Archiv für Januar 2011

Baufinanzierung: Zinsen sind (noch) im Keller

Donnerstag, 27. Januar 2011

(München, 27. Januar 2011) “Auch wenn es zu merklichen Anstiegen in den letzten Monaten kam: Historisch gesehen befinden sich die Baugeldzinsen immer noch im Keller”, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG und fügt an: “Das wird aber nicht so bleiben, denn mit der robusten Wachstumsentwicklung und den steigenden Inflationserwartungen werden auch die Konditionen für Baufinanzierungen in 2011 anziehen.”

2010 konnten sich Bauherren und Immobilienkäufer freuen, denn nie war es in Deutschland günstiger ein Eigenheim zu finanzieren. Wenig verwunderlich also, dass viele Mieter diese Zinssituation nutzten, um sich den Traum der eigenen vier Wände zu verwirklichen: 6,9 Milliarden Euro Finanzierungsvolumen konnte Interhyp in 2010 vermitteln, das ist eine Steigerung von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch seit dem absoluten Tiefpunkt im September sind die Baugeldzinsen kontinuierlich nach oben gegangen und tendieren inzwischen rund ein Prozent höher. “Doch selbst wenn sich Baugeldzinsen nicht mehr auf historischen Tiefständen befinden, ist Trauern über verpasste Chancen die falsche Einstellung”, erklärt Haselsteiner, denn: “Die konjunkturellen und strukturellen Rahmenbedingungen sind äußerst attraktiv und stellen in Kombination mit der heutigen Produktvielfalt und Flexibilität eine ideale Ausgangssituation dar, um mittels Immobilienkauf einen soliden Grundstein für die private Altersvorsorge zu legen.”

Allerdings sollte laut Interhyp-Vorstand Haselsteiner mit der Immobiliensuche und Planung nicht zu lange gewartet werden, denn Sachwerte sind stark gefragt. “Mehr Beschäftigung, mehr Konsum und höhere Einkommenserwartungen haben die Aktivitäten am Immobilienmarkt positiv beeinflusst. Die Folge sind steigende Nachfrage bei Bestandsobjekten bei immer noch geringer Neubauaktivität. In einzelnen Städten sind die Preise in 2010 bereits deutlich gestiegen und auch die Mieten haben angezogen. Diese Abkehr von der schwachen Entwicklung der vergangenen zehn Jahre sollte Immobilieninteressenten aufrütteln” meint Haselsteiner und ist überzeugt: “Mittelfristig wird das geringe Neubauangebot, der starke Bedarf an Wohnraum und die erhöhten Mieten in einer Reihe von Ballungsgebieten zu kräftigen Preissteigerungen führen.” Er rät, zu handeln und bei der Finanzierung möglichst lange Zinsfestschreibungen und eine anfängliche Tilgungshöhe von mindestens zwei Prozent zu vereinbaren.

Hausfinanzierung als Beitrag zur Altersvorsorge – auf was geachtet werden sollte

Dienstag, 18. Januar 2011

Wer privat vorsorgen möchte, sollte auch über Immobilieneigentum zur Absicherung im Alter nachdenken. Neben der Mietfreiheit stellt eine eigene Immobilie im Alter auch einen weitgehend inflationssicheren Wert dar. Doch neben der Frage welches Objekt hierfür am besten geeignet ist, ergibt sich auch die Frage nach der geeigneten Finanzierung. Wer neu bauen möchte, benötigt meist eine Hausfinanzierung, die individuell auf die eigene Einkommenssituation zugeschnitten ist und trotz der finanziellen Belastung noch Freiräume für Unvorhergesehenes oder eigene Wünsche lässt.

Durch ein sehr umfangreiches Angebot am Markt kann bei geeignetem Vorwissen auch eine möglichst optimal passende Finanzierungsvariante gesucht werden. Es fängt schon bei der Antragstellung an: Können evtl. Förderungen ausgeschöpft werden? Welche Eckdaten sollen bei der Anfrage zugrunde gelegt werden? Welche Möglichkeiten zur Vereinbarung von Zinsbindungsfristen, Sondertilgungen oder flexiblen Raten gibt es? Das notwendige Vorwissen kann dabei durch das Studium unseres Baufi-Portales oder durch Konsultation eines Fachberaters erworben werden. Die Darlehen zur Hausfinanzierung selbst werden durch Banken, Versicherungsgesellschaften, Sparkassen oder ggf. durch Förderinstitute vergeben.

Jede Baufinanzierung sollte immer möglichst optimal auf die individuellen Notwendigkeiten zugeschnitten sein, deshalb sollte ruhig auch mit den Kreditinstituten selbst nachverhandelt werden. Vorhandenes Eigenkapital beispielsweise muss nicht unbedingt zu 100% eingesetzt werden, sondern kann auch der zukünftigen Absicherung der Tilgungs- und Zinsleistungen aus der Hausfinanzierung dienen. Ferner gibt es auch Nebenkosten, die nicht mitfinanziert werden können und daher aus Eigenmitteln aufgebracht werden müssen. Grundsätzlich sollte man also vor dem Abschluss einer Hausfinanzierung prüfen, ob die Konditionen auch für die vorgesehene Bindungsfrist tragbar sind – nur so kann eine sinnvolle Altersvorsorge mit Immobilieneigentum generiert werden.

