Archiv für September 2011

Beamtenkredit als Alternative zur Immobilienfinanzierung per Annuitätenkredit

Freitag, 30. September 2011

Das derzeit von vielen Kreditinstituten angebotene Beamtendarlehen besteht aus einem tilgungsfreien Kredit, welcher mit einer Lebensversicherung gekoppelt ist. Nach Ablauf der Lebensversicherung tilgt die Auszahlung daraus die gesamte Darlehenssumme. Während der vereinbarten Laufzeit vorher zahlt der verbeamtete Kreditnehmer lediglich Zinsen sowie die Beiträge für die Lebensversicherung. Diese Variante hat entscheidende Vorteile: So ist keine grundpfandrechtliche Eintragung als Sicherheitsleistung notwendig – darüber hinaus ist die Darlehenssumme sogar ohne Verwendungsnachweis nutzbar. Die Beamtendarlehen werden sehr zinsgünstig von den Darlehensgebern offeriert, da die Einkommen der Beamten als sehr sicher gelten. Doch es bestehen auch hier Unterschiede bei den einzelnen Angeboten der Kreditinstitute. Neben der detaillierten Auswertung der Angebote gibt es auch einige beachtenswerte Punkte (resp. Nachteile) zu bedenken, bevor der Beamte sich für eine Vertragsunterzeichnung entscheidet:

1. Beamtendarlehen werden in der Regel nur bis ca. 80.000 Euro max. Darlehenssumme bewilligt. Das bedeutet, dass teurere Projekte (insbesondere Neubauten) mit weiteren Mitteln oder komplett anderweitig finanziert werden müssen. Eine höhere Summe ist nur durch Einzelprüfung, ggf. durch Hinterlegung weiterer Sicherheiten möglich.

2. Die vergünstigten Konditionen sind – abhängig von der Berufsgruppe – an weitere Vorbedingungen geknüpft, z.B. eine Dienstunfähigkeitsversicherung für risikoreiche Berufsgruppen wie Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr etc.

Grundsätzlich stellen Beamtenkredite für einen Beamten eine gute und vor allem zinsgünstige Möglichkeit dar, eine Immobilie zu finanzieren – sofern diese in der (einkommensabhängigen) Range der maximal möglichen Darlehenssumme finanziert werden kann. Wichtig ist jedoch nicht nur der unabhängige Vergleich der Angebote, sondern auch die Prüfung möglicher Ergänzungsfinanzierungen oder weiterer Entlastungen wie z.B. die Inanspruchnahme von Förderungen. Der Beamte sollte sich in jedem Fall vor Abschluss eines Finanzierungsvertrages bei einem unabhängigen Fachmann informieren.

» Baufinanzierung für Beamte

Immobilienkredit: Nutzung der Sondertilgungsoption beim Annuitätendarlehen

Donnerstag, 29. September 2011

Immobilienkredit(Berlin, 26.09.2011) Beim Klassiker der Immobilienfinanzierung – dem Annuitätendarlehen – ist eine besonders hohe Planungssicherheit aufgrund der immer gleich bleibenden Raten aus Tilgung und Zinszahlungen gegeben. Die meisten Verträge beinhalten darüber hinaus die Möglichkeit, Sondertilgungen in begrenzter Höhe kostenfrei (also ohne Vorfälligkeitsentschädigungen) vorzunehmen. Diese Sondertilgungsoption sollte je nach persönlichen Verhältnissen genutzt werden, da hiermit erhebliche Zinseinsparungen und eine schnellere Entschuldung ermöglicht werden. In der Regel wird in den Verträgen eine maximale Summe an möglichen Sondertilgungen per anno angegeben, oftmals kann diese nach Verhandlung mit dem Kreditinstitut auch ohne oder mit sehr geringen Zinsaufschlägen erhöht werden. Das u.a. Beispiel soll verdeutlichen, wie sich die Nutzung der Sondertilgungsoption auf Restschuld und Zinsbelastung auswirken kann.

Nutzung der Sondertilgungsoption am Beispiel

Ausgehend von einem Darlehen über 200.000 Euro Kreditsumme bei einer Zinsbindungsfrist von 15 Jahren zu 4,5% und einem anfänglichen Tilgungssatz von 2% ergibt sich eine monatliche Rate (aus Zins- und Tilgungszahlungen) von 1.083,33 Euro. Am Ende der 15 Jahre steht dann eine Restschuld von ca. 114.529 Euro offen. Über diesen Zeitraum wurden dabei etwa 109.529 Euro an Zinsen bezahlt und nur etwa 85.471 Euro von der Darlehenssumme getilgt. Angenommen, es erfolgt jeweils einmal pro Jahr im Dezember eine Sondertilgung von 3.000 Euro, so beträgt die Restschuld nach den 15 Jahren dann nur noch 51.502 Euro und bis dahin fiel ein gesamter Zinsaufwand von nur noch 91.501 Euro an. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Sondertilgungen einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtbelastung haben, da nach jeder Sonderzahlung die Zinsen neu berechnet werden müssen und der Tilgungsanteil der folgenden monatlichen Raten merklich erhöht wird. Dies trägt dazu bei, dass im obigen Beispiel durch einen gesamten Sondertilgungsaufwand von 45.000 Euro (15 Jahre à jeweils 3.000 Euro) am Ende eine Zinsersparnis von 18.028 Euro und damit eine um 63.028 Euro stark verringerte Restschuld für die Anschlussfinanzierung übrig bleibt.

