Private Altersvorsorge: Festgeld nur bedingt geeignet
Freitag, 12. Februar 2010Viele Menschen setzen bei langfristigem Anlagehorizont auf Festgeld als Geldanlage. Das Festgeldkonto bietet den Vorteil, dass die Zinsen bereits von Vorneherein feststehen und sich über die gesamte Laufzeit der Anlage hinweg nicht mehr verändern. Der Anleger erhält damit ein hohes Maß an Planungssicherheit – er weiß, welche Rendite er zu erwarten hat, und kann Zinsänderungsrisiken ausschließen.
Variabel verzinste Anlagen bringen höhere Rendite
Allerdings raten Experten dazu, die private Altersvorsorge nicht ausschließlich auf Festgeldanlagen zu stützen. Die Initiative „Altersvorsorge macht Schule“ in Berlin, die unter anderem von der Deutschen Rentenversicherung und der Bundesregierung ins Leben gerufen wurde, empfiehlt bevorzugt auf variabel verzinste Anlagen zurückzugreifen. Zwar bietet der feste Zinssatz einer Festgeldanlage einen Vorteil bei sinkenden Zinsen – umgekehrt jedoch bleiben die Zinsen von Festgeld auch dann fix, wenn die Marktzinsen wieder ansteigen. Langfristig gesehen ergibt sich mit variabel verzinsten Geldanlagen die bessere Rendite. Zinsschwankungen werden über einen längeren Anlagezeitraum hinweg wieder ausgeglichen.
Festgeld vor allem kurz- und mittelfristig interessant
Wer jedoch sein Geld nur kurz- oder mittelfristig anlegen möchte, ist mit dem Festgeldkonto gut bedient. Auch als Beimischung zum Altersvorsorge-Portfolio ist das Festgeld interessant.