Baufinanzierung 2011: Jetzt Zinsvorteil sichern und bares Geld sparen!

Montag, 17. Januar 2011

Bauzinsen 2011 (Berlin, 17.01.2011) Das Jahr 2010 war geprägt durch ein besonders günstiges Zinsniveau, welches ausgehend von den Basiszinssätzen der EZB (Europäische Zentralbank) fast das gesamte Jahr auf sehr konstanter Grundlage fußte. Bauherren und Käufer haben auch aktuell noch immer die Möglichkeit, günstige Finanzierungen abzuschließen. Doch die Zinswende wird kommen – Bauherren mit langfristiger Planung sollten daher schon jetzt Aktion ergreifen und sich über Zusammenhänge und Sparmöglichkeiten (wie z.B. der Sicherung von niedrigen Zinsen mittels eines Forward-Darlehens) informieren.

Günstige Zinsen für Baufinanzierungen gibt es nicht ewig

Auch wenn erst in Zukunft eine Baufinanzierung benötigt wird, so lohnt sich ein Blick auf die Zinsentwicklung und die Expertenerwartungen für die nahe Zukunft. Es ist vom heutigen Stand aus absehbar, dass die Zinsen für entsprechende Finanzierungen wieder ansteigen werden. Die historischen Zinstiefs der jüngeren Vergangenheit werden nicht ewig auf diesem Niveau verharren. Die Aufnahme von „billigem Geld“ durch die Banken bei der EZB wird durch die sich anhaltend verbessernden marktwirtschaftlichen Entwicklungen bald so nicht mehr möglich sein. Die bereitgestellten Darlehen werden sich dann verteuern, was jedes Kreditinstitut durch höhere Zinsen an den Darlehensnehmer weitergeben wird. Die Hypothekenzinsen für kurzfristige Zinsbindungen sind bereits auf dem Weg nach oben, gesamthistorisch betrachtet sind die Zinsen für Baugeld insbesondere für die längeren Zinsbindungen jedoch noch immer äußerst günstig. Es gibt Möglichkeiten, sich diese aktuell niedrigen Zinsniveaus auch für zukünftige Baufinanzierungen zu sichern und so in den kommenden Jahren hiervon zu profitieren.

Forward-Darlehen können eine günstige Alternative darstellen

Das Forward-Darlehen ist im Prinzip nichts anderes als eine klassische Baufinanzierung mittels eines Annuitätendarlehens – mit einem wichtigen Unterschied: Diese Finanzierung kommt erst nach einer Vorlaufzeit (der sog. Forward-Periode) von max. 60 Monaten zustande. Es wird also ein Darlehensvertrag mit bereits fixierten Konditionen für ein zukünftig beanspruchbares Darlehen abgeschlossen. Dies hat den Vorteil, dass die aktuellen (niedrigen) Zinskonditionen für das später benötigte Darlehen gesichert werden können. Dies ist immer dann ratsam, wenn steigende Zinsen erwartet werden. Natürlich ist das Ganze nicht kostenlos: Je nach Ausstattung (Dauer der Forward-Periode), Darlehenssumme, Zinsbindungsfrist usw. kostet diese Zinssicherheit einen Aufschlag. Als Faustregel kann festgehalten werden, dass sich aufgrund dieser Aufschläge ein Forward-Darlehen nur dann rechnet, wenn entweder die Forward-Periode und die Zinsbindung möglichst gering gehalten werden können oder aber tatsächlich hohe Zinssteigerungen zu erwarten sind, die einen entsprechenden Aufschlag übersteigen würden. In jedem Fall lohnt sich – gerade in der aktuellen Situation – eine individuelle Prüfung der persönlichen Bedürfnisse für einen geplante Baufinanzierung. Nach der Anfrage bei verschiedenen Kreditinstituten kann dann beurteilt werden, ob die offerierten Konditionen wirtschaftlich sinnvoll sind oder nicht. Wichtig zu wissen: Einmal abgeschlossen, sind sowohl Darlehensnehmer wie auch Kreditinstitut an die vereinbarten Konditionen gebunden!

Fazit
Wer in naher Zukunft eine Baufinanzierung benötigt, sollte sich aufgrund des aktuell noch immer niedrigen Zinsniveaus und der allgemeinen Erwartung steigender Zinsen über die Finanzierung mittels eines Forward-Darlehens informieren. So können ggf. günstige Zinssätze für ein zukünftiges Darlehen „eingefroren“ werden. Informationen dazu können leicht im Internet bei entsprechenden Immobilienportalen (z.B. Immokredit24.com) eingesehen oder bei einem Finanzierungsberater erfragt werden.

» Bauzinsen – Zinsentwicklung, Bauzins Chart uvm.
» Forward-Darlehen – Konditionen sichern, bis zu 6 Monate im Voraus.