Schnellere Entschuldung wird oft „verschlafen“

Viele Darlehensnehmer haben sich mit zunehmender Vertragslaufzeit mit den immer gleichen monatlichen Raten arrangiert und lassen den Vertrag quasi im Hintergrund immer weiter laut Tilgungsplan laufen. Per Dauerauftrag wird die monatliche Rate eingezogen und es besteht im Irrglauben vieler Kunden kein Bedarf, sich immer wieder damit zu beschäftigen. Das obige Beispiel zeigt jedoch deutlich, wie viel Sparpotential durch die Nutzung von Sondertilgungsoptionen genutzt werden kann. Das gesparte und damit gewonnene Kapital kann durch keine annähernd sichere Anlageform – sei es Festgeld, Sparbuch oder Termineinlage – erzielt werden. Für die Erzielung höherer Erträge müsste also schon ein risikoreicheres Engagement (z.B. Aktien oder Fonds) eingegangen werden, was aber auch das Risiko eines Verlustes birgt. Es ist demnach sehr sinnvoll, sich bei vorhandenem Kapital (z.B. bei Sonderzahlungen durch den Arbeitgeber, bei Erbschaften oder anderen angesparten Beträgen) mit den Sondertilgungsmöglichkeiten der laufenden Immobilienfinanzierung zu befassen. Die stark verringerte Restschuld kann dann schneller getilgt werden und führt somit zu rascher Entschuldung. Bei häufiger Inanspruchnahme hoher Sondertilgungsoptionen kann es sogar zu niedrigeren monatlichen Raten bzw. einer völligen Entschuldung während der Laufzeit (Zinsbindungsfrist) des Annuitätendarlehens kommen!

Fazit

Die Nutzung von Sondertilgungsoptionen bei Immobilienfinanzierungen enthält enormes Sparpotential. Es lohnt sich, eine entsprechend flexible Vertragsregelung anzustreben und immer wieder während der Laufzeit zu prüfen, ob kostenfreie Sondertilgungen vorgenommen werden können. Beispielrechner, Beratung und Begleitung für die entsprechende Gestaltung von Finanzierungsprojekten können auch im Internet bei spezialisierten Immobilienportalen wie z.B. Immokredit24.com in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen

» Immobilienkredit – vom Annuitätendarlehen bis zur Zwischenfinanzierung
» Immobilienkredit Sondertilgung – Welche Sondertilgungsoptionen sind optimal

Dr. Klein-Trendindikator Baufinanzierung August 2011

Mittwoch, 28. September 2011

Lübeck, 26. September 2011: Der DTB spiegelt die Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter wider. Er wird monatlich auf Basis von rund zehntausend tatsächlich in Deutschland abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen ermittelt.

DTB-Kommentar von Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. AG

Stephan Gawarecki berichtet über aktuelle Trends in der Baufinanzierung und kommentiert die Ergebnisse des DTB.

Die Baufinanzierungskosten sind auch im August stark rückläufig. Im Vergleich zum Juli 2011 verringerte sich die Standardrate um 36 Euro im Monat. Dieser Rückgang von fast fünf Prozent ist mehr als doppelt so groß wie jener im Vormonat, wo sich die Kosten um monatlich 17 Euro gegenüber dem Juni 2011 reduzierten. Grund hierfür ist weiterhin der Run auf deutsche Staatsanleihen, der sich mit der Verschärfung der Euro-Krise noch verstärkt hat. Die sinkenden Renditen bei den Staatsanleihen führten dazu, dass die durchschnittlichen Baufinanzierungszinsen im August nochmals um rund 30 Basispunkte gefallen sind. Für Immobilienerwerber eröffnen sich mit den attraktiven Konditionen hervorragende Finanzierungsmöglichkeiten, die nahe an die Bestkonditionen von vor einem Jahr (Standardrate August 2010: 706 Euro/Monat) anknüpfen. Bei den Produktanbietern verstärkt dies zusätzlich den Wettbewerb. Es bleibt abzuwarten, inwieweit Baufinanzierungsanbieter, die sich nicht über den Pfandbriefmarkt refinanzieren, bei sinkenden Zinsniveaus weiter aktiv am Markt agieren können. So befinden sich beispielsweise Versicherer, die aktuell Baufinanzierungsdarlehen anbieten, in der Situation, dass sie mit einer geringeren Marge kalkulieren müssen, als dies noch vor vier bis fünf Monaten der Fall war: Die Garantieverzinsung der Versicherungen liegt aktuell bei 2,25 Prozent – bei Altverträgen ist diese sogar noch deutlich höher. Demgegenüber ist ein zehnjähriges Baufinanzierungsdarlehen aktuell schon für Bestkonditionen von unter drei Prozent am Markt erhältlich. Je weiter der Zins noch fallen wird, desto unattraktiver wird es für Versicherer, sich am Markt für private Baufinanzierungen zu engagieren.

