Konditionen für ein Anschlussdarlehen sichern

Die Zukunft der Kreditzinsen ist ungewiss. Die Erfahrung der letzen Jahre hat gezeigt, dass niemand die künftige Zinsentwicklung zuverlässig voraussagen kann. Bei einer laufenden Baufinanzierung kann daher über die künftige Entwicklung der Zinsen nur spekuliert werden.  Die Zinsentwicklung ist deswegen interessant, weil hiervon die Konditionen für die Anschlussfinanzierung abhängen. Fast jede Baufinanzierung in Deutschland bedarf zumindest einer Anschlussfinanzierung. Unter einer Anschlussfinanzierung wird die Vereinbarung einer neuen Zinsbindung nach Ablauf der ersten Zinsbindungsdauer verstanden. Da die meisten Darlehen im Bereich der Baufinanzierung mit einer Zinsbindung von 10 Jahren abgeschlossen werden, trifft diese Thematik einen Bauherrn erst zehn Jahre nach Abschluss der ersten Baufinanzierung.

Zu diesem Zeitpunkt besteht ein akutes Zinsänderungsrisiko, das zu einer höheren Zinsbelastung führen kann. Sollten die Geld- und Kapitalmarktzinsen zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung stark gestiegen sein, so steigen die zu zahlenden Zinsen. Bei einem Zinsanstieg um 1,00% bei einer Darlehenssumme von 150.000 Euro bedeutet dies eine jährliche Mehrbelastung von 1.500 Euro p.a. Bei einer Zinsbindung von 10 Jahren führt dies zu einer stolzen Summe von ca. 14.000 Euro.

Was tun, um einen extremen Zinsanstieg zu vermeiden? Hier kann beispielsweise ein Forward Darlehen helfen. Bei einem Forward Darlehen können die aktuellen Konditionen (mit einen Forward Aufschlag) für die Zukunft gesichert werden. In Zeiten der niedrigen Zinsen ist ein Forward Darlehen das ideale Mittel, um stärkere Zinsänderungsrisiken zu vermeiden. Da ein Forward Darlehen erst in der Zukunft ausbezahlt wird, entstehen bis zur Auszahlung keine Kosten. Während der ersten laufenden Baufinanzierung bedeutet ein Forward Darlehen somit keine zusätzliche Belastung.

Be Sociable, Share!

Die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag wurde deaktiviert.