Archiv für August 2011

Dr. Klein-Trendindikator Baufinanzierung Juli 2011

Dienstag, 30. August 2011

Lübeck, 25. August 2011: Der DTB spiegelt die Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter wider. Er wird monatlich auf Basis von rund zehntausend tatsächlich in Deutschland abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen ermittelt.

DTB-Kommentar von Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. AG Stephan Gawarecki berichtet über aktuelle Trends in der Baufinanzierung und kommentiert die Ergebnisse des DTB.

Standardrate

Zum dritten Mal in Folge waren die Baufinanzierungskosten im Juli rückläufig. Im Vergleich zum Vormonat reduzierte sich die Standardrate um monatlich 17 Euro oder 2,17 Prozent. Der Ansturm auf deutsche Staatsanleihen, der durch die erweiterte Euro-Krise und die Unruhen an den Finanzmärkten hervorgerufen wurde, senkte sowohl deren Renditen als auch die Baufinanzierungszinsen. Letztere sanken im vergangenen Monat um rund 0,2 Prozent und schaffen damit für Häuslebauer eine – in vielerlei Hinsicht – optimale Situation für den Immobilienerwerb. Wer sich eine Immobilie wünscht, sollte die aktuelle Situation auf jeden Fall nutzen, um sich intensiv über den Erwerb eines neuen Heims zu informieren. Der Kostenrahmen sollte gemeinsam mit einem Spezialisten in einer unabhängigen Beratung ermittelt werden. Hier ist es wichtig, dass Zins- und Tilgungszahlungen eines Darlehens nicht so groß sind, dass die kleinste finanzielle Mehrbelastung eine Rückzahlung gefährdet. Hinzu kommen die Nebenkosten für Heizung, Strom und Steuern. Hier gilt die Faustregel, dass monatlich zwei bis drei Euro pro Quadratmeter für diese Zusatzkosten kalkuliert werden sollten. Für zukünftige Renovierungen oder zur Instandhaltung kommt noch ein Euro pro Quadratmeter hinzu.

Tilgungssatz

Der durchschnittliche Tilgungssatz ist im Juli um 3,8 Prozent auf eine absolute Tilgungsrate von 1,64 Prozent angestiegen. Gegenüber dem Vormonat bedeutet diese leicht höhere Tilgung eine um acht Monate kürze Gesamtdarlehenslaufzeit. Dies schlägt sich auch auf die Kosten nieder: Wer 150.000 Euro zu einem Sollzins von vier Prozent von der Bank geliehen hat und dieses mit 1,64 Prozent statt mit 1,58 Prozent tilgt, bezahlt etwa 2.800 Euro weniger Zinsen für sein Darlehen.

Sollzinsbindung

Im Gleichschritt mit den fallenden Zinsen erhöhte sich die durchschnittliche Sollzinsbindung im Juli um einen Monat auf zehn Jahre und sieben Monate. Innerhalb der letzten zwölf Monate hat der Trend hin zu langen Zinsbindungen Kunden durchschnittlich sechs Monate längere Zinsbindungen vereinbaren lassen. Bei den aktuell attraktiven Konditionen für lange Zinsbindungen von zwanzig und mehr Jahren nutzen immer mehr Kunden die Chance auf langfristige Sicherheit. Diesen Wunsch haben Banken vermehrt aufgenommen und zusätzliche Angebote mit langen Zinsbindungen geschaffen. Kunden können davon nur profitieren, denn sollten sie sich wider Erwarten nach zehn Jahren doch für eine andere Finanzierung entscheiden wollen, so haben sie per Gesetz (BGB § 489) jederzeit das Recht, das Darlehen kostenfrei zu kündigen. Inwiefern sich die attraktiven, langen Zinsbindungen vor dem Hintergrund neuer Regulierungen aus Brüssel halten können, ist ungewiss. Eine aktuelle Diskussion stellt die Vorfälligkeitsentschädigung in Frage. Diese Entschädigung erhalten Banken bisher, wenn Kunden vor dem Ablauf der maximal zehnjährigen Sollzinsbindung ihre Darlehen ablösen wollen. Das gibt den Banken eine Sicherheit, die – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – in Deutschland langfristige Zinsbindungen ermöglicht und für Stabilität im Markt sorgt.

Darlehenshöhe

Die durchschnittliche Darlehenshöhe lag im Juli bei 146.000 Euro, rund 2.000 Euro mehr als im Vormonat und im Vorjahresmonat. Dabei lässt sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Zinsniveau und der Darlehenshöhe feststellen. Vielmehr zeigt sich darin die Heterogenität des deutschen Immobilienmarktes. So erfuhren Ballungszentren wie München, Berlin oder Hamburg enorme Preissteigerungen, während Immobilien in ländlichen Gegenden teilweise Wertverluste verzeichneten. Die aktuellen Schwankungen in der durchschnittlichen Darlehenssumme sind demnach auf die veränderte Zusammensetzung in Bezug auf die Lage der ermittelten Objekte zurückzuführen.

