Montag, 30. Januar 2012
(Berlin, 30.01.2012) Die Zinsen für Immobilienkredite befinden sich derzeit in einer historischen Tiefphase. Die im Zusammenhang mit der Banken-Refinanzierung von Immobiliendarlehen herangezogenen Pfandbriefrenditen befinden sich lt. den von der Bundesbank ermittelten Werten derzeit auf einem Rekordtief. Alles deutet auf den optimalen Einstiegszeitpunkt für Kapitalanleger und Häuslebauer hin. Doch so gut der Zeitpunkt auch ist – es sollten einige grundlegende Dinge beachtet werden, damit die Finanzierung auch tatsächlich zu einem gelungenen und günstigen Gesamtprojekt wird.
Bauzinsen sind wichtig, aber nicht allein entscheidend
Die Kreditgeber referenzieren bei der Kalkulation eines Immobiliendarlehens neben dem Leitzinssatz der EZB auch auf den Durchschnittswert der von den Pfandbriefbanken veröffentlichten Renditen. Hinzu kommen entsprechende Aufschläge gemäß der individuellen Darlehenskonditionierung. Die aktuelle Situation ist insbesondere durch die Finanz- und Eurokrise durch ein historisch niedriges Zinsniveau sowie durch entsprechend niedrige Pfandbriefrenditen geprägt, was zu sehr günstigen Konditionierungen für Neu- oder Anschlussfinanzierungen führt. Nun sind die Zinskonditionen für angehende Immobilieneigentümer natürlich sehr wichtig, weshalb sich die aktuelle Situation grundsätzlich für die Realisation von entsprechenden Projekten anbietet. Allerdings gibt es neben den Zinskosten weitere, entscheidende Merkmale für eine gelungene Immobilienfinanzierung. So sollte – trotz des günstigen Fremdkapitals – auch ein Mindesteigenkapitalanteil von 20 bis 30 Prozent zur Verfügung stehen, um Nebenkosten und ggf. unvorhergesehene Ausgaben zu decken, die neben den für das Darlehen notwendigen Zins- und Tilgungsleistungen anfallen. Abhängig vom Projektzweck sollten weiterhin die umgebenden Bedingungen geprüft werden: Soll der Immobilienerwerb beispielsweise als Investition mit Renditeerzielungsabsicht erfolgen, spielen Lage, Preis, Zustand und weitere Eigenschaften eine große Rolle. Ebenfalls sollte vor einer Darlehensanfrage geprüft werden, inwieweit Förderungen (z.B. durch die KfW-Bank) in Anspruch genommen werden können. Natürlich muss auch die persönliche Einkommenssituation zu den kommenden finanziellen Belastungen passen. Neben einer entsprechenden Höhe sollte das Einkommen, aus welchem die Rückzahlungen für das Immobiliendarlehen bestritten werden sollen, auch möglichst sicher sein.
Was ist wichtig, wenn eine Hausfinanzierung jetzt abgeschlossen wird?
Die Zinssituation bedingt einige wichtige Überlegungen. Für die Renditeoptimierung bei Investitionsabsicht als auch für die Kosten- und Planungssicherheit bei eigener wohnwirtschaftlicher Nutzung ist es entscheidend, dass bei Neufinanzierungen derzeit möglichst lange Zinsbindungsfristen mit dem Kreditinstitut vereinbart werden. So kann gegen vergleichsweise geringe Aufschläge (für die längeren Zinsbindungen) ein generell sehr günstiger Marktzins gesichert werden. Diese Überlegung kann auch bei bestehenden Finanzierungen interessant sein, wenn in näherer Zukunft eine Anschlussfinanzierung oder Umschuldung in Frage kommt. Da eine Immobilienfinanzierung grundsätzlich als langfristig anzusehen ist, schlagen die derzeit günstigen Zinskonditionen so quasi doppelt zu Buche: Zum Einen sichern sie auf lange Zeit günstige Zinskosten und sparen dem Erwerber so viele tausend Euro und zum Anderen erhöht sich durch eine langfristige Konditionenfixierung die Planungs- und Kalkulationssicherheit erheblich. Wird die Immobilie beispielsweise vermietet, verringern sich so die Zinsleistungen, die anfänglich auch aus den Mieteinnahmen aufgebracht werden müssen. Im günstigsten Fall wird durch eine mögliche höhere Tilgungsleistung die Immobilie schneller abbezahlt und die Mieteinnahmen stehen früher als Zusatzeinkommen in voller Höhe (abzgl. ggf. steuerlicher Aspekte) zur Verfügung. Ebenfalls wichtig ist die möglichst flexible Gestaltung von Tilgungsmöglichkeiten wie Sondertilgungen oder Tilgungssatzanpassungen, weil so ggf. durch „gesparte“ Zinsaufwendungen höhere Tilgungen möglich sind – damit ist die Immobilie schneller schuldenfrei!
