Baufinanzierung – Die bessere Geldanlage
Dienstag, 31. März 2009(München, 31. März 2009) Während noch vor wenigen Monaten die Banken vor dem Hintergrund hoher Leitzinsen mit Tagesgeldzinsen von 5 Prozent und mehr um private Guthaben buhlten, müssen sich Sparer heutzutage glücklich schätzen, wenn sie für ihre Rücklage mehr als 2 Prozent Verzinsung bekommen. “Das momentane Zinsumfeld ist ungeeignet, um mittels kontinuierlichen Sparens für später vorzusorgen“, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG und empfiehlt: “Sparer sollten in der jetzigen Zinssituation vielmehr überlegen, ob sie nicht die niedrigen Baugeld-Konditionen nutzen wollen, um über den Kauf einer eigenen Immobilie einen soliden Vermögensaufbau voran zu treiben. Denn in diesen unsicheren Zeiten ist privates Wohneigentum mit die sicherste Anlage des Eigenkapitals.“
Mit den Leitzinssenkungen der vergangenen Monate ist auch die Guthabenverzinsung für Tages- und Festgeld drastisch nach unten gegangen. Ein Ende der Niedrigverzinsung ist nicht in Sicht, EZB-Präsident Trichet hat jüngst erklärt, dass der Leitzins noch nicht auf seinem niedrigsten Stand angekommen sei. Dementsprechend könnte bereits diesen Donnerstag in der nächsten EZB-Sitzung ein weiterer Zinsschritt nach unten verkündet werden. So unschön diese Situation für Sparer auch ist, so bietet dieses Umfeld doch auch erhebliche Chancen: Schließlich befinden sich auch die Baugeldkonditionen auf Tiefniveau während die Immobilienpreise in Deutschland seit Jahren stagnieren. Ideale Bedingungen also, um als Kapitalanleger oder Eigenheimnutzer einen Haus- oder Wohnungskauf zu finanzieren.
Aktuell kostet ein 10-Jahres-Darlehen 3,99 Prozent effektiv, wer 15jährige Zinssicherheit wünscht, erhält einen Baukredit bereits ab 4,26 Prozent. Zum Vergleich: Im Juli 2008 waren die Top-Konditionen mit 5,0 bzw. 5,2 Prozent einen ganzen Prozentpunkt teurer. “Da es bei einer Baufinanzierung meist um große Summen geht, zahlen sich die jetzt erzielbaren Zinsvorteile besonders aus”, weiß Haselsteiner und verdeutlicht: “Das eigene Sparguthaben als Eigenkapital in die Finanzierung einzubauen ist bei den derzeit tiefen Einlagezinsen besonders vorteilhaft, da Banken einen hohen Eigenkapitalanteil mit sehr günstigen Baugeldkonditionen honorieren.”
Viele Menschen wohnen in Miete und träumen von einer eigenen Immobilie. Dies ist auch verständlich, denn die eigenen vier Wände bedeuten deutlich mehr Freiraum für eigene Wünsche und Vorstellungen. Außerdem ist die eigene Immobilie eine solide Basis für finanzielle Unabhängigkeit im Alter und bildet damit einen Grundbaustein beim Thema Altersvorsorge. Aber warum nur träumen? Gerade jetzt ist eine Immobilienfinanzierung so günstig wie schon lange nicht mehr. Derzeit befindet sich die Eurozone in eine Tiefzinsphase. Damit ist die Immobilienfinanzierung teilweise günstiger als Miete. Bereits heute bieten viele Immobilienfinanzierer Zinssätze deutlich unter 5,00% p.a. an – und dies sogar für Vollfinanzierungen. Bei einem entsprechenden Einsatz von Eigenmitteln reduziert sich der Nominalzinssatz noch mal deutlich. Dies führt im Ergebnis zu einer monatlichen Belastung, die unter dem Durchschnitt der ortsüblichen Miete liegt. Die Chance sollte daher genutzt werden, um sich langfristig günstige Konditionen für die Immobilienfinanzierung zu sichern. Damit bekommt man eine langfristige finanzielle Sicherheit im Hinblick auf die Wohnungskosten. Auch beim steigenden Preisniveau profitiert man dabei von günstigen Zinssätzen. Während die Mietpreise steigen und jeder Mieter mit einer Mieterhöhung rechnen muss, hat ein Baufinanzierer eine konstante monatliche Belastung und damit eine feste Kalkulationsgrundlage. In einer eigenen Immobilie kann man durch den Einsatz der energieeffizienten Einrichtungen, wie Solarzellen oder moderne Heizungen, die immer steigenden Nebenkosten in den Griff bekommen. Dies ist ein Punkt, der auf keinen Fall unterschätzt werden soll. Nebenkosten sind zwischenzeitlich fast so hoch wie die Miete selbst. In einem Mietobjekt ist eine ineffiziente Heizungsanlage fatal für den Mieter, wenn der Eigentümer vorerst keine Notwendigkeit für eine Erneuerung sieht. Die Heizkosten werden zu 100% auf den Mieter umgelegt. Dagegen kann sich der Mieter auch nicht wehren. Ein Immobilienbesitzer kann dagegen selbst über den Energiezustand seines Objektes bestimmen. Damit lohnt sich eine günstige Immobilienfinanzierung doppelt- es ist damit möglich die Miete und die Nebenkosten zu sparen.