Darlehensarten

Die insgesamt wenig genutzten Finanzierungen mit variablen Zinsen verloren im Juli erneut an Attraktivität. Das Zinsniveau ist so gering, dass sich momentan nur „Zinsspekulanten“ und Personen, die wissen, dass sie ihren Kredit bald ablösen wollen, auf kurzfristige Darlehen einlassen. Für das Gros der Bevölkerung spielt Spekulation bei der Immobilienfinanzierung keine Rolle. Die aktuelle Situation bietet hier sehr große Chancen, sich günstige Zinsen langfristig zu sichern. Entsprechend hat sich der Anteil der festverzinsten Darlehen von rund 65 Prozent im Juni auf über 66 Prozent im Juli erhöht. Die KfW bietet seit dem ersten Juli keine 15-jährigen Darlehen mehr an. Der Anteil an KfW-Darlehen ist um rund drei Prozent gegenüber dem Vormonat zurückgegangen.

Beleihungsauslauf

Der durchschnittliche Beleihungsauslauf hat im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent leicht zugenommen. Da die meisten Menschen nur begrenztes Eigenkapital in eine Finanzierung mit einbringen können, müssen sie mehr Fremdkapital aufnehmen, sobald die Immobilienpreise steigen. Laut dem Hypoport-Hauspreisindex sind die Preise für Wohnimmobilien im Juli gegenüber dem Vormonat bundesweit um 0,52 Prozent gestiegen.

Über den Dr. Klein-Trendindikator „Baufinanzierung“ (DTB)

Der DTB zeigt die monatliche Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter. Dazu zählt neben der Darlehenshöhe, dem Tilgungssatz und dem Beleihungsauslauf auch die Verteilung der Darlehensarten. Die Standardrate zeigt zudem an, wie viel ein durchschnittliches Darlehen von 150 Tsd. Euro an monatlicher Rate kostet. Anders als oft schwer vergleichbare Durchschnitts-Zinssätze, ermöglicht die Standardrate dem Privatkunden, die tatsächlichen Kosten für die Finanzierung einer Immobilie zu vergleichen. Die Ergebnisse des DTB werden monatlich aus Daten der EUROPACE-Plattform errechnet. EUROPACE ist der einzige unabhängige Marktplatz für Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Der DTB basiert auf rund zehntausend Finanzierungen mit einem monatlichen Finanzierungsvolumen von bis zu 1,5 Mrd. Euro.

Über die Dr. Klein & Co. AG

Dr. Klein ist unabhängiger Anbieter von Finanzdienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen.

Privatkunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Über das Internet und in mehr als 180 Filialen beraten rund 550 Spezialisten anbieterunabhängig und ganzheitlich zu den Themen Girokonto und Tagesgeld, Versicherungen und Geldanlagen sowie Immobilienfinanzierungen und Ratenkredite.

Schon seit 1954 ist die Dr. Klein & Co. AG wichtiger Finanzdienstleistungspartner der Wohnungswirtschaft, der Kommunen und von gewerblichen Immobilieninvestoren. Dr. Klein unterstützt seine Institutionellen Kunden ganzheitlich mit kompetenter Beratung und maßgeschneiderten Konzepten im Finanzierungsmanagement, in der Portfoliosteuerung und zu gewerblichen Versicherungen. Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Dr. Klein Kunden stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse gelisteten internetbasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

Planung einer Immobilienfinanzierung

Montag, 29. August 2011

Immobilieneigentum gilt auch heute noch immer als essentielles Standbein für die private Altersvorsorge und ermöglicht ein mietfreies und selbstbestimmtes Wohnen. Insbesondere im Rentenalter trägt die Mietfreiheit zum Erhalt des Lebensstandards bei. Diese schlagenden Argumente rechtfertigen auch die üblicherweise viele Jahre dauernde Immobilienfinanzierung, da für den Kauf oder Bau einer eigengenutzten Immobilie relativ hohe Kapitalmittel benötigt werden. Umso mehr kommt es darauf an, eine möglichst günstige Variante für die Finanzierung zu finden.

Wie sollte der Interessent am besten vorgehen? Zunächst einmal muss die eigene finanzielle Situation analysiert werden. Hierzu gehören die Festlegung des Eigenkapitals, das in die Finanzierung mit eingebracht werden soll und eine möglichst realistische Einschätzung über die tragbare Ratenhöhe. Diese Ratenhöhe muss zukünftig über viele Jahre hinaus gezahlt werden können: Es sind die Zinsen sowie der Tilgungsanteil für das Annuitätendarlehen. Dazu muss sich der Interessent fragen, wie sicher ist mein Einkommen? Kann ich auch fest davon ausgehen, dieses Einkommen in vergleichbarer Höhe auch noch zukünftig regelmäßig zu erhalten? Natürlich dient auch die Immobilie selbst als Sicherheit für die Bank – doch sind keine annähernd sicheren Einkommensverhältnisse präsent, erhöht sich das Risiko für beide Seiten.