Fazit
Aktuell herrscht ein historisch günstiges Zinsumfeld für Baufinanzierungen. Dies ist grundsätzlich ein optimaler Einstiegszeitpunkt für die Schaffung von Wohneigentum oder für eine Investitionstätigkeit. Stimmen die umgebenden Faktoren (wie z.B. Eigenkapital, Einkommenssituation, Lage und Beschaffenheit der Immobilie) mit den Wertvorstellungen einer optimalen Finanzierung überein, sollten Interessenten zugreifen. Hilfreich beratend zur Seite stehen können hier unabhängige Experten, wie beispielsweise das Internetportal www.immokredit24.com. Unbedingt beachtet werden sollten eine möglichst lange Zinsbindungsfrist und eine flexible Gestaltung der Tilgungsmöglichkeiten.
Weitere Informationen
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(Berlin, 23.01.2012) Die aktuell sehr hohe Nachfrage nach Immobilien besteht sowohl im In- als auch im Ausland. Der „sichere Hafen“ eines substanziellen Wertes, der weitgehend inflations- und kapitalmarktunabhängig ist, steht bei den Interessenten hoch im Kurs. Die Immobilie dient dabei neben der Altersvorsorge auch wohnwirtschaftlichen Wünschen: Die eigene Immobilie ermöglicht größtmögliche Entfaltungsfreiheit ohne „verlorene Mietzahlungen“. Dies merken die Kreditgeber auch bei den Auslandsfinanzierungsanfragen: Der Wunsch nach der eigenen Immobilie im fremden Land – sei es als Ferienwohnung oder als eigenes Strandhaus – ist ungebrochen groß. Viele Deutsche erkundigen sich nach den Voraussetzungen und Konditionen zur Schaffung eines Immobilienbesitzes im Ausland. Dabei geht es um Zweitwohnsitze am Urlaubsort oder auch um rentable Kapitalanlagen in attraktiven Wohngebieten. Die alte Vorstellung, dass nur schwerreiche Wirtschaftslenker oder Hollywoodsternchen ihre eigene Ferienimmobilie besitzen, ist genauso veraltet wie falsch. Eine Auslandsimmobilie zu finanzieren, ist auch für weniger betuchte Menschen generell möglich und attraktiv, gerade wenn zu einem bestimmten Land eine hohe Verbundenheit besteht.
Die staatliche KfW-Förderbank ermöglicht bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen die Förderung von baulichen Maßnahmen oder den Erwerb entsprechender Objekte. Dabei werden entweder Zuschüsse gewährt oder sehr zinsgünstige Darlehen vergeben, die im Zusammenspiel mit einer Immobilienfinanzierung bei einem Kreditinstitut zu einer vorteilhaften Gesamtfinanzierung führen können. Den Antrag auf Förderung stellt der Kreditnehmer in der Regel nicht direkt bei der KfW, sondern über das finanzierende Kreditinstitut, da auch die vergünstigten Förderdarlehen einer Grundschuldbesicherung bedürfen.
(Berlin, 16.01.2012) Die aktuell günstigen Zinskonditionen am Kreditmarkt lassen auch Immobilienkredite mit wenig oder keinem Eigenkapital attraktiv erscheinen. Der von Experten empfohlene Eigenkapitalstock von mind. 20 bis 30 Prozent kann oftmals – insbesondere von jüngeren Immobilieninteressenten – nicht aufgebracht werden. Doch günstige Zinsen bedeuten nicht unbedingt zwangsläufig, dass die Finanzierung auch mit weniger oder keinem Eigenkapital problemlos bedient werden kann. Den hohen Beleihungsauslauf und das damit verbundene erhöhte Risiko eines Rückzahlungsausfalles lassen sich die Kreditinstitute durch Aufschläge gut bezahlen. Ein Immobilienkredit ohne Eigenkapital ist daher längst nicht für jede Einkommensgruppe geeignet.