Die gestiegene Tilgungsrate zeigt demgegenüber, dass Immobilienerwerber das Plus aus den aktuellen Zinsvorteilen zur schnelleren Entschuldung einsetzten. Gegenüber dem Vormonat hat sich die durchschnittliche Tilgungsrate um rund zehn Prozent erhöht. Damit nähert sie sich an die von uns empfohlene Marke einer Tilgung von zwei Prozent pro Jahr. Im Vergleich der durchschnittlichen Sollzinsbindung vom August 2010 mit dem August 2011 fällt hingegen auf, dass Kunden deutlich kürzere Sollzinsbindungen abschließen. Damit entfernen sie sich von den ebenfalls von uns empfohlenen Darlehen mit langen Zinsbindungen. Betrachtet man die zusätzlichen Kosten für Darlehen mit 15-jährigen Zinsbindungen gegenüber jenen mit zehnjährigen Zinsbindungen, so sind diese heute mit monatlich 40 Euro für eine zusätzliche Sicherheit von weiteren fünf Jahren immer noch gering. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese Kosten aber nahezu verdoppelt.

Wie der aktuelle Hypoport-Hauspreisindex HPX zeigt, sind die Preise für Wohnimmobilien mit einem Plus im Vormonatsvergleich von 1,2 Prozent massiv gestiegen. Die durchschnittliche Darlehenshöhe hat sich mit einem Plus von 1000 Euro jedoch kaum verändert. Dies legt die Vermutung nahe, dass viele neue Immobilienbesitzer ihr Eigenkapital statt in den unruhigen Finanzmärkten in das sicherere Betongold investiert haben. Der leichte Rückgang im durchschnittlichen Beleihungsauslauf unterstreicht diese Annahme.

Wer Fremdkapital benötigt, nimmt dies im August noch häufiger zu festen Zinssätzen auf, als vor einem Jahr. Der Anteil der Annuitätendarlehen ist im Zwölfmonatsvergleich um fast neun Prozent angestiegen. Der Anteil an Forward-Darlehen war vor einem Jahr mit 13,84 Prozent schon höher. Doch aufgrund des aktuell tiefen Zinsniveaus fehlt die Fantasie, dass die Zinsen noch viel weiter sinken könnten. Das führt bei den Forward-Darlehen zu einem erneuten Anteilsanstieg. Gegenüber dem Vormonat ist der Anteil an Forward-Darlehen um 11,5 Prozent gestiegen. Gleichzeitig reduzierte die geringe Hoffnung auf weitere Tiefstwerte im Zinsniveau auch den Anteil an Darlehen mit variablen Zinsen. Im Vergleich zum Juli 2011 sank dieser um 14 Prozent, gegenüber dem August 2010 sogar um 48 Prozent.

Über den Dr. Klein-Trendindikator “Baufinanzierung” (DTB)

Der DTB zeigt die monatliche Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter. Dazu zählt neben der Darlehenshöhe, dem Tilgungssatz und dem Beleihungsauslauf auch die Verteilung der Darlehensarten. Die Standardrate zeigt zudem an, wie viel ein durchschnittliches Darlehen von 150 Tsd. Euro an monatlicher Rate kostet. Anders als oft schwer vergleichbare Durchschnitts-Zinssätze, ermöglicht die Standardrate dem Privatkunden, die tatsächlichen Kosten für die Finanzierung einer Immobilie zu vergleichen. Die Ergebnisse des DTB werden monatlich aus Daten der EUROPACE-Plattform errechnet. EUROPACE ist der einzige unabhängige Marktplatz für Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Der DTB basiert auf rund zehntausend Finanzierungen mit einem monatlichen Finanzierungsvolumen von bis zu 1,5 Mrd. Euro.

Über die Dr. Klein & Co. AG

» Dr. Klein ist unabhängiger Anbieter von Finanzdienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen.

Privatkunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Über das Internet und in mehr als 180 Filialen beraten rund 550 Spezialisten anbieterunabhängig und ganzheitlich zu den Themen Girokonto und Tagesgeld, Versicherungen und Geldanlagen sowie Immobilienfinanzierungen und Ratenkredite.