Die Bank wird den Kredit nur zu Konditionen vergeben, die einen gewissen Risikoaufschlag beinhalten, damit wird das Darlehen insgesamt teurer. Der Kreditnehmer muss ständig fürchten, die Raten nicht regelmäßig aufbringen zu können und letztendlich seine Immobilie wieder veräußern. Übrig bleibt dann in den meisten Fällen ein hoher Schuldenberg und trotz allem die Notwendigkeit, wieder zur Miete zu wohnen. Die professionelle und individuelle Planung einer Immobilienfinanzierung ist daher essentiell, bevor Anfragen gestartet oder gar vorschnell Finanzierungsverträge unterzeichnet werden.

Dr. Klein warnt vor überstürztem Immobilienkauf

Donnerstag, 25. August 2011

Der Immobilienfinanzierungs- und Vorsorgeexperte Dr. Klein & Co. AG warnt im Zuge der aktuellen, krisenbedingten Euro-Panik vor unüberlegten Immobilien-investitionen.

Die Angst vor dem Verlust der Ersparnisse kurbelt die Nachfrage nach Immobilien an. „Die bundesweite Preissteigerung für Wohnimmobilien und die attraktiven Finanzierungskonditionen führen zu einem regelrechten Run auf Immobilien“, fasst Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, die Lage auf dem Immobilienmarkt zusammen. Nachrichten zur Euro-Krise, zu den jüngsten Turbulenzen an den Börsen und zur schwächeren Konjunktur Deutschlands im zweiten Quartal seien Gründe für das zunehmende Interesse am Betongold. Denn im Gegensatz zu anderen Anlageoptionen wie Aktien oder Anleihen zählen Immobilien in der momentanen Situation zu den wenigen Möglichkeiten, Vermögen nachhaltig wertstabil anzulegen.

Käufer sollten einen kühlen Kopf bewahren

Die Berater des unabhängigen Finanzdienstleisters Dr. Klein erhalten vermehrt Anfragen von Interessenten, die schnellstmöglich eine Immobilie erwerben möchten. „Wenn das zentrale Motiv für den Immobilienerwerb die Sorge um Vermögensverluste ist, besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Kunde über weitere wichtige Aspekte hinwegsieht“, sagt Gawarecki. Hierbei ist es die Aufgabe des Beraters, Kunden über die vollständigen Konsequenzen des Immobilienkaufs zu informieren. Neben den grundsätzlichen Entscheidungskriterien, den attraktiven Kaufkonditionen und den positiven Erwartungen über die Wertentwicklung, sind die Nebenkosten gerade in Deutschland nicht zu vernachlässigen. Diese müssen durch die Wertentwicklung des Objekts erst erwirtschaftet werden, bevor dieses eine tatsächliche Wertsteigerung erfährt. In Deutschland betragen die Transaktionskosten beim Erwerb einer Immobilie rund zehn Prozent des Kaufpreises. Steigende Grunderwerbssteuern werden diese Nebenkosten künftig zusätzlich in die Höhe treiben.

Die generellen Entscheidungskriterien beim Immobilienerwerb

Wer sich für eine Immobilieninvestition entscheidet, kann durch eine unabhängige und ganzheitliche Beratung viele Fehler, die aus überstürztem Handeln resultieren, vermeiden. Hierbei sollten alle entscheidenden Faktoren rund um die Immobilie überprüft werden. Bei selbst genutzten Immobilien sollte der Wunsch, eine höhere Wohnqualität zu erreichen und durch Mietfreiheit im Alter eine wichtige Grundlage für die Altersvorsorge zu schaffen, an erster Stelle stehen. Bei Kapitalanlegern können Wertsicherheit und Vermögensdiversifizierung im Vordergrund sein. Die Lage sollte bei der Entscheidung für eine Immobilie vor den weiteren Objektfaktoren stehen. Hier gilt: lieber eine Top-Lage, die auch im Alter noch attraktiv ist, als ein Top-Haus in einem schlecht erschlossenen Gebiet. Bestandsimmobilien können über die Zeit, z.B. auch in Eigenleistung, modernisiert werden, die Lage bleibt. Bei Modernisierungsobjekten sollten die Energieeffizienz der Immobilie genau geprüft und mögliche Folgekosten einkalkuliert werden. Dabei sollten Kunden abschätzen, ob der Kaufpreis des Traumobjektes realistisch oder aufgrund eines überhitzten Marktes, wie beispielsweise in München überteuert ist. Auch das Umfeld, die Verkehrsanbindung und mögliche strukturelle Veränderungen sind wichtige Faktoren, die die Wohnqualität – und entsprechend den Immobilienwert – beeinflussen. Genaue Informationen zu geplanten strukturellen Veränderungen, wie beispielsweise der Bau einer Umgehungsstraße, können bei den Gemeinden eingeholt werden.