Baufinanzierung mit KfW-Darlehen – günstige Baufinanzierung mit öffentlicher Förderung und vielfältigem Nutzen

Dienstag, 04. Januar 2011

KfW-Darlehen(Berlin, 04.01.2011) Wer den Kauf, Neu-, An- oder Umbau eines Objektes plant, ist gut beraten sich vorab über die Fördermöglichkeiten durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zu informieren. Die KfW als Anstalt des öffentlichen Rechts fördert z.B. Maßnahmen für barrierereduziertes Wohnen, Maßnahmen für die energetische Sanierung bzw. dem Klimaschutz dienlichen Vorhaben oder auch den Einbezug erneuerbarer Energien in die Wohnkonzeption. Wichtig ist nicht nur die Erfüllung der Voraussetzungen, sondern auch das Know-how über Möglichkeiten zur optimalen Nutzung der verschiedenen Förderangebote. Teils können diese sogar kombiniert werden.

Direktzuschüsse oder vergünstigte Kredite je nach Ausgestaltung und Voraussetzung

Die KfW bietet unterschiedliche Förderprogramme für Baumaßnahmen privater, kommunaler wie auch gewerblicher Bauherren unter bestimmten Voraussetzungen. Bei den meisten dieser Programme ist es notwendig, VOR Beginn jeglicher Maßnahmen eine entsprechende Förderung zu beantragen. Beantragt wird hierbei entweder direkt bei der KfW oder bei der Hausbank (insbesondere bei vergünstigten Krediten oder Tilgungszuschüssen). Die KfW stellt auf Anfrage oder im Internet für jedes Programm entsprechende Merkblätter bereit, vorab können auch Informationen bei entsprechenden Portalen im Internet (z.B. bei Immokredit24.com) eingesehen werden. Die Förderung kann dabei entweder als direkter Zuschuss auf das Konto, als besonders günstiges Darlehen mit tilgungsfreien Anlaufjahren und ggf. zusätzlichen Tilgungszuschüssen erfolgen. Für jedes Programm gelten bestimmte Voraussetzungen und Höchstgrenzen, ebenso muss die Mittelverwendung entsprechend nachgewiesen werden.

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Sanierung zu oder der Neubau von barrierefreiem oder barrierearmem Wohnraum (z.B. für behinderte oder ältere Menschen) mit den Programmen 455 (Zuschussförderung) bzw. 155 (vergünstigtes Darlehen). Für energieeffizientes Bauen oder Kaufen können die Förderprogramme 151, 153 und 430 als willkommene Unterstützung in Frage kommen, sogar eine entsprechend professionelle Baubegleitung für energetische Maßnahmen wird mit dem Förderprogramm 431 finanziell mit bis zu 2.000 Euro unterstützt. Im Rahmen des KfW-Wohneigentumsprogrammes können für die private wohnwirtschaftliche Nutzung ggf. Förderungen durch die Förderprogramme 124 bzw. 134 beantragt werden. Das KfW Programm 141 fördert die Modernisierung und Instandsetzung von Wohneigentum mit bis zu 100% der förderfähigen Kosten als Darlehen. Auch Maßnahmen zur Nutzung von erneuerbaren Energien werden in vielfältiger Weise gefördert (so z.B. Solarkollektor-, Biomasse- oder Wärmenetzanlagen) mit den Programmen 271 und 281. Das KfW Programm 270 fördert die Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung resp. Strom-/Wärme-Erzeugung (sog. Kraft-Wärme-Kopplung). Diese Anlagen müssen generell mindestens 7 Jahre in Betrieb sein, auch im Falle einer Veräußerung. Auch die Nutzung von Anlagen im Rahmen der Tiefengeothermie wird bei Erfüllung der umfangreichen Voraussetzungen gefördert (Programme 272 resp. 282). Eine vollständige Übersicht mit den jeweils detaillierten Voraussetzungen kann im Internet eingesehen werden.

Fazit

Für viele Maßnahmen rund um die Nutzung umweltfreundlicher Energien, der Barrierereduzierung oder auch im Rahmen von wohnwirtschaftlicher Nutzungsförderung können bei der KfW Fördermittel beantragt werden. Ob als Direkt- oder Tilgungszuschuss oder als zinsgünstiges Darlehen – solche Förderungen können sich rechnen und sollten deshalb vor jedweder Maßnahme vom Interessenten eingehend geprüft werden. So manches Vorhaben lässt sich durch ggf. leichte Änderungen in ein förderfähiges Projekt verwandeln, was letztlich bares Geld spart.

Weitere Informationen

» KfW-Darlehen

Aktuelle KfW-Förderprogramme

» Altersgerecht Umbauen Kredit (155)
» Altersgerecht Umbauen Zuschuss (455)
» Energieeffizient Bauen (153)
» Energieeffizient Bauen Investitionszuschuss (430)
» Energieeffizient Sanieren Kredit (151)
» Energieeffizient Sanieren Sonderförderung (431)
» Erneuerbare Energien – Premium (271, 281)
» Erneuerbare Energien – Standard (270)
» Erneuerbare Energien – Tiefengeothermie (272, 282)
» KfW-Wohneigentumsprogramm (124)
» KfW-Wohneigentumsprogramm (134)
» Wohnraum Modernisieren (141)