Schon seit 1954 ist die Dr. Klein & Co. AG wichtiger Finanzdienstleistungspartner der Wohnungswirtschaft, der Kommunen und von gewerblichen Immobilieninvestoren. Dr. Klein unterstützt seine Institutionellen Kunden ganzheitlich mit kompetenter Beratung und maßgeschneiderten Konzepten im Finanzierungsmanagement, in der Portfoliosteuerung und zu gewerblichen Versicherungen. Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Dr. Klein Kunden stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse gelisteten internetbasierten

Gewerbliche Immobilienfinanzierung: Vergleich der Möglichkeiten lohnt

Dienstag, 27. September 2011

Bei der Finanzierung für ein gewerblich genutztes Objekt stellt sich vor allem die Frage, welcher Kapitalgeber zu welchen Konditionen bereit ist, die benötigten Mittel zur Verfügung zu stellen. Durch die vielen verschiedenen Nutzungsarten entstehen oft eingeschränkte Möglichkeiten zur Auswahl von Kreditgeber und Konditionen, da die Risikoprofile subjektiv unterschiedlich bewertet werden. Mit Hilfe von entsprechenden Immobilienfachleuten sollte zunächst durchleuchtet werden, welche Kapitaldecke existiert, welche Optimierungsmöglichkeiten bestehen und auf welchem Weg die Finanzierung realisiert werden kann.

Ein wirklicher Vergleich von Angeboten ist oft nur möglich, wenn an verschiedene Kapitalgeber gleichen Naturells (also z.B. nur Banken) gleichlautende Anfragen versandt wurden. In der Realität wird jedoch das Projekt zuerst von Fachleuten eingeschätzt und dann aufgrund des Risikoprofils bei in Frage kommende Mittelgebern angefragt. Gerade in letzter Zeit agieren beispielsweise Kreditinstitute immer zurückhaltender, je unsicherer ein Gewerbeimmobilienprojekt erscheint. Es wird nur sehr vorsichtig positiv bewertet, dafür aber immer mehr kritisch hinterfragt. Was kann nun der gewerbliche Immobilieninteressent tun? Zuerst sollte eine Risikoanalyse erfolgen und klar werden, auf welche Art und Weise die neue Immobilie Gewinne erwirtschaften soll.

Für Anlageobjekte wie z.B. Wohnblocks werden oft eigene Anlagegesellschaften gegründet, die sich um die Mittelbeschaffung und –verwendung kümmern. Plant hingegen ein mittelständisches Unternehmen einen Anbau für Lager oder Produktion, werden hierfür kaum private oder gesellschaftlich organisierte Investoren gefunden werden können. Wie bei einer privaten Finanzierung auch, müssen die Voraussetzungen für Optimierungsmöglichkeiten geprüft werden – hierunter fallen z.B. Förderungen oder die Einbringung von mehr Eigenkapital. Professionelle Betreuung bietet hier unser Finanzberater, der mit über 55 Jahren Erfahrung und Spezialwissen der optimale Ansprechpartner ist, wenn es um Ihre gewerbliche Immobilienfinanzierung geht.

Geschlossene Fonds als Geldanlage

Freitag, 23. September 2011


Geschlossene Fonds zu Top-Konditionen
Warum geschlossene Fonds zur Risikostreuung beitragen

Wer Kapital anlegt ist darauf bedacht, möglichst viel Rendite bei möglichst kleinem Risiko zu erwirtschaften. Wer zu 100% sicher anlegen möchte, erzielt jedoch meist nur minimale Renditen. Es kommt also darauf an, den richtigen Mix für das eigene Portfolio zu finden. Abhängig vom zur Verfügung stehenden Kapital und der eigenen Risikobereitschaft kann eine Risikostreuung mit unterschiedlichen Mitteln erfolgen.

Eines davon stellen geschlossene Fonds dar. Diese sind faktisch unternehmerische Beteiligungen an bestimmten Projekten und sind daher weitestgehend losgelöst von den Entwicklungen an den internationalen Börsenmärkten. Diese Unabhängigkeit ist ideal für einen Risikomix, jedoch birgt sie auch Gefahren: Entwickelt sich das Projekt nicht wie gewünscht, können Verluste entstehen. Auch ist eine gewisse Kapitaldecke Voraussetzung für eine solche Investition. Die detaillierte Informationsbeschaffung steht also vor dem Erwerb von Anteilen, damit der Anleger das einzugehende Risiko richtig einschätzen kann. Geschlossene Fonds dienen darüber hinaus zur steuerlichen Optimierung und generieren regelmäßige Ausschüttungen, mit denen der Anleger planen kann. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass eine Anlage in geschlossene Fonds immer eine langfristige Kapitalanlage ist.

Es sollte also nur Kapital investiert werden, was in der nächsten Zeit sicher nicht benötigt wird. Wer geschlossene Fonds als Depotbeimischung geschickt einsetzt, kann so eine langfristige, stabile, börsenunabhängige und risikoderivative zusätzliche Kapitalanlage sein Eigen nennen. Die Laufzeiten sind jedoch nur für Anleger mit langem Anlagehorizont geeignet: Man sollte mindestens 10, besser 15 bis 20 Jahre für das Investment in einen geschlossenen Fonds veranschlagen. Das Kapital wird dabei nicht direkt zurückgezahlt, sondern fließt nach einigen Jahren über die Ausschüttungen inklusive Rendite wieder an den Investor retour.

Tilgungsdarlehen am Beispiel: Wie funktioniert diese Finanzierungsform?