Umfassende und unabhängige Beratung beugt Verlusten vor

Gemeinsam mit einem Finanzierungsberater kann der Rahmen für die Gesamtkosten abgesteckt werden. Hier rät Dr. Klein zu langen Zinsbindungen, einer Tilgungsrate von zwei Prozent und einem Eigenkapitalanteil von mindestens 20 Prozent. Wer seine Immobilie mit mehr als 80 Prozent beleiht, muss einen relativ teuren Kredit aufnehmen und hat wenig Puffer für unerwartete finanzielle Schwierigkeiten. Auch in Bezug auf die Nebenkosten lohnt sich eine detaillierte Beratung, die beispielsweise darüber aufklärt, dass eine Einbauküche oder mitverkauftes Zubehör nicht steuerpflichtig sind und entsprechend zur Bemessung der Grunderwerbssteuer aus dem Kaufpreis herausgerechnet werden können. „Wer von einer Immobilie träumt, sollte die attraktive Situation nutzen, sich umfassend beraten lassen und sich dann seine Wünsche überlegt – und nicht überstürzt – erfüllen“, so der Vorstandssprecher Gawarecki.

Über die Dr. Klein & Co. AG

Dr. Klein ist unabhängiger Anbieter von Finanzdienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen.

Privatkunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Über das Internet und in mehr als 180 Filialen beraten rund 550 Spezialisten anbieterunabhängig und ganzheitlich zu den Themen Girokonto und Tagesgeld, Versicherungen und Geldanlagen sowie Immobilienfinanzierungen und Ratenkredite.

Schon seit 1954 ist die Dr. Klein & Co. AG wichtiger Finanzdienstleistungspartner der Wohnungswirtschaft, der Kommunen und von gewerblichen Immobilieninvestoren. Dr. Klein unterstützt seine Institutionellen Kunden ganzheitlich mit kompetenter Beratung und maßgeschneiderten Konzepten im Finanzierungsmanagement, in der Portfoliosteuerung und zu gewerblichen Versicherungen. Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Dr. Klein Kunden stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse gelisteten internetbasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

»  Dr. Klein Finanzdienstleistungen

Forward-Darlehen erhöhen die Planungssicherheit

Montag, 22. August 2011

Das Forward-Darlehen ist ein klassisches Annuitätendarlehen, welches bereits im Voraus (mit einer im Voraus festgelegten Vorlaufzeit) abgeschlossen wird. Dies bedeutet, dass die Darlehenssumme erst nach dem Ende dieser Vorlaufzeit zur Auszahlung kommt, wobei die Vorlaufzeit bis zu 5 Jahre vor dem Auszahlungstermin betragen kann. Die Konditionen werden jedoch bereits zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung fixiert. Dies sichert die aktuell am Markt herrschenden Zinskonditionen (nebst einem kleinen Zinsaufschlag für die Vorausfixierung) für ein in der Zukunft beanspruchbares Darlehen.

Insbesondere zu empfehlen ist diese Variante des Annuitätendarlehens bei Erwartung steigender Zinsen für Immobilienfinanzierungen. Am meisten in Anspruch genommen werden Forward-Darlehen als Prolongationsdarlehen, d.h. wenn das Ende der Zinsbindungsfrist für eine existierende Baufinanzierung naht (= Anschlussfinanzierung). Die Höhe des Zinsaufschlages für die vom Kreditinstitut garantierte Zinssicherheit ist abhängig von der derzeitigen Zinsstruktur am Markt sowie von der Länge der Vorlaufzeit. In der Regel kann mit durchschnittlichen Aufschlägen von 0,5% bis 1% gerechnet werden. Grundsätzlich erhöhen damit Forward-Darlehen die finanzielle Planungssicherheit, da der Kreditnehmer genau weiß, mit welchen Zinsbelastungen er in Zukunft rechnen muss. Das Risiko einer solchen Finanzierungsvariante liegt allein in der nicht erwarteten Zinsentwicklung – also z.B. stagnierende oder gar fallende Zinsen. Dann ist das Forward-Darlehen für den Darlehensnehmer teurer ein regulär zum Zeitpunkt der Notwendigkeit aufgenommenes Annuitätendarlehen.

Aufpassen sollte der Interessent bei den Vertragsmodalitäten: So gibt es durchaus unterschiedliche Vereinbarungsmöglichkeiten für die Zinsbindungsfrist aus einem Forward-Darlehen. Beginnt die vereinbarte Laufzeit für die Zinsbindung beispielsweise schon mit Vertragsabschluss, spricht man von einem „unechten Forward-Darlehen“, da im Normalfall diese erst mit der Darlehensauszahlung zu laufen beginnen sollte. Auch sollte der Interessent immer gut vergleichen und die Anfrage an möglichst viele unterschiedliche Kreditinstitute stellen.

