Ratenkredit – nicht immer günstig

Ein Ratenkredit ist hauptsächlich zur Finanzierung von Konsumausgaben oder kleinerer Anschaffungen gedacht. Er hat eine feste Rückzahlungsvereinbarung, sodass der Kreditnehmer daher auch eine feste Kalkulationsbasis hinsichtlich der monatlichen Belastung besitzt. Ratenkreditfinanzierungen werden immer beliebter, da die persönlichen Wünsche damit immer schneller erledigt werden können. Egal, ob ein neues Auto, ein neuer Fernseher oder eine neue Kücheneinrichtung – fast jeder Händler bietet mittlerweile die Möglichkeit den erfolgten Kauf zu finanzieren – oft auch zu 0%. Eine Null Prozent Finanzierung ist die günstigste Variante eines Ratenkredites. Allerdings sollte auch auf versteckte Gebühren geachtet werden. Manchmal werden auf den ersten Blick geringfügige Bearbeitungsgebühren erhoben. Bei einem Kreditbetrag von 1.000 Euro bedeutet eine Abwicklungsgebühr von 20 Euro eine Effektivverzinsung von 2,00% p.a.

Die meisten Banken versuchen im Rahmen eines Ratenkredites eine Restkreditversicherung bzw. eine Arbeitslosenversicherung mit anzubieten. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Allerdings sollte geprüft werden, ob solche Versicherungen im Einzelfall überhaupt Sinn machen. Eine Arbeitslosenversicherung greift beispielsweise nicht, wenn der Arbeitnehmer bei Vertragsunterschrift einen befristeten Arbeitsvertrag hatte. Die Banken prüfen allerdings diesen Umstand nicht. Für sie bedeutet der Abschluss einer Arbeitslosenversicherung bei einem Ratenkredit lediglich eine höhere Provision. Grundsätzlich nutzt jede Bank beim Abschluss eines Ratenkreditvertrages die so genannten Cross-Selling-Möglichkeiten. Hier wird versucht aus dem Gespräch einen bestimmten Finanzbedarf beim Kunden festzustellen und diesen abzudecken. Dies erhöht die Abschlussprovision für die Bank. Jedem Verbraucher sei geraten solche Angebote genau zu prüfen.  Häufig ist es so, dass ein Ratenkredit von den Menschen benötigt wird, die knapp bei Kasse sind. Weitere Finanzprodukte, wie beispielsweise Versicherungen, verursachen hier nur einen zusätzlichen Liquiditätsengpass.

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