Donnerstag, 22. September 2011

Ein Tilgungsdarlehen (auch als Abzahlungsdarlehen bezeichnet) ist gekennzeichnet durch immer gleiche Tilgungszahlungen. Die Tilgungsrate ist über die vereinbarte Laufzeit unveränderlich, wobei die Zinszahlungen davon unabhängig geleistet werden müssen. Da diese sich jedoch in Abhängigkeit von der jeweiligen Restschuld verändern, entstehen so insbesondere zu Beginn sehr hohe Zahlungsverpflichtungen. Der Vorteil dabei ist, dass das Darlehen sehr viel rascher als bei einem herkömmlichen Annuitätendarlehen getilgt wird. Grundsätzlich sind Tilgungs- und Zinszahlungen als separate Raten zu entrichten, oft auch mit unterschiedlichen Intervallen (z.B. monatlich, quartalsweise etc.). Die Funktionsweise wird durch folgendes Beispiel verdeutlicht:

Darlehenssumme: 80.000 Euro
Zinssatz: 5,0% p.a. nominal
Laufzeit: 8 Jahre, es soll keine Restschuld bleiben

Dies bedeutet, dass per anno 10.000 Euro Tilgungsleistungen erbracht werden müssen, also bei z.B. monatlicher Zahlung eine Tilgungsrate von 833,33 Euro. Hinzu kommen Zinszahlungen, die sich bei diesem Beispiel auf insgesamt 16.166 Euro summieren, wobei allein im ersten Jahr ca. 3.770 Euro Zinszahlungen aufgebracht werden müssen. In diesem Tilgungsdarlehen Beispiel beträgt der Effektivzinssatz 5,12% p.a., es werden jedoch keinerlei Bearbeitungs- oder Bereitstellungsgebühren berücksichtigt. Diese fallen in der Praxis jedoch an. Das Tilgungsdarlehen ist somit insbesondere für Personen geeignet, die vor allem die am Beginn anfallenden hohen Leistungsraten schultern können.

Es besteht die Möglichkeit, eine anfängliche tilgungsfreie Zeit anzugeben, um die persönliche Situation auf die kommenden zahlungsintensiven Jahre abzustimmen – dies kann z.B. ideal sein, wenn zu Beginn der Baumaßnahme eine Doppelbelastung aus Mietzahlungen (da das Haus noch nicht bewohnt werden kann) und Darlehensrückzahlung vermieden werden soll. Das Tilgungsdarlehen ist mittlerweile ein recht weit verbreitetes Finanzierungsinstrument, weshalb der Interessent eine breit angelegte Anfrage für einen aussagekräftigen Vergleich anstreben sollte.

Die Riester Rente als Basisbaustein für die Altersvorsorge

Dienstag, 20. September 2011

Riester Rente(Berlin, 20.09.2011) Nach großen Anlaufschwierigkeiten seit der Verkündung der staatlichen Zertifizierung und Förderung der privaten Altersvorsorge mit der sog. „Riester Rente“, ist diese mittlerweile zum Verkaufsschlager mutiert. Das ist nicht ohne Grund so: Die zertifizierten Verträge garantieren nicht nur zu 100% die Verrentung der eingezahlten Beträge, sondern sind durch staatliche Zulagen, steuerliche Absetzbarkeit und – je nach Anlageart – unterschiedliche Renditechancen finanziell sehr attraktiv. Der Interessent sollte sich aber vor der Entscheidung für einen bestimmten Anbieter sorgfältig über Voraussetzungen und Möglichkeiten informieren, um so die bestmögliche individuelle Lösung zu finden.

Was kennzeichnet die Riester Rente?

Die Riester Rente ist eine Rentenversicherung, welche durch zertifizierte Anbieter in verschiedenen Varianten an rentenversicherungspflichtige Beschäftigte und Beamte oder auch Wehrdienstleistende angeboten wird. Grundsätzlich können auch Ehepartner unter bestimmten Voraussetzungen von den Förderungen und ggf. Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten profitieren. Die Förderungen bei einer Riester Rente belaufen sich auf 154 Euro jährlich für den Sparer plus 185 Euro Zulage für jedes Kind (Voraussetzung: Es besteht Kindergeldanspruch), für Kinder mit Geburtsjahr 2008 oder später sogar 300 Euro. Bedingung ist eine gesamte Jahreseinzahlung (jedoch max. 2.100 Euro förderfähiger Betrag) von mindestens 4 % des Bruttoeinkommens des Vorjahres. Werden weniger Beträge eingezahlt, erfolgt nur eine anteilige Förderung. Für Arbeitslose oder Personen in Elternzeit u.a. gelten Sockelbeträge. Das angesparte Vermögen innerhalb des Riester Renten-Vertrages ist pfändungssicher und wird auch nicht auf evtl. Hartz IV-Bezüge angerechnet. Da die Riester Rente als Vorsorgeprodukt die Rentensituation verbessern soll, kann der Vertragsnehmer den angesparten Betrag nicht schadenfrei (d.h. nicht ohne Rückzahlung der Förderungen und ggf. genutzten Steuervorteile) vor dem Renteneintrittsalter bzw. der vertraglich vereinbarten Altersgrenze vereinnahmen. Grundsätzlich darf die Auszahlung frühestens mit Erreichen des 60. Lebensjahres erfolgen – und zwar als lebenslange Zusatzrentenleistung. Bei vielen Verträgen gibt es jedoch die Möglichkeit, sich bis zu 30 % des angesparten Vermögens als Einmalzahlung auszahlen zu lassen. Da eine Verfügung vor dem Rentenalter nicht möglich ist, gelten für alle Anbieter Beschränkungen hinsichtlich des maximalen Eintrittsalters. Bei Auszahlung müssen die Leistungen aus der Riester Rente versteuert werden.