Immobilienfinanzierung nach Personengruppen: Differenzierte Betrachtungsweisen erforderlich

Donnerstag, 18. August 2011

Immobilienfinanzierung (Berlin, 18.08.2011) Für eine optimale passende Immobilienfinanzierung müssen neben der individuellen Einkommens- und Vermögenssituation auch Stabilität und persönliche Verhältnisse berücksichtigt werden. So ist es z.B. ein großer Unterschied, ob eine selbstständige Einzelperson oder eine junge Familie mit sicherem Einkommen ein Finanzierungsprojekt starten möchte. Entscheidend sind die unterschiedlichen Voraussetzungen für eine Darlehenszusage und die damit zusammenhängenden Angebotskonditionen. Je höher das Risiko vom Kreditinstitut eingeschätzt wird, umso mehr Eigenkapital und Kapitalkosten werden erforderlich, um das Projekt zu realisieren. Durch die unterschiedlichen Gruppen von Darlehensnehmern kommt es hier zu prägnanten Unterschieden mit entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Immobilienprojektes.

Beurteilung erfolgt durch das Kreditinstitut

Bei jeder Anfrage für eine Immobilienfinanzierung schätzt das Kreditinstitut Erfolgsaussichten bzw. Ausfallrisiko anhand vorgegebener Kriterien ein. Hierfür ist nicht nur das vorhandene Eigenkapital entscheidend, sondern auch die persönlichen Verhältnisse des Antragstellers. Verfügt dieser beispielsweise als Beamter über ein sehr sicheres regelmäßiges Einkommen, trägt dies positiv zu einer Entscheidung bei. Hinzu kommt, dass Anfragen mit vermeintlich niedrigem Ausfallrisiko die besser konditionierten Angebote erhalten, da die Bank sehr am Abschluss interessiert sein wird. Doch was bedeuten diese Umstände für verschiedene Personengruppen?

Freiberufler und Selbständige

Antragsteller mit selbständigem Gewerbe und zum großen Teil auch Freiberufler (z.B. Anwälte, Ärzte, Fotografen, Künstler etc.) werden im Gegensatz zu „normalen“ Arbeitnehmern sehr viel differenzierter hinsichtlich des Ausfallrisikos beurteilt. Abhängig von der Beleihungshöhe sind vielfältige Voraussetzungen an die erfolgreiche Darlehensvergabe geknüpft: Wie lange besteht die Branchenzugehörigkeit und wie verlief die Umsatz- und Gewinnentwicklung bisher und wie sind die Zukunftsaussichten zu beurteilen? Kann das Einkommen nicht als weitgehend regelmäßig und möglichst sicher eingeschätzt werden, verlangt das Kreditinstitut sog. „Risikoaufschläge“. Die Bank bringt pauschale Abzüge – quasi als Sicherheitspuffer – für die durchschnittlich zu erwartenden Einkünfte in Anrechnung, um die Rückzahlungssicherheit zu erhöhen. Insbesondere diese Personengruppen sind daher gut beraten, sich mit der Anfrage an viele verschiedene Anbieter zu wenden, da die Konditionen sehr unterschiedlich sein können. Generell sollten Gruppen mit stark schwankenden Einkommen mehr Eigenkapital oder anderweitige Sicherheiten einbringen, um die Rückzahlungssicherheit zu erhöhen.

Singles und Familien mit abhängigen Beschäftigungsverhältnissen

Je nach Alter und Familienstand zählen Arbeitnehmer mit „abhängigen“ Beschäftigungsverhältnissen zum größten Feld der privaten Darlehensnehmer für Immobilienfinanzierungen. Die Bank prüft hier die individuellen Vermögens- und Einkommensverhältnisse hinsichtlich Rückzahlungsfähigkeit. Die Absicherung des Darlehens mittels Grundschuldeintragung ist in der Regel ausreichend, wenn regelmäßige Gehaltszahlungen nachgewiesen werden können. Diese Gruppe erlangt am einfachsten Zugang zu den beworbenen Konditionen für eine Immobilienfinanzierung. Unterschiede bestehen freilich im Familienstand und aufgrund des Alters – so ist bei Einbringung eines zusätzlichen Einkommens (z.B. des Ehepartners) oder bei älteren Darlehensnehmern (wo in der Regel mehr Eigenkapital vorhanden ist als bei jungen Interessenten) oft das günstigstmögliche Angebot der Bank greifbar. Werden hingegen Singles oder junge Paare mit minimalem oder ohne Eigenkapital betreut, sind im Angebot meist kleinere Aufschläge enthalten.

Rentner und Pensionäre

Die immer größer werdende Gruppe der Rentner und Pensionäre verfügt zwar über ein sehr sicheres und kontinuierliches Einkommen, hat aber aufgrund der verbliebenen Lebenserwartung oft Schwierigkeiten, noch eine passende Immobilienfinanzierung zu bekommen. Gerade kurze Laufzeiten führen meist zu enorm hohen Raten, die aus der Rente oder Pension nicht bestritten werden können. Hier hilft meist nur ein sehr hoher Eigenkapitalanteil oder die Hinterlegung weiterer Sicherheiten, ggf. auch in Form von Mitschuldnern, z.B. eines leiblichen Kindes.

