Günstige Zinsen nutzen: Zinsänderungsrisiko ausschließen mit Forward-Darlehen
In naher Zukunft ist mit einem Anstieg der Zinsen zu rechnen. Um diesem Anstieg vorzubeugen, bleibt Bauherren lediglich die Option, ein so genanntes Forward-Darlehen in Anspruch zu nehmen. Mit einem Forwarddarlehen können schon heute die Zinssätze gesichert werden, die für eine künftige Anschlussfinanzierung berechnet werden. In Abhängigkeit vom Anbieter kann der Termin für die Anschlussfinanzierung sogar bis zu 60 Monaten in der Zukunft liegen. Zwar sind die Konditionen für ein Forwarddarlehen nicht übereinstimmend mit den Konditionen, die für heute aufgenommene oder zu verlängernde Darlehen gewährt werden – aber trotz einem geringen Zinsaufschlag von meist 0,02 – 0,03 Prozentpunkten ist das Forwarddarlehen immer noch verhältnismäßig günstig. Vor allem in Hinblick darauf, dass sich ohne den Abschluss eines Forwarddarlehens ein bestehender Immobilienkredit deutlich verteuern kann, wenn die Zinsen in Zukunft wieder anziehen. Deshalb lohnt sich ein Forwarddarlehen auch vor allem für diejenigen, deren finanzieller Spielraum begrenzt ist, und die sich keine zusätzlichen Belastungen in Form von höheren Kreditraten in der Zukunft leisten können.
Natürlich lässt sich nie mit Gewissheit sagen, ob sich der Abschluss eines Forward-Darlehens tatsächlich lohnt – denn mit Sicherheit lässt sich nie voraussagen, wie die künftige Zinsentwicklung aussehen wird. Doch gerade in Zeiten, in denen – wie aktuell – die Zinsen so niedrig stehen wie fast noch nie, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Zinsen in den kommenden Jahren wieder ansteigen, anstatt zu fallen oder auf dem jetzigen Niveau stagnieren.
Das Forwarddarlehen ist allerdings verbindlich – und stellt kein Optionsgeschäft dar. Werden wider Erwarten in der Zukunft doch günstigere Zinsen geboten, so muss das Forward-Darlehen dennoch in Anspruch genommen werden – andernfalls ist mit der Zahlung einer beachtlichen Nichtabnahmeentschädigung zu rechnen.