Welche Varianten der Riester Rente gibt es?

Die Riester Rente darf nur von zertifizierten Anbietern (Vorsicht: Die Zertifizierung sagt nichts über Anlagequalität und Renditechancen aus) offeriert werden. Dies können Banken, Fondsgesellschaften oder auch Versicherungsunternehmen sein. Hierbei werden klassische Rentenversicherung, Bauspar- oder Banksparpläne sowie fondsgebundene Rentenversicherungen oder Fondssparpläne unterschieden. Ferner gibt es eine Möglichkeit der Eigenheimfinanzierung mittels des sog. „Wohn-Riester“-Programms. Welche dieser Varianten jedoch bietet nun die besten Ertragsaussichten für den Sparer, damit eine möglichst hohe Rentenleistung hieraus generiert werden kann? Zunächst einmal gilt: Es müssen mindestens die gezahlten Beiträge plus die gewährten staatlichen Förderungen für die Rentenberechnung zur Verfügung stehen. Hinzu kommt die erzielte Rendite. Diese kann je nach Anlageform sehr stark variieren: So konzentrieren sich klassische Versicherungsprodukte auf Überschussbeteiligungen und Bank- oder Bausparpläne auf feste Zinserträge, die naturgemäß recht gering ausfallen. Oft kann hier nicht mal ein Ertrag oberhalb der Teuerungsrate generiert werden, was real zu einer Finanzkrafteinbuße führt. Gerade durch den sehr langfristigen Anlagehorizont bieten sich eher fonds- resp. aktienbasierte Anlagen an. Diese setzen sich in der Regel aus einem anleihebasierenden Garantieteil und einem freien Aktienfondsanteil zusammen, der durchaus Renditen in Höhe von 6, 7 oder mehr Prozent per anno generieren kann. Auch starke Finanzmarktschwankungen werden durch die lange Anlagedauer und die flexibel agierenden Fondsmanager im Laufe der Zeit kompensiert und führen zu einem merklich positiven Ertrag. Ist ein lange dauernder Abwärtstrend an den Börsen spürbar, wird der Fondsmanager zu defensiven Strategien wechseln und diese bei Erholung wieder verändern. Da zu den Riester Rente Produkten selbst ein ausreichender historischer Betrachtungszeitraum fehlt, müssen ähnliche Fondsprodukte betrachtet werden. Hier zeigt sich, dass mit Anlagen in Wertpapiere über Zeiträume von 20 oder 30 Jahren bisher ausnahmslos überdurchschnittliche Renditen erzielt werden konnten.

Fazit

Die absatzstarke Riester Rente ist ein privates Altersvorsorgeprodukt mit staatlicher Förderung und – je nach Anlageart – auch renditestarke Vermögensanlage. Damit im Rentenalter der Lebensstandard gehalten werden kann, ist ein solcher Vertrag jedem rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer dringend zu empfehlen. Um Rendite und Vorzüge maximal auszunutzen, sollte der Interessent sich eingehend über Voraussetzungen und Möglichkeiten informieren. Dies kann er kostenlos und unverbindlich z.B. bei Investmentfonds24.eu im Internet tun.

Weitere Informationen

» Riester-Rente – detaillierte Informationen rund um die Riester-Rente
» Riester-Rente-Vergleich – finden Sie das beste Angebot

Zinstief nutzen für die Fixierung einer Anschlussfinanzierung

Donnerstag, 15. September 2011

Umschuldung(Berlin, 15.09.2011) Aktuell befinden sich die Bauzinsen noch immer auf einem sehr niedrigen Niveau. Historisch betrachtet gab es nur sehr wenige Zeiträume mit derart niedrigen Zinssätzen. Experten gehen davon aus, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird. Eine Leitzinsanpassung im Sinne einer Zinserhöhung durch die europäische Zentralbank (EZB) soll erwartete inflationäre Einflüsse bremsen und so die Verbraucherpreise auf einem verträglichen Niveau halten. Finanzmarktpolitische Einflüsse bedingen oft schnelle Reaktionen der EZB, um das Abtriften in ein negatives wirtschaftliches Umfeld zu bremsen bzw. zu unterbinden. Für Kunden mit bestehender Immobilienfinanzierung empfiehlt es sich daher nach Ansicht von vielen Marktbeobachtern, genau zum jetzigen Zeitpunkt die Bedingungen und Konditionen für eine Anschlussfinanzierung zu prüfen. Nach Abwägung der Marktbedingungen herrscht allgemein der Konsens, dass in Bälde mit Zinserhöhungen in der Eurozone zu rechnen ist. Sehr wahrscheinlich kann also durch eine zügige Entscheidung eine nicht unbeträchtliche Summe an Zinsaufwendungen gespart werden.