Fazit

Die passende Immobilienfinanzierung muss auch nach den Gesichtspunkten der persönlichen Verhältnisse des Interessenten gesucht werden. Hier spielen nicht nur Vermögen und Einkommen eine Rolle, sondern auch sozialer Status und die Art der Erwerbstätigkeit. Die Kreditinstitute prüfen vor der Zusage sehr genau, in welcher Situation sich der Antragsteller befindet. Für jeden Faktor, der zur Risikoerhöhung eines Zahlungsausfalles führt, werden Aufschläge auf die Finanzierungskonditionen fällig. Daher sollte der Darlehensnehmer sich vor Abschluss grundlegend und am besten mit Hilfe eines professionellen Beraters (z.B. Finanzberater oder in einschlägigen Internetportalen) über seine Möglichkeiten informieren.

Weitere Informationen

» Immobilienfinanzierung
» Immobilienfinanzierung für Freiberufler
» Immobilienfinanzierung für Gewerbetreibende bzw. Selbständige
» Immobilienfinanzierung für junge Familien
» Immobilienfinanzierung für Beamte
» Immobilienfinanzierung für unverheiratete Paare
» Immobilienfinanzierung für Rentner und Pensionäre

Das Risiko der Arbeitslosigkeit während einer Baufinanzierung

Mittwoch, 17. August 2011

Der Albtraum eines jeden Hausbesitzers ist es, bei laufender Baufinanzierung den Arbeitsplatz zu verlieren. Wenn die Ersparnisse und sonstige Rücklagen nicht ausreichen, um den Kredit abzudecken, droht bei Nichtzahlung der fälligen Raten eine Zwangsversteigerung. Niemand ist vor Verlust des eigenen Arbeitsplatzes sicher. Es gibt allerdings die Arbeitslosenversicherung, die beim Eintreten der Arbeitslosigkeit die Kreditraten aus der laufenden Baufinanzierung übernimmt. Beim Abschluss der Arbeitslosenversicherung muss der Versicherungsnehmer in einem festen Arbeitsverhältnis stehen (keine Probezeit). Des Weiteren darf der Arbeitsvertrag nicht zeitlich befristet sein. Sollte dies der Fall sein, leistet die Versicherung nicht. Nichtsdestotrotz werden von manchen Banken im Zuge der Kreditvergabe Arbeitslosenversicherungen an Menschen angeboten, die beispielsweise über Zeitarbeitsfirmen beschäftigt werden und dort nur befristete Arbeitsverträgen haben.

Die Auswahl bei den Arbeitslosenversicherungen ist relativ überschaubar. Außerdem sind solche Versicherungen nicht gerade günstig. Es sollte ebenfalls bedacht werden, dass eine Arbeitslosenversicherung die anfallenden Raten maximal für ein Jahr übernimmt. Wird innerhalb eines Jahres keine neue Arbeitsstelle gefunden, müssen die Kreditraten aus eigener Kraft erbracht werden. Bei finanziellen Problemen, insbesondere bei Arbeitslosigkeit während der Baufinanzierung, sollte die Bank auf jeden Fall informiert werden. Gleichzeitig sollte ein gemeinsames Gespräch mit dem zuständigen Berater und eine Strategie gesucht werden, die eine Kreditkündigung vermeidet. Die Banken signalisieren hier oft Kooperationsbereitschaft. Sie kommen dem Kreditnehmer in solchen Fällen oft mit Tilgungs- und Ratenaussetzungen entgegen. Zinssatzreduzierungen zwecks Liquiditätsentlastung sind ebenfalls denkbar. In seltenen Fällen wird ein Forderungsverzicht ausgesprochen. Eine Kreditkündigung und damit eine Zwangsversteigerung lassen sich allerdings nicht vermeiden, wenn der Kreditnehmer die gemachten Zusagen mehrfach nicht einhält und keine Bemühungen an den Tag legt, um einen neuen Arbeitsplatz zu bekommen.

Weitere Alternativen und Informationen

» BaufiSchutz – Absicherung Ihrer Finanzierung bei Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit
» Arbeitslosigkeit während der Baufinanzierung

Immobilienkredit: Lohnt sich die Verschuldung für eine eigene Immobilie?

Samstag, 13. August 2011

Die Suche nach einem passenden Immobilienkredit für den Kauf oder Bau einer Immobilie ist oft schwierig und benötigt viel Zeit und Vorbereitung. Meist kann ein optimales Angebot nur mit Hilfe eines Fachmannes gefunden werden, der dem Kreditnehmer unterstützend zur Seite steht. Doch lohnen sich der ganze Aufwand und die jahrelang dauernde Verschuldung für eine eigene Immobilie überhaupt? Kann nicht viel bequemer und flexibler in einer Mietimmobilie gewohnt werden? Zunächst einmal muss ganz klar zum Ausdruck gebracht werden, dass dies jeder für sich selbst persönlich entscheiden sollte anhand individueller Kriterien und passend zur jeweiligen Lebenssituation und den Erwartungen an sich und seine Zukunft.

Allerdings gibt es einige schlagkräftige und vernünftige Argumente, die durchaus für das Immobilieneigentum sprechen – trotz des zugegebenermaßen nicht wirklich geringen Aufwandes. Das wichtigste Argument dabei ist sicherlich, dass Immobilieneigentum ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Altersvorsorge abbildet. Der Sachwert einer Immobilie ist in der Regel kaum Schwankungen unterworfen, da sowohl inflationäre wie auch finanzpolitische Einflüsse wenig Einfluss haben. Sollten finanzielle Probleme eintreten, kann die Immobilie zu jedem Zeitpunkt veräußert werden. Es ist somit eine Anlage in Sachwerte, die zwar keine Zinsen erwirtschaftet, aber dafür extrem wertbeständig ist.

Ein weiteres Argument ist die Mietfreiheit im Alter. Nach der Tilgung des Immobilienkredites kann die Immobilie quasi zum Nulltarif bewohnt werden, es sind lediglich noch die Neben- und Verbrauchskosten zu zahlen. Dies ist ein erheblicher Vorteil, da die Renteneinkünfte in den meisten Fällen geringer ausfallen als die regelmäßigen Einkünfte während des aktiven Erwerbslebens. Ob also die langjährige Verschuldung auf sich genommen wird, entscheidet jeder für sich selbst. Zu denken geben sollte aber die Tatsache, dass ohne eigene Immobilie immer für Wohnzwecke gezahlt werden muss – und diese Mietzahlungen sind für immer verloren.

Immobilienkauf: Kapitalanleger zieht es in die Stadt

Donnerstag, 11. August 2011

Berlin/München, 3. August 2011 – Mehr als die Hälfte aller Kapitalanleger bevorzugen beim Immobilienkauf Wohneigentum in städtischen Lagen. Offensichtlich werden die Renditeerwartungen in ländlichen Regionen deutlich schlechter eingeschätzt. Das zeigt die aktuelle Umfrage aktuelle Immobilienbarometer von Interhyp und ImmobilienScout24, für die 1.590 Interessenten von Kaufimmobilien befragt wurden.

Die Eurokrise befeuert derzeit das Interesse für Betongold. Doch nicht alle Lagen sind gefragt. Viele Immobilienkäufer meiden ländliche Regionen. Insbesondere Käufer, die ihr Wohneigentum als Kapitalanlage nutzen wollen, zieht es in die Stadt. Mehr als jeder zweite Kapitalanleger (52 Prozent) sucht derzeit nach einem passenden Investment gezielt in städtischen Lagen. Weitere 40 Prozent präferieren den Speckgürtel in Stadtnähe. Nur rund acht Prozent wollen in der Provinz in ein Haus oder eine Wohnung investieren.

Lediglich Käufer, die ihre Immobilie nach dem Kauf selbst bewohnen wollen, können dem Landleben etwas mehr abgewinnen. Für ein Haus auf dem Land fernab vom Stadtleben könnte sich immerhin jeder zehnte Selbstnutzer (10 Prozent) begeistern. Der Großteil dieser Gruppe (53 Prozent) wünscht sich ein Eigenheim, das im Speckgürtel einer Stadt liegt. Etwa jeder Dritte (37 Prozent) sucht ebenfalls nach städtisch gelegenem Wohnraum.

Die Umfrage zeigt: Beide Käufergruppen tendieren zur Stadt oder zumindest zur Stadtnähe. Für die meisten Interessenten ist besonders wichtig, dass in der direkten Umgebung gute Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sind (66 Prozent) und eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel vorherrscht (57 Prozent). Beide Faktoren sind vor allem in der Stadt gewährleistet. Die Nähe zur Natur, die für eine Immobilie auf dem Land spräche, kommt erst an dritter Stelle. Sie ist für 40 Prozent aller Suchenden von Bedeutung.

“Die Ergebnisse der Umfrage überraschen nicht. Wir beobachten bei ImmobilienScout24 schon seit längerer Zeit einen Anstieg der Suchanfragen nach städtischem Wohnraum”, kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, die Ergebnisse. Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, fügt hinzu: “Städte punkten vor allem durch eine gut ausgebaute Infrastruktur sowie die Nähe zu Kultur und Arbeitgebern. Das macht sie besonders für Kapitalanleger attraktiv: Denn je beliebter die Wohngegend, desto einfacher die Vermietung.”

Höhere Leitzinsen – wann ist der beste Zeitpunkt für eine Baufinanzierung?

Dienstag, 09. August 2011

Die jüngste Erhöhung der Euro-Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte wird mittelfristig auch einen Anstieg der Bauzinsen bedeuten. Nichts zu befürchten haben lediglich diejenigen, die den Darlehensvertrag bereits in der Tasche haben oder kurzfristig auf ein Forward-Darlehen zurückgreifen und sich die aktuellen Baufinanzierung Konditionen für einen späteren Zeitpunkt sichern.