Der richtige Zeitpunkt für die Anschlussfinanzierung

Läuft die Zinsbindungsfrist bei einer Immobilienfinanzierung aus, so muss sich der Kreditnehmer in jedem Fall um die Weiterführung kümmern. Doch auch noch bei etwas länger laufenden Bindungsfristen kann sich ein Blick aktuell lohnen: In Anbetracht der Marktsituation ist davon auszugehen, dass niedrigere Zinsen als zurzeit so schnell wohl nicht wiederkehren werden. So können beispielsweise sog. Forward-Darlehen die aktuell günstigen Zinskonditionen gegen einen geringen Aufschlag für bis zu 5 Jahre im Voraus „konservieren“. Dies lohnt sich insbesondere bei allgemein erwarteten moderaten Zinssteigerungen – die günstigen Konditionen können dem Kreditnehmer so zugutekommen, auch wenn die Anschlussfinanzierung erst in 4 oder 5 Jahren notwendig wird. Zusätzlich wird durch eine solche Vorgehensweise die Planungssicherheit erheblich verbessert, weil der Kreditnehmer schon im Voraus die genaue Zinsbelastung kennt.

Worauf geachtet werden sollte

Zu empfehlen ist bei den sog. Forward-Darlehen immer ein detaillierter Vergleich der angebotenen Zinskonditionen. Die einzelnen Kreditinstitute verlangen durchaus sehr unterschiedliche Zinsaufschläge je nach Vorlaufzeit – quasi als Gegenleistung für das „Einfrieren“ der Zinssätze. Auch die eigenen Vermögens- und Einkommenssituation muss natürlich berücksichtigt werden. Da bei den Finanzierungsvarianten alle Konditionen neu verhandelt werden können, muss generell über eine individuell passende Vertragsgestaltung nachgedacht werden. Bei regulären Anschlussdarlehen wie auch bei Forward-Darlehen können Sondertilgungsvereinbarungen und flexibilisierte Vertragsmerkmale (wie z.B. ein flexibler Tilgungssatz) Berücksichtigung finden. Hat sich die Einkommenssituation verbessert, kann so die Restschuld durch höhere Tilgungsraten als bisher schneller zu Ende geführt werden. In vielen Fällen stehen nach einigen Jahren der Nutzung bereits wieder Ausgaben zur Erhaltung oder Renovierung an: Diesem Umstand kann ebenfalls durch Anpassung der monatlichen Belastung Rechnung getragen werden. Sind die Raten niedriger als bei der bisherigen Baufinanzierung, bleibt dem Eigentümer mehr Spielraum für andere Ausgaben. Dies alles sollte – gerade bei Nicht-Fachleuten – unter Hinzunahme eines Finanzierungsberaters erfolgen. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Anschlussfinanzierung sind neben genauer Information ein breiter Marktüberblick und das Know-how zur Optimierung der Vertragsmodalitäten anhand der individuellen Situation.

Fazit

Die aktuelle Niedrigzinsphase nähert sich ihrem Ende. Wer eine laufende Immobilienfinanzierung günstig weiterführen möchte, sollte sich möglichst umgehend über die Möglichkeiten am Markt informieren. Neben der regulären Anschlussfinanzierung bietet sich auch die Möglichkeit eines Forward-Darlehens an, welches die Marktkonditionen für bis zu 5 Jahre „einfrieren“ kann und so eine zukünftige Weiterführung der Finanzierung ermöglicht. Informationen über die Zinsentwicklung und die Möglichkeiten des Vergleichs sowie den möglichen Varianten für eine Anschlussfinanzierung kann der Interessent auf einfache Weise z.B. im Internet auf Immokredit24.com finden. Hier kann auf Wunsch auch eine individuelle Betreuung stattfinden, welche die notwendigen Daten der persönlichen Einkommens- und Vermögenslage mit einbezieht.

Weitere Informationen

» Anschlussfinanzierung – detaillierte Informationen rund um die Anschlussfinanzierung
» Forwarddarlehen – günstige Baufinanzierung Konditionen sichern

Immobilienbarometer zeigt: Jeder 5. Immobilienkäufer verzichtet auf Neuwagen

Mittwoch, 14. September 2011

Berlin/München, 14. September 2011 – Über 40 Prozent der deutschen Immobilienkäufer rechnen damit, in Folge ihres Kaufs finanziell kürzer treten zu müssen. Gespart werden soll vor allem bei Auto und Urlaub. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage “Immobilienbarometer” von Interhyp und ImmobilienScout24, für die im August über 1.600 Interessenten von Kaufimmobilien befragt wurden.