In einschlägigen Medien ist oft die Rede von zyklischer Zinsentwicklung und Prognosen für die Bauzinsentwicklung. Experten geben Tipps, wann eine Baufinanzierung zu historisch günstigen Konditionen abgeschlossen werden kann. So haben wir gerade aktuell das nach Expertenprognosen Ende eines Zinstiefes erreicht und es werden nun allgemein wieder ansteigende Zinsen erwartet. Das bedeutet auch eine Verteuerung der Baukredite, da ein höherer Zinssatz von den Kreditinstituten in Anrechnung gebracht wird. Diese Fakten sollten jedoch nicht dazu verleiten, in hektischen Aktionismus zu verfallen und schnell noch ein Baufinanzierung „auf Teufel komm raus“ abzuschließen.

Eine Baumaßnahme sollte von Grund auf gut überlegt sein. Viele Faktoren spielen eine Rolle – bei der Finanzierung muss insbesondere die individuelle Einkommens- und Vermögenssituation berücksichtigt werden. Anhand dieser persönlichen finanziellen Lage muss detailliert geprüft werden, ob die geplante Finanzierung auf Dauer bedient werden kann. Die Leistungsraten (welche sich aus der Tilgung und den Zinsen zusammensetzt) sollten sicher aufgebracht werden können und dazu sollte noch ein gewisser Teil „freies Kapital“ existieren, was in unvorhergesehenen Situationen eingesetzt werden kann. Die Finanzierung sollte unter Berücksichtigung der individuellen Verhältnisse so flexibel wie möglich gestaltet werden.

Es ist also sehr viel mehr notwendig, als nur der Blick auf die aktuellen Konditionen von Baufinanzierungen. Was nützt am Ende ein supergünstiger Zinssatz für eine Finanzierung, die nach ein paar Jahren nicht mehr bedient werden kann, weil die Einkommenssituation zum Abschlusszeitpunkt nicht sicher eingeschätzt werden konnte? Der Darlehensnehmer sollte sich immer vor Augen halten, dass die Entscheidung für eine Baufinanzierung ein meist einmaliges und einschneidendes Ereignis in seinem Leben ist. Dies verdient mit Sicherheit auch eine gründliche und gewissenhafte Vorausplanung!

Der Immobilienkredit als Voraussetzung für die Altersvorsorge mit Immobilien

Freitag, 05. August 2011

Eine (selbstgenutzte) Immobilie eignet sich hervorragend für eine stabilitätsorientierte und „greifbare“ Kapitalvorsorge für das Rentenalter. Neben der relativen Wertstabilität durch weitgehende Unabhängigkeit gegen inflationäre und finanzmarktpolitische Einflüsse zeichnet sich die selbstgenutzte Immobilie insbesondere durch Mietfreiheit aus. Somit können geringer werdende Einkünfte im Rentenalter durch Miet- und Schuldenfreiheit (nach Tilgung des Immobiliendarlehens) kompensiert werden.

Das gewohnte Lebensniveau kann somit annähernd gehalten werden. Daher bildet die eigene Immobilie nach wie vor eine äußerst beliebte Form der Altersvorsorge. Doch neben allen positiven Punkten führt der Weg zum Immobilieneigentum zunächst einmal über eine Verschuldung, meist in Form eines Hypothekendarlehens. Der Immobilienkredit wird somit zum Grundstein für die eigene Altersvorsorge. Entsprechende Bedeutung hat die Auswahl des Kreditgebers und der Vertragsmodalitäten sowie der Konditionen. Jeder Interessent sollte sich vor Beginn eines Vorhabens eingehend über Möglichkeiten, Marktumfeld und Voraussetzungen informieren. Ggf. können auch Förderungen oder Zuschüsse beantragt werden.

Die finanzielle Belastung der kommenden Jahre (Zinsen und Tilgung) sollte aus dem eigenen Einkommen bestritten werden können, ohne dass jegliches freies Kapital dafür in Anspruch genommen werden muss. Es sollte also trotz der monatlichen Kreditraten entweder Eigenkapital oder aber ein Teil freies Kapital hinzukommen, um für unvorhergesehene Ereignisse gewappnet zu sein. Außerdem fallen für jedes Immobilienprojekt Nebenkosten an, die nicht Bestandteil der Darlehenssumme des Immobilienkredits sind und daher aus eigenen Mitteln bestritten werden müssen. Die Empfehlung von Experten lautet daher, dass mindestens 20% bis 30% des Objektwertes als Eigenkapital vorhanden sein sollten. In bestimmten Fällen (z.B. bei dauerhaft gesicherten Einkommensverhältnissen) kann ein Immobilienkredit aber auch mit weniger vorhandenem Eigenkapital sinnvoll sein.