Immerhin ist rund jeder zweite der Immobilienkäufer in Deutschland überzeugt, sich trotz Eigenheimerwerb finanziell nicht einschränken zu müssen. Falls aber doch gespart werden muss, so sind die Befragten bereit, deutliche Abstriche beim Konsum zu machen. Jeder fünfte Immobilienkäufer (22 Prozent) will auf die Anschaffung eines Neuwagens verzichten. Beinahe ebenso viele (21 Prozent) planen, weniger oft in den Urlaub zu fahren. Und rund jeder sechste Käufer (16 Prozent) weiß jetzt schon, dass er nach dem Eigentumserwerb weniger ausgehen wird.

Auffällig ist, dass Käufer, die eine Kapitalanlage suchen, deutlich optimistischer in die Konsumzukunft blicken, als Eigennutzer. Über 70 Prozent der Kapitalanleger geben an, dass sie nach dem Erwerb nicht finanziell kürzer treten werden. Bei den Eigennutzern hingegen ist nur jeder Zweite der Meinung, dass er auch in den eigenen vier Wänden seinen bisherigen Lebensstil beibehalten kann (48 Prozent).

Wobei die Immobilienkäufer in Zukunft sparen möchten:
1. Kein neues Auto kaufen (22 Prozent)
2. Weniger Urlaubsreisen unternehmen (21 Prozent)
3. Weniger Ausgehen (16 Prozent)
4. Energie im Haushalt sparen (16 Prozent)
5. Weniger Luxusprodukte kaufen (14 Prozent)

“Die Nachfrage nach Wohneigentum ist weiterhin ungebrochen hoch. Um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, sind viele Immobilienkäufer bereit, beim persönlichen Konsum deutlich kürzer zu treten”, kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, die Ergebnisse. Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, fügt hinzu: “Mehr als die Hälfte der Befragten geht aber davon aus, dass sie sich trotz Immobilienkauf finanziell gar nicht einschränken müssen. Zu dieser Einschätzung trägt sicherlich das momentane Tief der Baugeldzinsen bei. Wer jetzt finanziert, kann seine monatliche Kreditbelastung auf Jahrzehnte extrem niedrig halten.”

Was bringen Baufinanzierungsrechner im Internet?

Montag, 12. September 2011

Wer eine Immobilienfinanzierung für ein geplantes Immobilienprojekt benötigt, sollte sich vorab immer genau über die Voraussetzungen und künftigen finanziellen Belastungen informieren. Zu diesem Zweck kann der Interessent sich z.B. im Internet bei einschlägigen Immobilienportalen einklicken und dort eine breite Basis an Informationen rund um Immobilienfinanzierungen sowie Vergleiche und wertvolle Tipps finden. Viele dieser Seiten bieten mittels eines Baufinanzierungsrechners die Möglichkeit, einmal fiktiv alle relevanten Daten über die zukünftige finanzielle Belastung zu eruieren.

Doch sind diese Baufinanzierungsrechner wirklich von Nutzen für den Darlehensnehmer, obwohl sie doch kaum individuelle Verhältnisse wie Einkommen, Vermögen oder Lebenssituation berücksichtigen? Die Antwort lautet: Ja. Es ist natürlich richtig, dass individuelle finanzielle Verhältnisse so gut wie nicht berücksichtigt werden und natürlich vor dem „realen“ Abschluss einer Finanzierung gründlich geprüft werden müssen. Ein Kreditinstitut wird immer auch zunächst die notwendigen Voraussetzungen prüfen und ein individuelles Finanzierungsangebot unterbreiten, dass merklich von den im Internet angenommenen Konditionen differieren kann. Auch findet in einer so pauschalen Berechnung selbstverständlich keine Berücksichtigung, dass Finanzierungsverträge zwischen Bank und Kunde individuelle Vereinbarungen enthalten können, weil diese in der persönlichen Lebenslage des Kreditnehmers sinnvoll sind.

Der Sinn eines Baufinanzierungsrechners liegt jedoch in erster Linie darin, dass der Interessent sich vor der näheren Auseinandersetzung mit der Bank und den Gestaltungsmöglichkeiten eines Finanzierungsvertrages ein Bild von den möglichen Belastungen macht. So entscheiden die Darlehenssumme, die Zinsbindungsfrist und der Zinssatz zunächst einmal vor allen anderen Kriterien, wie hoch die Raten IN ETWA sein werden. Nur, wenn diese Größe sich überhaupt mit den Einkommensverhältnissen vereinbaren lässt (also die Belastung geschultert werden kann), macht eine weitere detaillierte Auseinandersetzung mit der Finanzierung Sinn. Der Interessent kann mit dem Rechner verschiedene Varianten „durchspielen“, um zu sehen, wie groß der Einfluss der genannten Eckdaten auf die monatliche Belastung ist.